Berlin - Nach dem Verlust der Top-Bonitätsnote stehen einem
Zeitungsbericht nach sämtliche Hebelpläne zur Erhöhung der Schlagkraft des
Euro-Rettungsfonds EFSF vor dem Scheitern. Jede
Hoffnung, den EFSF über einen Fremdkapitalhebel
der staatlichen Garantien auf ein Kreditvolumen von bis zu 1,5 und mehr
Billionen Euro auszuweiten, sei praktisch gestorben, berichtet die "Welt" mit Bezug auf Verhandlungskreise.
Allerdings hatte es zuletzt ohnehin nicht mehr so ausgesehen, als ob die
Pläne aufgehen würden, die Feuerkraft des Rettungsschirms über ein
Anleiheversicherungsmodell oder einen gesonderten Spezialfonds für
internationale Großanleger zu erhöhen. Dem Zeitungsbericht zufolge hofft die
Politik nun, mit dem Fonds bis zum Sommer durchzukommen. Danach werde
"hoffentlich" der dauerhafte Stabilitätsfonds ESM an den Start gehen.
Nach neun Ländern der Eurozone hatte die Ratingagentur Standard & Poor's
am Montagabend auch den Krisenfonds herabgestuft. Da die bisherigen
"AAA"-Staaten Frankreich und Österreich ihre Spitzenratings verloren hatten, war
dies bereits erwartet worden. Der EFSF hält
allerdings noch Top-Bonitätsnoten der anderen beiden führenden Agenturen Moody's
und Fitch und hatte zuletzt keinerlei Problem, kurzfristig frische Mittel bei
Investoren einzusammeln. (APA)