Rechtsaußen-Abgeordnete schüttete arabischem Kollegen Wasser ins Gesicht, ein anderer konterte mit Spottreim
Jerusalem - Achmed Tibi, ein arabischer Abgeordneter im
israelischen Parlament, ist wegen eines Spottgedichts über seine
Kollegin Anastasia Michaeli für eine Woche von den Sitzungen
ausgeschlossen worden. Der Abgeordnete hatte sich am Dienstag mit den
Versen im Parlament dafür revanchieren wollen, dass Michaeli von der
ultrarechten Partei "Israel Beitenu" (Unser Haus Israel) seinem
ebenfalls arabischen Kollegen Raled Majadele bei einer Sitzung der
Knesset ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet hatte.
"Anastasia, die durchgedreht ist, schüttete Wasser auf ihren
Kollegen, und so will ich das Baby denn beim Namen nennen: ein Glas
Wahnsinn", reimte Tibi in seinem auf Hebräisch vorgetragenen Gedicht.
Allerdings erinnern die beiden letzten Wörter im Arabischen an eine
sehr viel derbere Bezeichnung für Frauen. Einziger Trost für den
suspendierten Dichter: Michaeli wurde wegen ihrer Wasserattacke für
einen ganzen Monat ausgeschlossen. Bei Abstimmungen dürfen aber beide
zur Teilnahme kurz in den Sitzungssaal. (APA)