Österreich

Banken mit 18 Milliarden Euro Auslandstiteln

18. Jänner 2012, 14:12

Am häufigsten sind die heimischen Kreditinstitute in polnische, italienische, deutsche und ungarische Staatsanleihen investiert

Wien - Österreichische Banken hatten per Ende Oktober 2011 insgesamt 18,1 Milliarden Euro in ausländische Staatsanleihen investiert. Diese Zahl gab das Finanzministerium in seiner Beantwortung einer Mitte November gestellten parlamentarischen Anfrage des BZÖ nun bekannt. Ein großer Teil davon entfällt auf das hoch verschuldete Italien, das bei den österreichischen Banken mit 2,821 Milliarden Euro in der Kreide steht. Dem als möglicher Pleitekandidat gehandelten Nachbarland Ungarn haben die österreichischen Banken 2,020 Milliarden Euro geborgt.

Vergleichsweise gering machen sich dagegen die Summen aus, die man Griechenland (736 Millionen Euro) und Spanien (450 Millionen Euro) vorgestreckt hat. Da sich die österreichischen Banken vor allem auf die mittel- und osteuropäischen Länder konzentrieren, sind sie in Krisenmärkten wie Griechenland oder Irland nur marginal exponiert. Auch insgesamt sind die Auslandsforderungen der österreichischen Banken - nach Nationalbank-Daten vom vergangenen Herbst 126 Prozent des BIP - im Vergleich zu Banken anderer Länder, etwa der Schweiz, relativ niedrig.

Frankreich, das neuerdings nicht mehr als völlig kreditwürdig gilt, konnte den österreichischen Banken Staatsanleihen im Gesamtwert von 707 Millionen Euro schmackhaft machen, wie aus der EZB-Monetärstatistik hervorgeht, auf die sich das Finanzministerium beruft.

2,837 Mrd. Euro haben die Österreicher in polnische Staatsanleihen investiert, 2,289 Mrd. Euro in deutsche - auf diese zwei Länder alleine entfallen gut 28 Prozent der Gesamtsumme von 18,1 Milliarden Euro. (APA)

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15 Postings
Mostbluzza
11
19.1.2012, 08:56
das sind doch peanuts

eine art ablenkungsmanöver. wen juckts, wenn ein land ausfällt kommt nix zusammen, sollte man meinen.

so kommen wir aber zu pudelskern:
es geht doch nicht um die vermögen (der kunden!, den die banken haben selber gar nix nahrhaftes) die da und dort mal verfallen, sondern erstens um die höhe: die ist ja mehr als mickrig bei den finanzvolumina - oder wo ist der rest hin? als miese kredite vergeben, wo 10% bereits ausfallen ...

ich bin steuerzahler, mich interessieren die grossen fische, nicht 2 mrd bei den blinden ... so in der art:

target 2 der önb - wieviel kredit vergab die ÖNB bisher an die EZB ? erwartete abschreibungsquote für 40 mrd??? 30% in ein paar jahren oder mehr?

deutsche bundesbank ist bei 500 mrd kredit für ezb.

Elron Abarth
02
19.1.2012, 11:00

ad TARGET) Ö hat einen NEGATIVSaldo von 32 Mrd € (Stand August 2011)

siehe
http://www.cesifo-group.de/portal/pa... _wollm.pdf

Erste Abbildung

Javert
00
19.1.2012, 01:29

tja, vorher hochertragende, aber riskante papiere kaufen und nachher jammern und sich den ausfall ersetzen lassen wollen

die enormen zinserträge aus den zeiten solange die titel bedient wurden, wird man wohl sicher nicht sozialisieren.

dasandere
01
18.1.2012, 21:55
Korrekturen

1. gibt es keine "oesterreichischen Banken", sondern nur private (mit 2-3 kleineren Ausnahmen, wenn ueberhaupt noch).
2. Auf der Liste fehlt die Schweiz.
3. "Restliche" waere der eigentlich interessante Punkt!

Elron Abarth
01
19.1.2012, 11:18

wie kann der Rest hier von Bedeutung sein? Er macht 7% der Gesamtsumme aus und die offenkundig am meisten gefährdeten Staaten sind extra ausgewiesen.

aber ok, hier der Rest:
Finnland , Schweden, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Großbritannien, Malta, Bulgarien, Lettland, Estland, Litauen und Zypern

mit durchschnittlich etwa 110 Mio €

V995
00
18.1.2012, 21:29
unsere banken sind in allen krisenländern stark vertreten

sind die zu blöd zum rechnen hr treichl?

TAO
 
04
18.1.2012, 21:01
Und warum

ist der Balken in der Grafik für Ungarn 2.020 fast gleich wie der für Tschechien 1.231? Das Risiko wurde da wohl optisch ganz schön beschönigt...

Erwin Wolfram
00
19.1.2012, 06:29
...

ich finds irgendwie cool, wenn man das aufzeichnet was alle denken und nicht das was stimmt... das was stimmt ist naemlich um so aerger um so genauer man hinsieht, es ist naemlich ganz egal wieviel geld man geborgt hat, wichtig ist ob man zuerst bedient wird... LOL har har macht mich reich...

ichbinsofrei.net
00
18.1.2012, 22:44

Kann mir mal die APA (und vllt der Standard?) erklären, wieso die "Restlichen" mit 1364 auf einen Balken kommen, der - ich habe es extra im Grafikprogramm überprüft - HÖHER ist als der Ungarns mit 2020?

Nicht, dass Manipulationen bei sowas unbekannt wäreb - aber so offensichtlich ist schon dreist.

böser wolf1
00
18.1.2012, 18:12
Copy & Paste Journalismus als Krisenbeschleuniger

"Frankreich, das neuerdings nicht mehr als völlig kreditwürdig gilt..." Mit anderen Worten Ö. mit seinem AA+ ist auch nicht mehr völlig kreditwürdig.

Man mag dieses funktionalen Analphabetismus einem APA-Redakteur noch verzeihen aber in einem Wirtschaftsblatt wie dem Standard hat dieser Satz nichts verloren.

Inkompetenz in Medien als Krisenbeschleuniger, eine gewagte These, denn dazu müßte an der Leitungsspitze des Mediums ja jemand mit wirtschaftlichen Sachverstand stehen.

Conchita Kaslaberl
00
18.1.2012, 17:02

na bumm, der nächste ederertausender.

Walter Bimini
00
18.1.2012, 16:39
die graphik ist wahrlich keine werbung für die apa

die graphik erzeugt bei jenen betrachtern, die die dazugehörigen zahlen nicht berücksichtigen, einen völlig falschen eindruck. wenn man auf die zahlen berücksichtigt, dann stört die graphik einfach.
der balken beim rest mit 1.364 ist länger als der balken bei ungarn mit 2.020.

Plinius
22
18.1.2012, 15:32
dreimal kurz gelacht...

...alleinin Ungarn, hat die §erste" mehr als 18,5 Mrd. € Außenstände und die "Raika" mehr als 11 Mrd. In einer ORF Zib mit Diagramm zu sehn gewesen...
Kurzum, schlecht recherchiert!

Churchill74
12
18.1.2012, 15:53

Außenstände und Staatsanleihen sind zwei verschiedene Paar Schuhe......

Plinius
11
18.1.2012, 17:17
ja, das stimmt,...

...aber Staatsanleihen sind eben nicht das ganze Risiko.

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