Lage schärfer

Volksbanken fehlen Dividenden von der ÖVAG

17. Jänner 2012, 18:48

Wien - Die Hälfte der Volksbanken soll laut "Kurier" 2011 nur unter Mühen bilanzieren können. Es fehlen Dividenden ihres Spitzeninstituts ÖAG, zum vierten Mal in Folge - und der Wert ihrer ÖVAG-Beteiligung ist weiter gesunken. Die Wirtschaftsprüfer hätten vorsorglich "eine Verschärfung der Risikolage" bei der Finanzmarktaufsicht gemeldet, schreibt das Blatt.

Zu einem Bericht gab es am Dienstagabend ein Dementi von den Volksbankern. "Keine Volksbank hat Probleme mit der Bilanzierung 2011", sagte ein Sprecher.

Stärkerer Volksbanken-Verbund

Mit heutigem Ministerratsbeschluss für eine Novelle zum Bankwesengesetz (BWG) wird dem Sektor ein angestrebter stärkerer Volksbanken-Verbund möglich, womit die Volksbanken AG (ÖVAG) Eigenkapital der regionalen Volksbanken in ihrer Bilanz anrechnen kann. Die regionalen Volksbanken aber müssen eine Haftung für die ÖVAG übernehmen, was nach Medieninformationen einigen missfällt.

Ein ÖVAG-Sprecher nannte am Abend den jetzigen Ministerratsbeschluss als wichtige gesetzliche Grundlage und Basis für die Ausformulierung des neuen Verbund. Man arbeite intensiv an den konkreten Details.

Ohne Einigung stünden die Volksbanken allerdings vor der Zerreißprobe, heißt es im Bericht. Denn die ÖVAG werde früher oder später frisches Geld brauchen. Die Republik, die dem Institut im April 2009 mit einer Milliarde Euro (Partizipationskapital) ausgeholfen hat, will nicht nochmals Geld hineinpumpen. Nach einem engeren Zusammenrücken könnte, so heißt es, zu einem späteren Zeitpunkt Geld fließen - oder zumindest die Milliarde Staatsgeld in eine Beteiligung umgewandelt werden. Eine solche Verstaatlichung fürchten die Volksbanker aber und hoffen laut "Kurier" auf die schützende Hand der Nationalbank (OeNB). Diese hat für ihre Mitarbeiter eigene Spar- und Kreditvereine, diese gehörten zum Volksbanken-Sektor und an dessen Bestand wäre die Notenbank wohl auch aus Eigennutz interessiert.

Für die zum Verkauf stehende Immobiliensparte der ÖVAG interessiert sich der Zeitung zufolge die Immofinanz. Es habe aber noch keine Kontakte gegeben. (APA)

habsi
00
18.1.2012, 08:18
Endlich wieder News zur ÖVAG

hab schon gedacht es ist alles gelaufen. Nochmals an alle Entscheidungsträger: bitte sperrt den Laden zu, denn er wird auf Dauer nicht finanzierbar sein.

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