Wien unterstützt gering qualifizierte Arbeitnehmer mit tausend Euro

17. Jänner 2012, 14:50
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3.000 Euro für Lehrabschluss - Gilt für Arbeitnehmer, die nur Pflichtschule abgeschlossen haben und wenig verdienen

Wien - Die Stadt Wien unterstützt die Weiterbildungsvorhaben von gering qualifizierten Arbeitnehmern ab Februar mit einer neuen Förderschiene. Für eine berufsbezogene Fortbildung für Beschäftigte mit maximal Pflichtschulabschluss gibt es künftig bis zu 1.000 Euro. Wer einen Lehrabschluss nachholen will, dem wird mit bis zu 3.000 Euro unter die Arme gegriffen, kündigte Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Dienstag in der Bürgermeister-Pressekonferenz an.

1.000 Euro für Vorbereitungskurse

Bis zu 1.000 Euro gibt es auch für Vorbereitungskurse zwecks Absolvierung der Berufsreifeprüfung bzw. Matura. Darüber hinaus erhalten Arbeitnehmer, die weniger als 1.300 Euro netto im Monat verdienen, ebenfalls maximal 1.000 Euro ihrer Weiterbildungskosten ersetzt. Dies richte sich vor allem an Teilzeitkräfte und somit nicht zuletzt an Frauen, so Brauner. Laut der Ressortchefin haben nämlich vor allem Menschen mit geringen Bildungsabschlüssen oft Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt.

Hälfte der Arbeitslosen hat nur Pflichtschulabschluss

Brauner zufolge haben mehr als die Hälfte der in der Arbeitslosenstatistik erfassten Personen lediglich einen Pflichtschulabschluss. Dass sich die neue Förderschiene trotzdem nur an bereits Berufstätige richtet, argumentierte die Finanzstadträtin damit, dass der Bereich Arbeitslosigkeit in erster Linie Aufgabe des Arbeitsmarktservices sei. Mit diesem gebe es aber eine Reihe von Kooperationen. Eine davon ist die Wiener Ausbildungsgarantie, die auch heuer fortgesetzt wird, wodurch erneut 4.000 Jugendliche, die keine Lehrstelle finden, in überbetrieblichen Lehrwerkstätten ausgebildet werden.  (APA)

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    Menschen mit geringer Qualifizierung haben schlechte Chancen am Arbeitsmarkt, so Brauner.

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