Europa-Vergleich

Antipathie gegen Migranten nahm in Österreich stark zu

17. Jänner 2012, 18:43

Umfrage prüfte, wen Menschen sich nicht als Nachbarn wünschen

Laut der sogenannten "Europäischen Wertestudie", in deren Verlauf 67.774 Personen in 45 Ländern befragt wurden, hegen Österreicher große Antipathie gegen MigrantInnen: In keinem anderen Land sagten so viele Menschen, sie würden sich "MigrantInnen nicht als Nachbarn wünschen" wie in Österreich. Unter MigrantInnen wurden in der Studie "Menschen anderer Hautfarbe, Muslime und Zuwanderer" verstanden. Hinter Österreich folgen Italien, Finnland und die Niederlande.

Starke Zunahme

Auffallend ist laut den Studienautoren Sieglinde Rosenberger und Gilg Seeber, dass die Antipathie gegenüber MigrantInnen im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 in Österreich am stärksten zugenommen habe. 1999 lag Österreich noch im Mittelfeld der "Antipathielandschaft". Besonders deutlich wurde die negative Einstellung gegenüber Ausländern im Jahr 2008.

Aber auch die Ablehnung gegenüber Minderheiten und Randgruppen ist in Österreich sehr hoch: Bei der Frage nach der negativen Einstellung zu "MigrantInnen, Juden und Romani" liegt Österreich an zweiter Stelle.

MuslimInnen als Nachbarn unerwünscht

Die StudienautorInnen stellen für Österreich auch eine hohe Unerwünschtheit von MuslimInnen als Nachbarn fest. Österreich liegt demnach auf Rang acht. In Frankreich ist dieser Wert - trotz Kopftuch- und Burkadebatten - niedrig.

Was die Ursachen dafür seien? Rosenberger und Seeber ziehen den Schluss, dass "die Politisierung durch Parteien und Medien ein wichtiger Erklärungsfaktor sein dürfte", heißt es in der Wertestudie-Publikation. (red, derStandard.at, 17.1.2012, geändert am 18.1.2012)

Kommentar posten
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Amanda Gallas
02
30.3.2012, 14:21
Antiphatie

Wollte letzte Woche mit einer Begleitung in ein Afganisches Cafe in der Menzelgasse gehen. Schon an der Tür wurden wir veranlasst zu gehen. Als wir wissen wollten warum wir gehen müssen, meinte der Kellner: "Das is ein Afganisches Cafe, steht doch an der Türe..."
Wir haben uns dann beide kopfschütteln in ein anderes Cafe gesetzt.

Aaron Herzfeld
20
27.3.2012, 13:44

zudem: seit jeher bestehende, weit verbreitete
ressentiments sind das eine; diese auch noch zu
schüren und menschen aufzuhetzen, wie es die fpö
ständig betreibt, ist das andere. das resultat ist alles
andere als überraschend.

Aaron Herzfeld
42
25.1.2012, 17:13

die hauptursache dafür ist eine tiefsitzende angst und ablehnung alles "fremden", die in österreich weit
verbreitet ist. banale alltagsprobleme des zusammenlebens, die mit gutem willen und geduld
definitiv zu lösen wären, werden je nach konfliktauslöser, ob "österreicher" oder nicht, unterschiedlich bewertet und zum anlass genommen, seinen - bereits bestehenden! - ressentiments freien lauf zu lassen. das ist eine frage der mentalität! dass politische parteien diese verbreitete stimmung/tendenz in der bevölkerung aufgreifen, ist nur die logische folge daraus - nicht umgekehrt. ich spreche aus eigener erfahrung und habe zb in schweden einen ganz anderen, sehr souveränen, menschlich fairen und entspannten umgang mit immigranten erlebt.

