Wiener Beamtenpensionen

Rotes Tuch für Häupl

Kommentar | Bettina Fernsebner-Kokert, 17. Jänner 2012, 21:17

Es ist unverständlich, dass der Wiener Bürgermeister an der großzügigen Übergangsregelung für seine rote Beamtenschaft festhält

Der Wiener Bürgermeister ist ein machtbewusster Mann, der seine Meinung ungeniert kundtut. Standard & Poor's stuft Österreich herab? Um zu wissen, dass gespart werden muss, hätte man keine Ratingagentur gebraucht, tönt Häupl. Alle Bundesländer außer Kärnten und Wien haben längst das Pensionssystem für ihre Beamten an die Bundesregelung angepasst? An der Übergangsregelung bis 2042 werde keiner herumpfuschen, lässt der Bürgermeister gereizt ausrichten.

Wien steht - im Gegensatz zu anderen - finanziell nicht mit dem Rücken zur Wand, das stimmt schon. Und es ist natürlich löblich und notwendig, dass Häupl nun mit seinem niederösterreichischen Amtskollegen Erwin Pröll nach Doppelgleisigkeiten bei Förderungen fahndet. Doch auch im Wiener Rathaus muss überall nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht werden. Trotz Anpassung der Pensionregelung ist in keinem der sieben anderen Bundesländer bis Redaktionsschluss die Verwaltung zusammengebrochen.

Es ist völlig unverständlich, dass Häupl auf Kosten der Wiener Steuerzahler weiter an der großzügigen Übergangsregelung für seine rote Beamtenschaft festhält. Noch dazu, wo sich Wien laut Rechnungshof damit 350 Millionen Euro entgehen lässt. Und die Pensionsreform hätte noch einen weiteren positiven Effekt: Die kräftigen Gebührenerhöhungen für alle Wiener wären glaubhafter argumentierbar. (DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
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fanta
10
18.1.2012, 18:27

Häupl und Pröll hätten auch in Griechenland wunderbar Karriere gemacht - der Steuerzahler dankt! Und das nächste mal erhöhen wir die Gebühren in Wien halt noch stärker, macht ja nix, irgenwer muss die Party ja finanzieren!

Briefmarkenkleber
01
18.1.2012, 16:02
Und wie schauen die Regelungen konkret aus?

Das sind Mutmaßungen Ahnungsloser. Wirtschaftt und der Sandart, pffff.

dhl
02
18.1.2012, 15:42
Wien hat als Land, Stadt und Gemeinde eine

gemeinsame Verwaltung.

Und es gibt - einzigartig für Bundesländer und Gemeinden- kaum Extra-Agrarförderung.

Wahrscheinlich können die sich deshalb das leisten.

max ritz
01
18.1.2012, 18:01
kaum Extra-Agrarförderung

hier irren Sie gewaltig, mehr als 200 Betriebe/Institutionen erhalten Agrarförderung http://www.transparenzdatenbank.at/trans/see... rough?init

Selbstbedienungsladen Österreich
02
18.1.2012, 14:39
An der Übergangsregelung bis 2042 werde keiner herumpfuschen

wahnsinn, eh nur noch 30 Jahre !!

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
10
18.1.2012, 15:35
Wiener Steuerzahler?

Finanzausgleich?
Die Kommunalsteuer sollen sie von mir aus zum Fenster rauswerfen, wer seinen Firmensitz mit Mitarbeitern unbedingt in Wien haben will soll dafür Buße tun und halt die Pankahyttn mitfinanzieren.
Aber beim Rest zahlen ja alle anderen mit! Michi und Erwin sollten sich schämen, wobei der Erwin wenigstens kein Gemeindekörberlgeld hat, dass er veruntreuen könnte...

Der Klose
10
18.1.2012, 14:21
wos war sei Leistung??

Diese und andere um diesen Typen herum lachen sichn ins Fäustchen, wenn sie sehen wie die, die Leistung auf den vielen verschiedenen Ebenen entsprechender Ausbildungen (Arbeiter, Angestellte, Diplom od. Akademiker) erbringen, sich anfangen neidisch und mißtrauensvoll abzusprechen deren Berechtigung und überall Ungerechtes erkennen - nur nicht dort wo Steuern hiterzogen, Gewinne versteckt oder Provisionen nach einem Golfspiel vereinbart werden. Wobei gute Manager ihr Gehalt auch Wert sein müssen. Und das soll und ist auch gerecht, wenn es ein vielfaches von Meinem ist. Sie würden es durch Rechtfertigung des ihnen vorausgezahlten Vertrauen verdienen! Das ist eine Basis für Gehasltsansätze bei entsprechenden Aufträgen.

Der Klose
00
19.1.2012, 10:12
UNKLAR? -

Ich möchte sagen, dass Gehälter und auch Pensionen entsprechen.müssen. Den Ausbildungen u. Den Aufgaben entsprechend. Aber wenn nur der Umsatz und Gewinn herangezogen wird, dann werden immer nur die Ellbogen die Höhe des Einkommens bestimmen.

Snoopy47
10
18.1.2012, 14:06
Wie lange müssen wir uns das gefallen lassen?

So lange Häupl oder Häupl/Vassilakou im Amt sind und Gebühren erhöhen können wie sie wollen bleiben für uns nur die sauren Apfel.

monkeyboy
11
18.1.2012, 12:43
Warum auf Kosten der Wiener Steuerzahler?

Seit wann heben denn Bundesländer Steuern ein? Die Länder finanzieren sich hauptsächlich über den Finanzausgleich, dh. alle österreichischen Steuerzahler zahlen für die wiener und kärntner Beamtenpensionen. Genauso wie alle Sozialversicherten über den Defizitausgleich die im Vergleich großzügigen Leistungen der Wr. Gebietskrankenkasse finanzieren!

