Silk Road: Das Amazon für Drogen

18. Jänner 2012, 12:50
  • Im Internet floriert schon seit einem Jahr ein anonymer Marktplatz für Drogen.
    foto: apa

    Im Internet floriert schon seit einem Jahr ein anonymer Marktplatz für Drogen.

Über US-Portal werden offen illegale Substanzen angeboten - Betreiber sehen sich als Anarchisten, die gegen den Staat kämpfen

Mit dem Versand illegaler Waren über das Internet, etwa gefälschten Medikamenten, haben Ermittler schon lange zu kämpfen. Seit rund einem Jahr bietet ein US-Portal nun auch ganz offen illegale Substanzen wie Kokain, LSD und Cannabis an. Bisher von der Polizei relativ unbehelligt. Die Betreiber sehen sich als Anarchisten, die gegen den Staat kämpfen. So wurde Silk Road auch in der SOPA-Diskussion als Beispiel für die angedachten Netzsperren herangezogen.

Anonym mit Tor und Bitcoins

Wired nennt Silk Road das Amazon für Drogen - Dealer können ihre Ware anonym feilbieten, Käufer die Drogen anonym erwerben. Die Internet-Adresse ist nur über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erreichbar - weshalb Netzsperren nach SOPA/PIPA nichts ausrichten würden. Bezahlt wird mit der virtuellen P2P-Währung Bitcoin, die über "Online-Wechselstuben" gekauft und nur schwer zurückverfolgt werden kann.

Bewertungssystem

Die Anbieter stammen aus der ganzen Welt, auch aus dem deutschsprachigen Raum. Ähnlich wie bei eBay und Amazon können Kunden die Verkäufer bewerten, um falsche Angebote durch verdeckte Ermittler zu verhindern.

Keine Massenvernichtungswaffen

Das Angebot hat jedoch auch Grenzen. So werde jeder verbannt, der Betrug oder andere kriminelle Absichten im Sinn habe - etwa "Kreditkartendiebstahl, Mord oder Massenvernichtungswaffen". Die Betreiber sehen sich als Anarchisten und den Staat als primäre Quelle von "Gewalt, Unterdrückung, Diebstahl und allen Formen von Zwang", heißt es auf der Seite.

Online-Drogenhandel in Österreich minimal

Die Ware wird bei Silk Road hauptsächlich innerhalb des Landes des Verkäufers verschickt. Denn bei Inlandspost sei es nicht sehr wahrscheinlich, dass Drogenlieferungen aufgespürt würden, erklärt Oswald Wachter vom Landespolizeikommando Vorarlberg gegenüber pte. Von Silk Road habe er bislang jedoch nichts gehört. Online-Handel mit Drogen spiele in Österreich nur eine untergeordnete Rolle. (br)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 187
1 2 3 4 5
Interessantes Konzept.

Die Internet-Adresse ist nur über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erreichbar - weshalb Netzsperren nach SOPA/PIPA nichts ausrichten würden.

so kann man auch werbung für seiten machen. Silkroad ist aber nur die spitze des eisbergs der hidden services.

mich würde interessieren wie viele klicks aus österreich jetzt nach diesem artikel auf dieser seite landen.

Ist ein TOR hidden service, sprich man braucht auch TOR um auf die Seite zu kommen.

Eine Warnung allerdings: TOR ist nach Außen nicht verschlüsselt, wenn nicht von A nach B ein verschlüsseltes Protokoll verwendet wird. Das heißt, jemand der eine Exit Node betreibt, kann sämtlichen Traffic mitschneiden.

Also lieber aufpassen damit.

Na sowos, de tuan do echt Haschtablettn spritzn...

Das war vor einem jahr schon im pm...

in der Fundgrube und im Bazar auch....

Danke lieber Standard - kannte ich noch nicht!

Wenn die Seite wieder online ist werd ich mich mal umsehen.

ich wär vorsichtig an deiner stelle
die sogenannte vorratsdaten-speicherung ist bereits aktiv !

roter baron

geht sowieso nur über TOR

d.h. bei der vorratsdatenspeicherung werden nur verschlüsselte daten abgelegt. mehr stress hätte ich wegen dem versand. stark riechendes marihuana geruchsdicht zu verpacken stelle ich mir schwierig vor.