Promille Prolet
215
20.1.2012, 10:20

leute, es geht dabei weder um die hautfarbe noch um die staatsbürgerschaft, sondern einzig und allein um das benehmen.

nächtliches lärmen, müll, freche sprüche (mehr ist es meistens nicht) reichen aus, um schon nach ein paar vorfällen ein negatives gefühl zu erzeugen, das sich von mal zu mal verstärkt, bis es recht bald alles andere zudeckt.

meldungen in den medien oder aus erzählungen (gerne auch erfunden oder übertrieben) bestärken und beschleunigen den prozess.

RegallageR
62
20.1.2012, 15:19
"Die StudienautorInnen stellen für Österreich auch eine hohe Unerwünschtheit von MuslimInnen als Nachbarn fest"

vielleicht nicht um die hautfarbe oder den pass, aber offensichtlich (auch) um die religionszugehörigkeit.
und bitte kommens jetzt nicht mit alle muslimen und juden benehmen sich schlecht.
oder von mir aus tun sie es, dann weiß man wenigstens gleich mit wem man es zu tun hat.

Promille Prolet
13
25.1.2012, 13:05
sehe da keinen widerspruch

religionszugehörigkeit beeinflusst das verhalten ganz wesentlich. davon kann man sich sehr schnell gestört fühlen.

wer kennt nich das horrorgschichtl vom geschächteten lamm im treppenhaus zu gewissen anlässen. das ist zwar mehr ein urban myth (glaube nicht dass das wirklich mal wo in wien passiert ist), aber das prinzip ist das selbe.

RegallageR
24
26.1.2012, 17:24

erinnert mich an die mittelalterlichen horrorgschichteln nach denen juden kinder stehlen und essen.
das prinzip ist das gleiche.
und ausgangspunkt für solche "legenden" ist damals wie heute nicht das tatsächliche benehmen dieser gruppen sondern das konstruieren eines anlasses der den hass auf bestimmte bevökerungsgruppen quasi legitimieren soll.

RegallageR
11
20.1.2012, 14:48
aha

"....Aber auch die Ablehnung gegenüber Minderheiten und Randgruppen ist in Österreich sehr hoch: Bei der Frage nach der negativen Einstellung zu "MigrantInnen, Juden und Romani" liegt Österreich an zweiter Stelle...."

welches benehmen von juden meinen sie denn da genau?

Promille Prolet
01
25.1.2012, 13:13
und

warum nehmen sie die juden aus dieser aufzählung als beispiel? hätten sie mehr verständnis für das ablehnen von "MigrantInnen und Romani"?
(irony off)

aber im ernst, es geht eben nicht um verallgemeinerungen. wenn man erst mal eine negative erfahrung gemacht hat, beginnen die vorurteile. auch wenn der störende nachbar ein buddhist, polizist, jäger, beamter, arbeitsloser, lehrer, mann frau, alt, jung, oder sonst was ist, werden sich auch vorurteile finden, und man wird sein verhalten damit in zusammenhang bringen.

trinkt er öfters einen, heißt es etwa: jäger saufen eben. ist er arbeitslos und tagsüber viel zu hause, heißt es automatisch, er ist faul. usw usw...

RegallageR
03
26.1.2012, 17:51
ich habe prinzipiell kein verständnis für die ablehnung von menschen aufgrund ihrer abstammung oder religion

bei juden speziell hätte mich interessiert welches benehmen sie meinen, weil ich mir da keine vorstellung machen kann.

sie behaupten ja das benehmen ist der grund der ablehnung.
das haben antisemiten übrigens immer schon getan - einen grund vorschieben um ein feindbild zu legitmieren.

Jiddu Krishnamurti
96
20.1.2012, 13:05
> um schon nach ein paar vorfällen

Dann stimmt etwas nicht mit der Wahrnehmungsfähigkeit derer, die sich über diese wenigen Vorfälle beschweren, die also aus einer Mücke einen Elefanten machen.

Nein, die Gründe sind historisch. Dahinter steckt eine SYSTEMATISCHE Abneigung, die nicht rational erklärbar ist und für Populismus immer benutzt wurde!

