Weiter Proteste nach Abriss eines Caritas-Zentrums

17. Jänner 2012, 16:24

Katholiken werden bei Demonstrationen in Lahore von anderen Christen und Parteienvertreten unterstützt

Islamabad - Nach dem offenbar widerrechtlichen Abriss eines Caritas-Zentrums in der pakistanischen Metropole Lahore halten die Proteste an. Am gestrigen Montag nahmen nach Caritas-Angaben rund 2.000 Menschen an einer von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (Iustitia et Pax, NCJP) der katholischen Bischofskonferenz organisierten Demonstration gegen das Vorgehen der Regierung der Provinz Punjab in dem Fall teil, wie Kathpress meldet. Die Proteste werden von einer immer breiteren Basis unterstützt, der neben Caritas- und Kirchenvertretern auch andere christliche sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Vertreter verschiedener Parteien angehören.

Der im 19. Jahrhundert errichtete Gebäudekomplex, in dem zuletzt eine Näherei und eine Kapelle untergebracht waren, war in der Vorwoche von Baggern unter Polizeischutz zerstört worden. Der Abriss sei durchgeführt worden, um das Grundstück von illegalen Bewohnern zu räumen, hieß es. In dem Gebäude lebten zuletzt drei katholische Familien.

Die katholische Kirche hat inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Eigentumsrechte an dem Grundstück geltend zu machen. Die Regierung der Provinz Punjab bestätigte unterdessen am 15. Jänner, dass das Land wieder an die Kirche zurückgegeben werde. NCJP-Vertreter zeigten sich optimistisch, dass das laufende Gerichtsverfahren eingestellt werden kann und das Grundstück damit wieder rechtmäßig in den Besitz der Kirche zurückgeht. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.