Zahl der Studienanfänger konstant: 292.000 Studenten im Wintersemester 2011
Wien - Österreichs Universitäten wachsen weiter: Laut Daten des Wissenschaftsministeriums haben sich bis zum Ende der Nachfrist am 30. November rund 292.000 für das Wintersemester 2011/12 inskribiert, das entspricht einem Plus von rund drei Prozent gegenüber den endgültigen Zahlen des Vorjahres (etwa 284.000). Nach einem Rückgang von Studienanfängern im Vorjahr wird das Niveau mit rund 51.700 Neuzugelassenen heuer gehalten, und auch der befürchtete Andrang deutscher Studenten aufgrund doppelter Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen ist ausgeblieben.
26.900 Deutsche an Österreichs Unis
Die deutschen Studenten stellen derzeit 12,6 Prozent der Neuzugelassenen (6530 Personen). Das bedeutet einen Zuwachs von 11,7 Prozent im Vergleich zum Wintersemester des Vorjahres, da waren es 5845 Deutsche, die in Österreich inskribierten. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei die Universität Innsbruck (plus 220 Deutsche), gefolgt von der Technischen Universität Wien (plus 77), der Wirtschaftsuniversität Wien (plus 74) und der Universität Salzburg (plus 70). Insgesamt studieren heuer knapp 26.900 Deutsche an Österreichs Unis (Wintersemester 2010: rund 24.100).
Insgesamt deutlich mehr Studienanfänger als im Vorjahr weist die Montanuniversität Leoben auf, die einen Zuwachs von beinahe 22 Prozent verzeichnet. Auch an der Medizinischen Universität Wien (plus 16 Prozent), der Akademie der bildenden Künste Wien (plus 15) sowie der Kunstuniversität Linz (plus zehn) ist eine erhöhte Anzahl an Neuzugelassenen zu bemerken. Für Human- und Zahnmedizin gibt es zwar beschränkte Platzzahlen, allerdings werden an den Medizin-Unis auch andere Studien (etwa Pflegewissenschaften), Master- und Doktoratsstudien angeboten. An den Kunstunis gibt es Zugangsbeschränkungen, aber keine Platzbeschränkung.
Deutlich mehr Studierende an TU Wien
Das Niveau des Vorjahres unterschritten haben unterdessen die Universität für angewandte Kunst Wien (minus 25 Prozent), die Wirtschaftsuniversität Wien (minus elf Prozent) und die Medizinische Universität Graz (minus neun Prozent).
Das größte Plus bei den Gesamtstudierendenzahlen registrierte die TU Wien (plus acht Prozent), gefolgt von der Universität für Bodenkultur und der Montanuniversität Leoben (je plus fünf Prozent). Auch an den großen Unis in Wien, Graz, Innsbruck und Linz ist der Studentenstamm um rund drei bis vier Prozent gewachsen. Nicht nur weniger Studienanfänger sondern generell weniger Studierende verbucht die WU Wien (minus fast sieben Prozent). Rückgänge gab es auch an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (minus vier Prozent) sowie an den Medizinischen Unis in Graz und Innsbruck (zwischen minus ein bis drei Prozent). (APA)