Wer Ausländer nicht mag, mag sie aus einem PRINZIPIELLEN Grund heraus nicht. Das ist ja die Tragödie in Österreich.

Und jetzt mögen die roten Striche kommen! :-)

nosferatus3
01
21.3.2012, 23:46
prinzipiell

ist was sie schreiben nonsense.
mit ein wenig rationalität könnten sie das problem lösen.

capoeira17
 
52
20.1.2012, 14:35
grünes Stricherl

Promille Prolet
31
20.1.2012, 14:05
ich beobachte das im tierreich häufig

also nehme ich an, dass es sich um eine instinktive reaktion handelt, die wir mit unseren vierbeinigen mitwesen gemein haben.

kleine hunde, die von einem größeren hund mal gebissen wurden, fürchten sich vor hunden mit der selben farbe. oder hunde (auch große), die von kindern gequält wurden, fürchten sich vor kindern. das sind halt optische reize, die dem opfer in erinnerung bleiben und dann sofort wieder ins auge stechen.

hunde die sich fürchten kläffen, knurren und/oder beissen, katzen pfauchen und kratzen, genau wie wir menschen.

nosferatus3
21
21.3.2012, 23:43
na servas

da gibts ja hanebüchene argumente.
sowas hirnverbranntes habe ich selten gelesen

Lord Jim
11
22.1.2012, 02:24

jaja, ein österreicher hat noch niemals einen österreicher gebissen, das volk der österreicher (was immer das sein mag) ist ein verschworenes , die nachbarn sofern "österreichischer" herkunft lieben einander.sind Sie eingraucht?so einen blödsinn hab ich in meinem leben noch nicht gelesen, selbst die von Ihnen angeführten tiere würden sich ob dieser dummheit vor schmerzen krümmen.
bitte verzeihen Sie, aber ich pack´s nicht.

RegallageR
61
20.1.2012, 14:53

nach ihrer "logik" sollte höchstens erklärt werden können warum minderheiten die mehrheit ablehnen.
wenn in diesem land jemanden etwas angetan wurde dann den minderheiten.

Jiddu Krishnamurti
83
20.1.2012, 14:35
Und die Ausländer haben die Österreicher gebissen oder was?

Selten so einen dämlichen Vergleich gelesen...

Luky Pozzo
33
20.1.2012, 11:54

Sie sind also auch kein Fan von Rapid Wien?!

Na dann: Prost und Freundschaft, Promille Prolet!

Rudi_50
217
20.1.2012, 01:39
Antipathie gegen Migranten nahm in Österreich stark zu

Woran das wohl liegen mag ?

Lord Jim
82
23.1.2012, 23:15

woran das liegen mag...ja was glauben´s denn?an ähnlichen gründen aus denen einst die antipathie gegen juden in österreich stark zunahm, z.b. blinde, tollwütige, menschenverachtende dummheit, die wenn man sie erst mal ordentlich anheizt keinen skrupel mehr kennt, und über jeder schandtat und sei´s massenmord frech und von den anderen gedeckt noch jubelt.sonst noch fragen??

Jiddu Krishnamurti
82
20.1.2012, 18:05
Ich vermute daran, dass Migranten MÜDE geworden sind, sich ständig zu bemühen, ohne dass sie je dafür Anerkennung ernten.

So wie die Diskussion VERGIFTET geführt wird, ist ihnen das Ganze zurecht einfach egal geworden...

Luky Pozzo
53
20.1.2012, 10:48

An Ihnen vielleicht, wer weiß.

Antipathie ist wie Abwasser: Schüttet der eine mehr hinein, nimmt es insgesamt zu.

katzen_goldIn
57
19.1.2012, 15:08

Pseudowissenschaftlichen Studien von NOnames als Pausenfüller.

Luky Pozzo
33
19.1.2012, 16:05

Welche Namen kennen Sie denn?

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