Tor Browser für Windows (keine Installation benötigt)
-> https://www.torproject.org/projects/... er.html.en

Und der Link zu Silk Road (nur übers TOR Netzwerk erreichbar)
-> http://silkroadvb5piz3r.onion

eine frage der technologie

astronautenfolie und sauber schweißen und das passt schon

Legalisiert alle Drogen und schon hat bald das Triple A wieder wenn die Arbeitslosen Zahl drastisch gesenkt wird.

ma jetzt sind wieder alle Kiffer auf dieser Seite,

weil sie die Überschrift gelesen haben ;-)

- ich hab ja nichts gegen Gras rauchen, ich finds nur ziemlich uncool - Gras ist inzwischen die Droge der pubertierenden weißen Mittelschicht, die zwanghaft versucht intellektuell und doch gleichzeitig alternativ zu sein ! Ich find den pubertierenden Normkiffer halt nur ziemlich peinlich, jene die so kiffen, dass es auch gleich jeder merkt, man muss sich schon dementsprechend kleiden, kiffen ist ja eine Lebenseinstellung, glaubt wahrscheinlich er ist ein Outlaw, aber in Wirklichkeit hab ich wahrscheinlich mit ärgern Konsequenzen zu rechnen wenn ich mim 80er durchs Ortsgebiet fahr ;-)

€ 20 für 79 km/h

das soll mir mal wer nachmachen!

Papperlapapp!! Die Droge der Zukunft ist sowieso Blubberlutsch!
http://data6.blog.de/media/963... 110_l.jpeg

prost :(

mim 80er durchs ortsgebiet ist auch potentiell gefährlicher für die umwelt als einen ofen rauchen.

jaja Kiffen is ja so kommerz und jetzt husch husch zurück ins Hipsterkörbchen!

...nur weil dich du immer verstecken hast müssen!

Was muss ich mir denn reinhaun damit ich bei dir als cool durchgehe?

einen 3meter Dildo

Warscheinlich literweise Alkohol im Wirtshaus.

Ist ja auch viel Cooler....da kann man Super seine Mitmenschen auf legale Weise belästigen (physisch und psychisch) und bringt nach nen gewissen Pegel auch noch genug Mut zusammen um auf diese bzw., falls man nicht ganz so Mutig ist, auf seine Frau zuhause einzuschlagen.

Ist ja nicht so das 95% der mutmaslichen Strafdelikte mit Alkoholkonsum zusammenhängen.

Würden all jene Gras rauchen wären die heutigen österreichischen Strafanstallten alle leer.

Sie haben auch grd eine ordentliche Tüte geraucht..

..bevor Sie diesen

Kiffen als Lebenseinstellung ...

ist schon etwas armselig ...
Ein verantwortungsvoller Umgang damit wird unseren Kindern leider nicht beigebracht wobei bestimmt 2 von 3 Jugendlichen irgendwann mal in Kontakt mit Gras und anderen Drogen kommen werden ...
da fällt mir nur Mr. Mäci von Southpark ein dessen einziges Argument ist: "Drogen sind schlecht, kay" das hat aber auch meine Generation und einige Generationen vor mir nicht vom Kiffen abgehalten!

Ein weiterer "nonsense" Beitrag der Gesellschaft

Es ist verblüffend wie eine Überschrift so schockierend wirken kann. Man wolle meinen: "Jetzt lasst uns alle SOPA bewilligen!". Das dieses Internetportal via Google - nebenbei bemerkt die Weltweit größte Suchmaschine - nicht erreichbar ist, wird hier nicht beschrieben! Einzig und allein über Wikipedia findet man einen erhofften Link der nicht funktioniert. Gut, dass die brave "Internet-Polizei" diese Seite schon längst gesperrt hat.

Also die Seite ist auf jedenfall erreichbar, verwenden sie eh einen TOR-Browser, sonst werdens nie hinkommen...

Aber trotz der Anonymität durch TOR und Bitcoin hat diese Seite eine Sicherheitslücke --> was hindert die Polizei sich dort selbst anzumelden und sich als Verkäufer auszugeben und schon bekommt man statt Drogen einen Besuch der Polizei Zuhause...

außerdem ist es wirklich gut, harte Drogen so leicht zugänglich zu machen... und wer überprüft die Ware...kann ja irgend ein Mist sein, der abgesehen von dem Wirkstoff noch 1000 andere schädliche Substanzen enthält, also genau das selbe Problem wie wenn du das Zeug bei einem Dealer kaufst...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 187
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.