Vorwurf

Google nach Sabotage an OpenStreetMap in der Kritik

Zsolt Wilhelm, 18. Jänner 2012 10:49
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    Foto: reuters/yiorgos karahalis

    Google weist Schuld von sich. Sabotageakte widersprächen der Unternehmensrichtlinie

Konzern weist Vorwürfe zurück - Vertragspartner hätten auf eigene Faust gehandelt

Sprecher des Open-Source-Kartendienstes OpenStreetMap (OSM) berichteten vergangenen Dienstag, dass Nutzer einer indischen Google-IP-Adresse das Projekt sabotiert hätten. Die Vandalen hätten Daten verschoben und gelöscht und dabei kleine, aber gemeine Änderungen vorgenommen. Beispielsweise hätten sie Richtungspfeile für Einbahnstraßen umgedreht.

Bestätigt, aber

Gegenüber US-Medien bestätigte Google mittlerweile den Vorfall. Demnach hätten nicht Angestellte, sondern zwei Vertragspartner auf eigene Faust agiert und etwa 20 schädigende Eingriffe in OSM vorgenommen. In einem Blog der OSM-Betreiber war noch von tausenden Änderungen die Rede. Google habe den Vertrag mit den Verantwortlichen daraufhin gekündigt. Die beiden Männer hätten klar gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen.

Nicht der erste Fall

Unangenehm für Google ist, dass es bereits der zweite Sabotageakt aus den eigenen Reihen innerhalb kürzester Zeit ist. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Google Kenya-Mitarbeiter die Datenbank der lokal größten Job-Börse Mocality schädigten und Kundendaten stahlen. Google bestätigte auch diesen Zwischenfall, betonte allerdings, dass ein kleines Team dafür verantwortlich gewesen sei und nicht auf Googles Geheiß gehandelt habe.

Zweifel

Während ein Teil der OSM-Sprecher die Vorfälle miteinander in Zusammenhang bringen wollen, gibt es innerhalb des Teams auch Kritik an den Vorwürfen. So zweifelt ein OSM-Administrator etwa öffentlich an, dass Google die Schuld zugeschoben werden sollte. Der Bericht sei "schwer unverantwortlich und unangebracht". Es gäbe keinerlei Beweise, dass die Vandalen auf Googles Anweisung gehandelt hätten.

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Posting 1 bis 25 von 56
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Elettra
20.01.2012 12:49
durch Google bereits tausende Lesezugriff

Nun ich habe keinesfalls etwas dagegen wenn sich Google Maps Administratoren auf openstreetmap zwecks besserer Daten informieren, sofern dies in kontruktiver Art geschieht gewinnt dadurch auch Openstreetmap.

Elettra
20.01.2012 13:02
e

Chopinista
19.01.2012 16:36
Sicher reiner Zufall.

Googlemitarbeiter haben strenge Richtlinien zu befolgen und würden es niemals riskieren, andere Maps zu kopieren. Bei Google Maps gibt es seit letztem Jahr die Möglichkeit, ein "Problem zu melden". So werden die Daten aktualisiert.

°°__°°
23.01.2012 06:54

Klar, und morgen um 6 geht wieder der regenbogen auf.

Hagbard.Celine
19.01.2012 14:17
Dass Google etwas mit OSM anstellt,

vermute ich schon länger. Interessant ist, dass ich meinen Heimatort im August beinhae vollständig eingezeichnet habe und einige Woche später hat urplötzlich auch Google Maps viele Infos aktualisiert.

Konnte noch jemand sowas beobachten?

silwol
22.01.2012 17:38

Ich könnte es nicht 100%ig bestätigen, aber generell habe ich den Eindruck, dass sowohl bei Google als auch bei anderen Kartendatenanbietern in den Regionen besseres Material gibt, wo OpenStreetMap hochwertige Daten bietet.

Gerhard Straganz
19.01.2012 10:53
don't be evil

lol

yomellamo
19.01.2012 09:10
google haette kaum was davon

OSM zu sabotieren und hier und dort bei fuenf strassen die einbahn umzudrehen.

opryde
19.01.2012 11:38

doch: das projekt gerät in verruf, user und devs wenden sich davon ab und die chance ist groß, dass sie sich gmaps zuwenden.

Deserteur
18.01.2012 20:29
Googles wahres Gesicht zeigt sich schon allein durch das aggressive Expansionsstreben...

...noch dazu bei der ohnehin schon bestehenden Größe!
Die Google-Jünger handelten sicher nicht im Auftrag Googles, aber - ungeschickt ausgeführt - in vorauseilendem Gehorsam im Sinne Googles...

Meolin
19.01.2012 17:00
Soweit ich das mitbekomme

nutzen User Google Dienste freiwillig...

M. P.1
19.01.2012 05:20

Selten liegen Wahrheit und Trollen so eng beisammen.

Po Polos
18.01.2012 19:41

Vor einiger Zeit war es doch umgekehrt.
Die OSMler haben doch glatt absichtlich Fehler in die eigenen Maps eingebaut, damit Google falsche Daten zum kopieren bekommt.

monoton
19.01.2012 09:28

das macht jeder hersteller von karten um kopierer damit überführen zu können

Michael Bakunin
19.01.2012 10:20

nein, das wäre bei OSM eine sinnlose handlung. denn das kopieren der OSM-daten ist ja legal.
und abzeihnen darf ich andere karten auch.

Hagbard.Celine
20.01.2012 09:35

Abzeichnen ist je nach Lizenz/Nutzungsbedingungen nicht erlaubt. Abgeleitetes Werk.

Hagbard.Celine
19.01.2012 14:18

Das kopieren der Karten ist legal, wenn Google einen Hinweis auf OSM einblenden würde.

Tun sie aber afaik nicht.

ToMaKa
18.01.2012 17:48
Langsam sollte es auch dem loyalsten gSheep dämmern:

"Don't be evil" war genauso ein Marketingschmäh wie "Der weiße Riese wäscht weißer als weiß" oder "Dann klappts auch mit dem Nachbarn".

das ende ist nah
18.01.2012 13:48

wer sabotiert bingmaps? das findet nichtmal wien...vienna.

Deserteur
19.01.2012 19:36

Bio-Obst schmeckt auch nicht so umwerfend und ich kaufe es trotzdem...;)

das ende ist nah
18.01.2012 16:31

wer gibt mir da rot? es stimmt ja, try it.

Meolin
19.01.2012 17:01
Ach das waren sicher diese

Microsoft Austria Heinis die zu viel hier im Forum verbringen. BING ist sowas von megaschrottigst

Michael Bakunin
19.01.2012 08:43
Blödsinn!

Natürlich findet man Wien auf Bing maps. Sowohl als Wien als auch als Vienna.
Wo hast du dabei ein Problem?

Deserteur
19.01.2012 19:44

Die haben alle ein Problem... das sind Störungen, Fälle für die Psychiatrie...!
...muss auch einmal gesagt werden dürfen...;)

mwi724
18.01.2012 12:37
Revanchefoul ?

Bei "Google maps" gibt's in Wien zwei "Wiener Straßen".
Eine taucht in der Suche nähe Hadikgasse auf, eine zweite in der Vergrößerung beim Konzerthaus (unterbricht die Lothringerstraße).
Frag mich, wie die da wohl reingekommen sind ;-)

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