"Zusätzliche Arbeiten" an "Dragon"-Kapsel nötig, um "Sicherheit und Erfolgschancen" zu verbessern
Washington - Das Unternehmen SpaceX kann seinen ambitionierten Zeitplan nicht einhalten: Eigentlich hätte Ende Februar ein erster Testflug der unbemannten Raumkapsel "Dragon" zur Internationalen
Raumstation (ISS) stattfinden sollen, doch der Start wurde vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Die im US-Bundesstaat
Kalifornien ansässige Firma erklärte am Dienstag, dass in einigen
Bereichen "zusätzliche Arbeiten" notwendig seien, um "Sicherheit und
Erfolgschancen" der Mission zu verbessern. Die "Dragon"-Kapsel soll als erstes
privates Raumschiff an der ISS andocken. Bereits einen Starttermin Ende November
hatte SpaceX nicht einhalten können.
Shuttle-Ersatz
SpaceX (Space Exploration Technologies) ist eines der Unternehmen, die von
der US-Raumfahrtbehörde NASA finanzielle Zuwendungen erhalten, um Lieferungen
und später Astronauten zur ISS zu befördern. Im Dezember 2010 hatte das
kalifornische Unternehmen in einem Pilotversuch erfolgreich eine Raumkapsel ins
All geschossen und wieder zur Erde gebracht. Die "Dragon"-Kapsel könnte die
außer Dienst gestellten Space Shuttles für Flüge zur Raumstation ISS ersetzen.
Mit der Rückkehr der "Atlantis" auf die Erde war im Juli nach drei Jahrzehnten
das Shuttle-Programm zu Ende gegangen. (APA, red)