Herz-Kreislauf-Versagen

Herzstillstand während Marathon: Risiko liegt bei 1:100.000

18. Jänner 2012, 10:38
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    foto: reuters/mike segar

    n den USA laufen bei Marathons und Halbmarathons jährlich rund zwei Millionen Menschen.

Daten von 10,9 Millionen Teilnehmern analysiert - Männer offenbar mehr gefährdet als Frauen

Boston/Wien - Das Risiko ist gering, aber doch vorhanden: Die Häufigkeit eines Herzstillstands als akut lebensbedrohender Zwischenfall bei einem Marathonlauf liegt bei einem Fall pro 100.000 Teilnehmern. Das haben US-Experte Jonathan Kim (Kardiologie/Massachusetts General Hospital/Boston) und seine Co-Autoren in einer Studie errechnet, die im "New England Journal of Medicine" erschienen ist.

Insgesamt wurden die Daten von 10,9 Millionen Teilnehmern von Marathonläufen ausgewertet. In den USA laufen bei Marathons und Halbmarathons jährlich rund zwei Millionen Menschen. Allerdings endet das nicht in allen Fällen glimpflich:

- Insgesamt ergab sich unter den 10,9 Millionen Langzeit-Joggern ein Risiko von 0,54 Fällen eines plötzlich aufgetretenen Herzstillstands (mit einem Plötzlichen Herztod als mögliche Folge) pro 100.000.

- Bei der vollen Distanz von etwas mehr als 42 Kilometern lag das Risiko beim Doppelten - 1,01-Fälle pro 100.000 Sportlern, beim Halbmarathon nur rund bei einem Viertel (0,27 pro 100.000).

- Männer wiesen im Vergleich zu Frauen eine stark erhöhte Gefährdung durch Herz-Kreislauf-Versagen auf (0,90 Fälle pro 100.000 statt bei Frauen bloß 0,16 pro 100.000).

Mehrheit der Zwischenfälle endet tödlich

Ungefährlich ist das nicht: Von den insgesamt bei den 10,9 Millionen Sportlern aufgetretenen 59 Episoden von plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen während des Wettbewerbs endeten 42 bzw. 71 Prozent tödlich. Im Durchschnitt waren die Betroffenen (akuter Herzstillstand) 42 Jahre alt.

In den USA stieg zwischen den Jahren 2000 und 2004 bzw. 2005 bis 2010 die Häufigkeit solcher Zwischenfälle von 0,71 pro 100.000 Läufern auf 2,02 pro 100.000 deutlich an. Da in den meisten Fällen eine bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung die Ursache war, könnte das bedeuten, dass immer mehr auch vorbelastete Männer an solchen Bewerben teilnehmen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 34
1 2
brrrrrr
00
19.1.2012, 12:00
ziemlich gering

in Anbetracht wieviele Übergewichtige oder sogar Raucher an den Start gehen.

M. P.1
00
19.1.2012, 04:59

Die Wahrscheinlichkeit auf einen Lotto-Sechser ist 1 : 8.145.060. Trotzdem machen sich viele ernsthaft Hoffnungen.

Bei einem Risiko von 1 : 100.000 denkt sich dann niemand was?

°<°~~
10
19.1.2012, 09:30

Leute, die sich ernsthaft Hoffnung auf einen Lottosechser machen, sind hoffnungslos dumm.
Ein Risiko von 0,01 Promille UNTER WETTKAMPFBEDINGUNGEN ist nicht wirklich sehr hoch.

AlBundyFan
 
00
19.1.2012, 10:53
warum keine ernsthaften hoffnungen?

hoffen darf man - denn es gewinnt ja immer jemand.

und 1: 8.145.060 ist für die überwiegende mehrheit der menschen immer noch die größte chance millionär zu werden die sie haben.

°<°~~
00
19.1.2012, 11:30
Ok, das sehe ich ein.

Da habe ich wohl übers Ziel geschossen. Dumm ist das falsche Wort, arm wäre besser. Oder verzweifelt.

metall81
00
20.1.2012, 08:24
Verzweiflung bezeichnet...

...die Abwesenheit von Hoffnung, ist also auch nicht das richtige Wort.

adal1
02
18.1.2012, 23:05
Im Gegensatz

zu "SPASS" wie Rauchen und Saufen: Laufen ist Genuss.

