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Laut der sogenannten "Europäischen Wertestudie", in deren Verlauf 67.774 Personen in 45 Ländern befragt wurden, hegen Österreicher große Antipathie gegen MigrantInnen: In keinem anderen Land sagten so viele Menschen, sie würden sich "MigrantInnen nicht als Nachbarn wünschen" wie in Österreich. Unter MigrantInnen wurden in der Studie "Menschen anderer Hautfarbe, Muslime und Zuwanderer" verstanden. Hinter Österreich folgen Italien, Finnland und die Niederlande.
Starke Zunahme
Auffallend ist laut den Studienautoren Sieglinde Rosenberger und Gilg Seeber, dass die Antipathie gegenüber MigrantInnen im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 in Österreich am stärksten zugenommen habe. 1999 lag Österreich noch im Mittelfeld der "Antipathielandschaft". Besonders deutlich wurde die negative Einstellung gegenüber Ausländern im Jahr 2008.
Aber auch die Ablehnung gegenüber Minderheiten und Randgruppen ist in Österreich sehr hoch: Bei der Frage nach der negativen Einstellung zu "MigrantInnen, Juden und Romani" liegt Österreich an zweiter Stelle.
MuslimInnen als Nachbarn unerwünscht
Die StudienautorInnen stellen für Österreich auch eine hohe Unerwünschtheit von MuslimInnen als Nachbarn fest. Österreich liegt demnach auf Rang acht. In Frankreich ist dieser Wert - trotz Kopftuch- und Burkadebatten - niedrig.
Was die Ursachen dafür seien? Rosenberger und Seeber ziehen den Schluss, dass "die Politisierung durch Parteien und Medien ein wichtiger Erklärungsfaktor sein dürfte", heißt es in der Wertestudie-Publikation. (red, derStandard.at, 17.1.2012, geändert am 18.1.2012)
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Sorry, aber wer in Österreich nicht Deutsch spricht und es auch nicht versucht, wer Gebräuche aus dem Ausland hartnäckig durchzieht, der ist für mich hier ein "AUSLÄNDER" und muss sich gefallen lassen, dass ich ihm/ihr nicht traue. Warum nicht: Ich frage mich - wieso ist diese Person hier? Wieso bezieht sie Mindestsicherung wie hunderttausende Österreicher, die jahrzehntelang Steuern gezahlt haben und keinen Job finden? Wieso müssen WIR drauf schauen, dass Fremde sich integrieren können, wenn sie das selber nicht tun? Ja, es geht mir auf die Nerven, wenn die Leute in allen Sprachen herumschreien, nur nicht in meiner, ich sie aber verstehen und berücksichtigen soll. Wie - wenn ich sie nicht verstehe oder sehen kann, durch den Schleier?
Wollte letzte Woche mit einer Begleitung in ein Afganisches Cafe in der Menzelgasse gehen. Schon an der Tür wurden wir veranlasst zu gehen. Als wir wissen wollten warum wir gehen müssen, meinte der Kellner: "Das is ein Afganisches Cafe, steht doch an der Türe..."
Wir haben uns dann beide kopfschütteln in ein anderes Cafe gesetzt.
... wäre die Antwort gewesen, "Sie sind in Wien, haben eine österreichische Konzession, also ist es ein österreichisches Cafe und für ALLE zugänglich". Stellen Sie sich vor, das hätte sich ein Wiener Cafe gegenüber einem Afghanenpaar erlaubt! Da würde die Ute Bock schon kopfstehen!
die hauptursache dafür ist eine tiefsitzende angst und ablehnung alles "fremden", die in österreich weit
verbreitet ist. banale alltagsprobleme des zusammenlebens, die mit gutem willen und geduld
definitiv zu lösen wären, werden je nach konfliktauslöser, ob "österreicher" oder nicht, unterschiedlich bewertet und zum anlass genommen, seinen - bereits bestehenden! - ressentiments freien lauf zu lassen. das ist eine frage der mentalität! dass politische parteien diese verbreitete stimmung/tendenz in der bevölkerung aufgreifen, ist nur die logische folge daraus - nicht umgekehrt. ich spreche aus eigener erfahrung und habe zb in schweden einen ganz anderen, sehr souveränen, menschlich fairen und entspannten umgang mit immigranten erlebt.
