Österreicherin verlor in erster Runde von Melbourne gegen Serena Williams
Melbourne - Österreich ist im Einzelbewerb der
Tennis-Australian-Open schon nach der ersten Runde nicht mehr
vertreten. Genauso wie für Jürgen Melzer und Patricia
Mayr-Achleitner war auch am Dienstag für Tamira Paszek schon nach
ihrem ersten Spiel Endstation. Die Vorarlbergerin musste sich
erwartungsgemäß der als Nummer zwölf gesetzten Serena Williams mit 3:6,2:6 geschlagen geben.
Paszek hielt im ersten Duell im ersten Satz recht gut mit. "Ich habe sehr gut serviert, hatte viele erste
Aufschläge und eine gute Variation im Spiel", sagte die
Dornbirnerin. Aufgrund unerzwungener Fehler gab die
Weltranglisten-44. aber beim Stand von 3:4 eine 40:0-Führung aus der
Hand und musste das entscheidende Break hinnehmen. Nach 45 Minuten hieß es
3:6. Im zweiten Durchgang wurde die Überlegenheit der ehemaligen Nummer eins
augenscheinlicher, Breaks zum 3:2 und 5:2 konnte die Vorarlbergerin
nichts entgegensetzen: "Im zweiten Satz hat mir ein wenig die
Konstanz gefehlt. Es waren zu viele zweite Aufschläge und ich habe zu
wenig aggressiv gespielt", resümierte Paszek.
Alles in allem sei es aber ein tolles Gefühl gewesen, "gegen so
einen Champion auf dem Platz zu stehen. Es waren ein paar
knappe Punkte, aber aus solchen Erfahrungen lernt man. Es bringt mir sehr viel", sagte Österreichs derzeit beste Spielerin. Ihr langfristiges Ziel ist der Einzug in die Top-25 der
Weltrangliste. "Ich will ganz still und in Ruhe weiterarbeiten und
meinen Weg gehen. Dann werden wir sehen, wie es am Ende der Saison
aussieht", sagte Paszek.
Williams,
die sich zuletzt in Brisbane eine Knöchelverletzung zugezogen hatte,
verwertete bereits ihren ersten Matchball zum 6:2 und machte damit
ihren 15. Matchsieg in Folge im Melbourne Park perfekt. Die 30-jährige 13-fache Grand-Slam-Turniersiegerin bekommt
es nun auf dem Weg zu ihrem sechsten Australien-Triumph (nach 2003,
2005, 2007, 2009, 2010) in der zweiten Runde mit der Tschechin
Barbora Zahlavova Strycova zu tun. "Ich habe mich körperlich gut
gefühlt, habe aber absolut nicht so gespielt wie im Training", war
Williams, die seit den US Open im vergangenen September erst zwei
Spiele auf der Tour bestritten hatte, mit ihrer Vorstellung nicht zufrieden.
Damit geht zum ersten Mal seit den French Open 2006 eine zweite
Einzel-Runde in einem Grand-Slam-Turnier ohne österreichische
Beteiligung über die Bühne. Paszek spielt mit der Deutschen Jasmin
Wöhr noch Doppel und trifft zum Auftakt auf Peng Shuai/Francesca
Schiavone (CHN/ITA).
Es bleibt Doppel
Bei den Herren startet Melzer mit seinem
deutschen Partner Philipp Petzschner als Nummer fünf gesetzt
gegen die Spanier Nicolas Almagro/Pere Riba in den Doppel-Bewerb. Die als Nummer neun
eingestuften Oliver Marach/Alexander Peya bekommen es mit der
rumänisch-belgischen Paarung Victor Hanescu/Olivier Rochus zu tun.
Julian Knowle und der Deutsche Michael Kohlmann matchen sich zum
Auftakt mit Paul Hanley/Jamie Murray (AUS/GBR-16). Alle
sind erst ab Donnerstag im Einsatz. (APA)