Online-Abnehmprogramm: Oö. Gebietskrankenkasse zahlt

  • Die OÖGKK unterstützt Versicherte beim Abnehmen mittels eines Online-Programms.
    foto: apa/georg hochmuth

    Die OÖGKK unterstützt Versicherte beim Abnehmen mittels eines Online-Programms.

"KiloCoach" im Leistungsangebot: Die OÖGKK zahlt die Hälfte der Kosten bei Erreichen des Zielgewichts, die andere Hälfte, wenn das Gewicht gehalten wird

Linz/Wien - Die oberösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖGKK) ist laut eigenen Angaben die erste, welche jetzt ein Online-Abnehmprogramm bei ihren Versicherten unterstützt. Sie hat gemeinsam mit der Ärztekammer "KiloCoach" in Ihr Leistungsangebot aufgenommen, teilte der Online-Dienstleister in Abstimmung mit der Krankenkasse mit. Die Aktion läuft vorerst von Anfang Februar dieses Jahres bis Ende Jänner 2014.

"Aus der Fülle an Abnehmprogrammen haben wir uns für 'KiloCoach' entschieden, weil es wissenschaftlich fundiert ist. Weiters war uns wichtig, dass das Online-Abnehmprogramm auch von Hausärzten unterstützt wird", wurde OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer zitiert.

BMI über 25

Die Teilnahme und Kostenrückerstattung funktioniert einfach: OÖGKK-Versicherte können an dem Programm teilnehmen, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 25 ist und sie sich das vom Arzt bestätigen lassen. 50 Prozent der Abo-Kosten bekommt man zurück, wenn man das Zielgewicht erreicht hat und mindestens sieben Prozent vom Ausgangsgewicht abgenommen hat (z.B. Ausgangsgewicht hundert Kilogramm, Zielgewicht 93 Kilogramm). Wenn der Betroffene dann die Gewichtsreduktion von mindestens sieben Prozent ein Jahr lang halten kann, erhält er die andere Hälfte der Abo-Kosten retour.

Das Programm bietet auf der Basis eines Online-Ernährungs- und Bewegungsprotokolls einen Rundum-Service für alle, die sich bewusst ernähren und dabei abnehmen möchten. Dazu gibt es auch Feedback-Meldungen. Der Markt für derartige Programme ist momentan im Aufbau begriffen. So ist sowohl in Österreich als auch in Deutschland beispielsweise auch das Abnehmprogramm "iJoule" vertreten.

Deutschland zeigt es vor

In Deutschland, wo "iJoule" im August 2010 gestartet wurde, gibt es eine Unterstützung für Versicherte von allen großen Krankenkassen. So übernehmen beispielsweise die deutschen Betriebskrankenkassen (BKK) mit 14 Prozent aller deutschen Krankenversicherten die Kosten.

In Österreich hat dieses Programm in den vergangenen Wochen auf die "mobile Welt" umgestellt, sagte Geschäftsführer Christoph Sauermann. Es gibt eine iPhone-Anwendung, eine für Android-Handys folgt in Kürze. Gespräche laufen mit der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. In Österreich sind die Leistungen der einzelnen sozialen Krankenkassen zum Teil deutlich unterschiedlich. Jede Gebietskrankenkasse und jede bundesweite Kasse regelt ihren Leistungskatalog zum Gutteil selbst. (APA)

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