Ceterum censeo: alle österreichischen Bundesländer gehören mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Jede Partei hat zwar damit weniger Posten zu besetzen, aber die dadurch möglichen Einsparungen und Steuersenkungen werden alle ÖsterreicherInnen begrüßen!

reddie
 
00
18.1.2012, 11:51
Beachtlich!

Das schlägt sogar die Übergangsfrist bei der Kastenstandhaltung für Schweine (2033) deutlich. Respekt!

austromir
 
02
18.1.2012, 09:03
Vielleicht könnte man auch erfahren,

wie die Wiener Beamtenpensionsregelungen ausschauen. Nicht alle standard-LeserInnen sind Landesbeamte.

Kritiker1A
10
18.1.2012, 08:51
Da das Verhalten grob fahrlässig ist, müßte man von den Politikern und deren Parteien die 350 Millionen als Schadensersatz fordern.

Also liebe Wiener verklagt dieses Gesindel.

Titus Petronius
00
18.1.2012, 01:55
In Wien ist alles in bester Ordnung

http://www.youtube.com/watch?v=9kueSUDl6VA

Moneymaker
14
18.1.2012, 00:23
Part of the game: treue Wählergruppen werden belohnt.

Pierre d´Aubusson
11
17.1.2012, 23:38

Also, ich kenn das andersherum.
Da habe ich voreinigen Wochen einen Psoter gefragt, wie er bei Frühpensionen auf Maximalabschläge von 13% (ca.) kommt und die mir kompetent erscheinende Antwort lautete, daß sich das so aus dem ASVG ergäbe und 3x 4,xx% wären... etc.

Was sind gegen die 13% Abschläge für ASVG-Pensionen schon die 18% bei den Wiener Gemeindebeamten?

Sowas sollte für einen anständigen Sozialdemokraten wahrlich ein rotes Tuch sein, odr?
(Hat aber eh mein spezieller Freund, der Hundi ausgearbeitet als er noch "Gewerkschafter", also Arbeitgebervertreter war...)

Pierre d´Aubusson
20
17.1.2012, 23:42
Habs gefunden:

http://derstandard.at/plink/132... 8/24244252

Und was sagt der Kommentar dazu?
Is ja tatsächlich ein rotes Tuch, odr?

Alfred Zopf
11
18.1.2012, 07:03

Ab 2022 gibts keine Deckelung mehr, ab dann gilt im ASVG 45 Jahre Durchrechnung (1,78% pro Jahr), wo ist da eine Benachteiligung bei den Beamten zum ASVG ?

Pierre d´Aubusson
01
18.1.2012, 07:43

Und die Jahre zwischen 2005 und 2022 finden nicht statt?
Aber trotzdem schön, wenn Sie bestätigen, daß 2022 die Besserstellung des ASVG aufgehoben sein wird. Daß es bis dahin noch 10 Jahre sind...

Alfred Zopf
11
18.1.2012, 11:20

Antwort siehe unten, tja wie im ASVG wirds auch in Wien in naher Zukunft einige Änderungen geben, es hilft ihnen nichts, die Abwehrstrategien sind in Kürze Geschichte, sie werden sehen !

Alfred Zopf
02
18.1.2012, 07:09

Pardon, ich habe natürlich vergessen, dass vor 2005 die Jahre davor anteilsmäßig noch nach Pension alt gerechnet werden, die Frage ist jedoch dass auch dieses Zuckerl vermutlich im ASVG abgeschafft wird, weil ja bekanntlich im ASVG der Vertrauensschutz nichts gilt laut Höchrichterlichen Bescheid (2004).

Edmund der Fröhliche
42
17.1.2012, 23:18
Was heißt auf Kosten der Wiener Steuerzahler. Ganz Österreich kann den Häupl Wohlfühlstadtstaat finanzieren.

Selbst die Wiener GKK erbringt die höchsten satzungsgemäßen Leistungen bei einer schlechten Einnahmestruktur. Und wenn ein paar Wiener sich unwohl fühlen, wird halt eine neue U-Bahn gebaut und ein weiteres Stadion.

onlooker
00
18.1.2012, 11:58
ja, wenn man nicht die probleme einer grossstadrt sollte man nicht posten,

na dan n wird halt eine neue u-bahn gebaut, in ihrer einfältigkeit, kann man ja morgen mit einer neuen u-bahn beginnen, ich bin sicher nicht immer sehr zufrieden, aber gerade die u-bahnen die trams und auch die busse sind ganz super, diese ulfs sind eine grosse erleichterung für jungen mütter mit kinderwagen, die sie nicht mehr hinaufheben müssen, aber davon verstehen sie nichts, hauptsache man kann wien beschmutzen

Edmund der Fröhliche
00
18.1.2012, 16:39
Das glaube ich schon, dass das alles toll ist. Aber wir Provinzler hätten hie und da auch ganz gerne eine U-Bahn, S-Bahn und dergleichen. Aber ab St.Pölten schwächen die Geldflüsse ab.

onlooker
00
18.1.2012, 20:18
nun da sehr viele "provinzler" in wien, arbeiten, zeigen die grossen pendlerzahlen,

die des öfteren enorme staus hervor rufen, wenn sie hinter den bergen, bei den sieben zwergen wohnen, kann ich ihren neidkomplex schon verstehen, nur österreich sollte eine einheit sein, sie aber nicht ins lächerliche ziehen, sie sollten sich aber über ihre tiefgeistigen postings schämen, aber bei den sieben zwergeln gelten eben niederere geistige werte als im übrigen österreich, anscheinend hat sie die natur etwas benachteiligt, sie armer

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