Katholiken werden bei Demonstrationen in Lahore von anderen Christen und Parteienvertreten unterstützt
Islamabad - Nach dem offenbar widerrechtlichen Abriss eines
Caritas-Zentrums in der pakistanischen Metropole Lahore halten die
Proteste an. Am gestrigen Montag nahmen nach Caritas-Angaben rund
2.000 Menschen an einer von der Kommission für Gerechtigkeit und
Frieden (Iustitia et Pax, NCJP) der katholischen Bischofskonferenz
organisierten Demonstration gegen das Vorgehen der Regierung der
Provinz Punjab in dem Fall teil, wie Kathpress meldet. Die Proteste
werden von einer immer breiteren Basis unterstützt, der neben
Caritas- und Kirchenvertretern auch andere christliche sowie
zivilgesellschaftliche Organisationen und Vertreter verschiedener
Parteien angehören.
Der im 19. Jahrhundert errichtete Gebäudekomplex, in dem zuletzt
eine Näherei und eine Kapelle untergebracht waren, war in der
Vorwoche von Baggern unter Polizeischutz zerstört worden. Der Abriss
sei durchgeführt worden, um das Grundstück von illegalen Bewohnern zu
räumen, hieß es. In dem Gebäude lebten zuletzt drei katholische
Familien.
Die katholische Kirche hat inzwischen rechtliche Schritte
eingeleitet, um ihre Eigentumsrechte an dem Grundstück geltend zu
machen. Die Regierung der Provinz Punjab bestätigte unterdessen am
15. Jänner, dass das Land wieder an die Kirche zurückgegeben werde.
NCJP-Vertreter zeigten sich optimistisch, dass das laufende
Gerichtsverfahren eingestellt werden kann und das Grundstück damit
wieder rechtmäßig in den Besitz der Kirche zurückgeht. (APA)