Verstehe ihre Aussage, aber Ressintements hin, oder her, ist ein Besuchsverbot eben auch von einem solchen geschürt. Ich habe kein Problem mit kultureller Mischung, ansonsten würde ich auch nicht in Wien leben, aber zu glauben Ressintement sein ein rein einheimisches Problem halte ich ebenso für verblendet.
leute, es geht dabei weder um die hautfarbe noch um die staatsbürgerschaft, sondern einzig und allein um das benehmen.
nächtliches lärmen, müll, freche sprüche (mehr ist es meistens nicht) reichen aus, um schon nach ein paar vorfällen ein negatives gefühl zu erzeugen, das sich von mal zu mal verstärkt, bis es recht bald alles andere zudeckt.
meldungen in den medien oder aus erzählungen (gerne auch erfunden oder übertrieben) bestärken und beschleunigen den prozess.
vielleicht nicht um die hautfarbe oder den pass, aber offensichtlich (auch) um die religionszugehörigkeit.
und bitte kommens jetzt nicht mit alle muslimen und juden benehmen sich schlecht.
oder von mir aus tun sie es, dann weiß man wenigstens gleich mit wem man es zu tun hat.
religionszugehörigkeit beeinflusst das verhalten ganz wesentlich. davon kann man sich sehr schnell gestört fühlen.
wer kennt nich das horrorgschichtl vom geschächteten lamm im treppenhaus zu gewissen anlässen. das ist zwar mehr ein urban myth (glaube nicht dass das wirklich mal wo in wien passiert ist), aber das prinzip ist das selbe.
erinnert mich an die mittelalterlichen horrorgschichteln nach denen juden kinder stehlen und essen.
das prinzip ist das gleiche.
und ausgangspunkt für solche "legenden" ist damals wie heute nicht das tatsächliche benehmen dieser gruppen sondern das konstruieren eines anlasses der den hass auf bestimmte bevökerungsgruppen quasi legitimieren soll.
- es IST das Verhalten! Es ist sträflich ignorant, nicht zu bedenken, dass ein Teil des Muslim-Seins darin besteht, den Glauben verbreiten zu SOLLEN, und es gibt Grundsätze, die schlicht und einfach gegen die Menschenrecht sind. DAS sind Tatsachen. Und damit will ich mich nicht anfreunden, insofern als ich NICHT in einem muslimischen Land aufgewachsen bin oder leben will, sondern in Österreich. Was suchen alle hier, in einem christlichen Land? Und es gibt enorme Bestrebungen, den Islam in Österreich zu verbreiten. Auch mit Gewalt. Ganz ohne FP Propaganda. In der Nachbarschaft im 15. Bezirk zu hören. Täglich.
"....Aber auch die Ablehnung gegenüber Minderheiten und Randgruppen ist in Österreich sehr hoch: Bei der Frage nach der negativen Einstellung zu "MigrantInnen, Juden und Romani" liegt Österreich an zweiter Stelle...."
welches benehmen von juden meinen sie denn da genau?
warum nehmen sie die juden aus dieser aufzählung als beispiel? hätten sie mehr verständnis für das ablehnen von "MigrantInnen und Romani"?
(irony off)
aber im ernst, es geht eben nicht um verallgemeinerungen. wenn man erst mal eine negative erfahrung gemacht hat, beginnen die vorurteile. auch wenn der störende nachbar ein buddhist, polizist, jäger, beamter, arbeitsloser, lehrer, mann frau, alt, jung, oder sonst was ist, werden sich auch vorurteile finden, und man wird sein verhalten damit in zusammenhang bringen.
trinkt er öfters einen, heißt es etwa: jäger saufen eben. ist er arbeitslos und tagsüber viel zu hause, heißt es automatisch, er ist faul. usw usw...
bei juden speziell hätte mich interessiert welches benehmen sie meinen, weil ich mir da keine vorstellung machen kann.
sie behaupten ja das benehmen ist der grund der ablehnung.
das haben antisemiten übrigens immer schon getan - einen grund vorschieben um ein feindbild zu legitmieren.
Dann stimmt etwas nicht mit der Wahrnehmungsfähigkeit derer, die sich über diese wenigen Vorfälle beschweren, die also aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Nein, die Gründe sind historisch. Dahinter steckt eine SYSTEMATISCHE Abneigung, die nicht rational erklärbar ist und für Populismus immer benutzt wurde!
Wer Ausländer nicht mag, mag sie aus einem PRINZIPIELLEN Grund heraus nicht. Das ist ja die Tragödie in Österreich.
Und jetzt mögen die roten Striche kommen! :-)
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