Erhöhung

Der Jammer mit der Spritsteuer

17. Jänner 2012, 18:10

Kammer bezweifelt positiven Effekt für das Budget

Wien - Branchenvertreter sprechen sich gegen eine weitere Erhöhung der Mineralölsteuer aus. "Eine zu hohe Abgabe wirkt sich negativ auf die Staatseinnahmen aus", sagt Transportwissenschafter Sebastian Kummer (WU Wien) bei der Vorlage einer Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer.

Die Mehreinnahmen liegen laut Kummers Berechnungen bei 191 Millionen Euro. Gedämpft werde das Aufkommen jedoch durch geringere Umsatzsteuereinnahmen, Insolvenzen und das zur Kompensation beschlossene Pendlerpauschale. In erster Linie ging aber die verkaufte Spritmenge zurück, weil die Preisdifferenz schrumpft und weniger Frächter an inländischen Zapfsäulen tankten.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) widerspricht dieser Darstellung und sieht eine höhere Besteuerung von Treibstoffen als ökologisch sinnvoll und notwendig an. "Die Einnahmen aus der Mineralölsteuer haben sich im Vergleich zu 2010 um elf Prozent erhöht", rechnete Christian Gratzer vom VCÖ vor. Er fordert eine weitere Anhebung der Mineralölsteuer und eine Harmonisierung auf EU-Ebene, um Ausweicheffekte zu vermindern.

Durch den geringeren Treibstoffverbrauch verringern sich jedenfalls Österreichs Kioto-Strafzahlungen. Der tatsächliche ökologische Effekt hängt allerdings von den europaweiten Emissionen ab. (difk, DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2012)

mike sierra
00
17.1.2012, 23:29

laut Wikipedia
3,8 Mrd aus MÖST (lt BMF 2010: 3,85 Mrd)
25% aus Tanktourismus

Also wir zahlen Kioto-Strafe mit Tanktourismus eines Jahres?

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