Und wär mir ein Gesundheitsrisiko (an das ich aber nicht glaube) durchaus wert. Und weil mir der Genuss einfach nicht lang genug dauert, werd ich auch 2012 wieder 2-3 davon machen, aber nach 3,8km Schwimmen und 180 km Radfahren. Und freu mich nach 16 davon auf die Nummern 17, 18 ... Ich nehme an, es gibt eine Statistik, dass meine Knie und mein Rücken weh tun, nur die wissen nix davon. Gut so :-)

Und werde mir dann wieder einmal von übergewichtigen Rauchern und Trinkern anhören, wie hoch riskant ich doch lebe.

Naphtali
00
19.1.2012, 09:35

Gratuliere!

Ihre Aktivitäten und der dazu notwendige Trainingsumfang lassen darauf schließen, dass Sie

1. Profi sind oder
2. sehr viel Tagesfreizeit und keine Familie haben.

Meine rebelliert nämlich schon beim "simplen" Marathontraining, an einen Tria wage ich im Traum nicht zu denken.

°<°~~
00
19.1.2012, 09:34

Naja, ihr Programm ist aber auch nicht mehr auf der Empfehlungsliste der WHO. Sie sind halt ein Junkie, ein "guter", wenn sie so wollen ;-)
Trotzdem bewundernswert.

OGHaha
10
18.1.2012, 22:12
Meine Forschungen haben auch schon ergeben: Sport ist höchst ungesund.

Da bleib ich lieber auf meinem Sofa...

alexS2011
00
18.1.2012, 20:29

Wie hoch ist denn die Herzstillstandrate bei 100.000 Nicht-Marthonlauefern??

Scherzerl
00
20.1.2012, 22:42

Super Kommentar

MIP1
00
19.1.2012, 11:42

Über die ganze Bevölkerung gerechnet gibt es in Österreich pro Jahr etwa 33.000 Sterbefälle durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Das sind ungefähr 415 pro 100.000, pro 4 Stunden daher knapp 0,19.

In der Altersgruppe von 15 bis 60 (ungefähr die Marathon-Zielgruppe) sind es pro Jahr und 100.000 etwa 29 Fälle, pro 4 Stunden ungefähr 0,013.

In der Altersgruppe 70-80 ist das Risiko pro 4 Stunden 0,45 Fälle pro 100.000, in der Altersgruppe über 80 pro 4 Stunden 3,6 Fälle pro 100.000.

alexS2011
00
19.1.2012, 12:27

Danke für diese sehr hilfreiche Information. Woher habe sie diese Daten? Bin selber Marathonläufer und trainiere für den wiener Lauf.

MIP1
00
23.1.2012, 12:36

Die Daten sind aus dem Statistischen Jahrbuch. Da gibt es auch eine digitale Ausgabe, sodaß man die Daten gleich übernehmen und weiterrechnen kann.

°<°~~
00
19.1.2012, 09:32

.. unter Wettkampfbedingungen knapp über 100%!!

sociovation
00
18.1.2012, 20:20
Also sterbe ich bei 4.200.000 km Laufen genau ein Mal

Immer wieder lustig, diese Statistiken...

M. P.1
00
19.1.2012, 04:59
Was lernen wir daraus?

M. P.1
01
19.1.2012, 05:02
... sicherheitshalber lieber alles mit dem Auto fahren!

GE
00
18.1.2012, 23:05

interessante Beobachtung. Wo 1:100 000 gar nicht so wenig wäre... passt also nix zusammen

Mann40
01
18.1.2012, 17:38

meiner Meinung nach ist Marathonlaufen nur bedingt gesund, man muss schon sehr gut trainiert sein, um die Gelenks- und Körperbelastung einfach so wegstecken zu können.

Kürzere Distanzen empfehlen sich wesentlich mehr für die Gesundheit.

linkischergutmensch
00
19.1.2012, 12:51

kniebandagen und etwas durchbeissen...dann geht das auch so!!

Mann40
00
19.1.2012, 14:29

naja, das ist dann aber weit weg von gesund ;-)

Art Vandalay
41
18.1.2012, 16:36

1:100.000 ist doch nichts.

Das bedeutet man muesste 45 Jahre (!) ununterbrochen Tag und Nacht Marathon laufen um dann im Mittel 1 Herzstillstand zu erleiden (bei einem Laufer mit einer Marathonzeit von 4h)

krikri
00
18.1.2012, 23:22

ja aber dann dürfen nur sie laufen und niemand sonst damit die statistik aufgeht....wenn wer zweiter läuft erleiden sie den herzstillstand schon nach 22,5 jahren.

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