Umweltpolitik

CO2-Bilanz: Berlakovich rügt Ministerkollegen

17. Jänner 2012, 14:09

Keine konkreten Vorschläge zu CO2-Sparpaket

Die Kyotoziele hat Österreich wieder einmal verfehlt und der CO2-Ausstoß steigt weiter an: Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) kritisiert im Ö1-Mittagsjournal seine für Verkehr und Industrie zuständigen Ministerkollegen: sie würden zu wenig tun. Details über das von ihm geforderte CO2-Sparpaket bleibt er schuldig.

Schluss mit Ausreden und Verzögerungstaktik in Sachen Klimaschutz, hat Umweltminister Berlakovich am Montag gesagt, adressiert ist die Kritik an seine Ministerkollegen: Es seien die Sektoren Wirtschaft, Verkehr und Raumwärme, die ihre Klimaschutzziele nicht erreichen, bei Landwirtschaft und Abfallwirtschaft sei man hingegen auf "Zielerreichungspfad". Das zeige die CO2-Bilanz, und das wüssten die Verantwortlichen auch. Berlakovich will nun ein "CO2-Sparpaket".

Keine Umweltsteuerreform

Neue Maßnahmen nennt der Minister aber im Detail nicht, er sagt nur dass sie notwendig sind. Das soll vor allem über das neue Klimaschutzgesetz geregelt werden, das bestimmt wie sich Bund, Länder und Ministerien die Verantwortlichkeiten für Klimapolitik aufteilen und wer Strafe zahlen muss wenn die Klimaziele nicht erreicht werden. Für die Zeit zwischen 2013 und 2020 sind die Verantwortlichkeiten noch nicht ausgehandelt, darüber wird laut Umweltorganisationen heftig gestritten. Mehrere Arbeitsgruppen sind mit der Ausarbeitung beschäftigt, deren Ergebnis der Minister nicht vorgreifen will.

Auf konkrete Vorschläge seitens der Umweltorganisationen, wie CO2 gespart werden könnte, geht der Minister nicht ein. Etwa dass weniger Autobahnen gebaut werden sollen und zum Beispiel das umstrittene Lobau-Autobahnprojekt auf Eis gelegt wird, oder dass die Steuerbegünstigung für Diesel aufgehoben wird. Auch eine ökologische Steuerreform lehnt Berlakovich ab. "Sparen ist jetzt unsere Devise und nicht eine Steuerreform." Ob das CO2-Sparpaket mehr ist als nur gute Vorsätze fürs neue Jahr, ist also noch nicht klar. (red, derStandard,at. 17.1.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 85
1 2 3
europa fassen
00
20.1.2012, 14:15
Der Umweltminister sollte sich mal

den Landwirtschaftsminister ordentlich hernehmen.

ghul dukat
00
18.1.2012, 08:57
und weil die anderen...

...nix und nix machen, muss Niki B. bald den E10 gesetzlich einführen lassen.

adal2
03
17.1.2012, 22:46
Berlakovich = Der größte Bluffer in der Regierung!

Landwirtschaft MINUS Umwelt = Berlakovich

Selbst der größte Umweltschutzverhinderer, ohne jedes Konzept und dann die anderen Minister zu Taten auffordern.

Der Oberbluffer hat wieder zugeschlagen!

Sonata
72
17.1.2012, 22:40
Die Erderwärmung empfinde ich als sehr positiv....

Weniger heizen, weniger frieren, mehr Sommer Sonne und Musik.

Liebling der Nation
01
17.1.2012, 22:23
Grasser, Strasser

waren und sind Gauner. Andere haben halt geschaut, dass sie es wenigstens für die Partei oder die Klientel richten. Berlakovich hat bis jetzt aber gar nichts getan.

Mein Verteidiger gehört psychiatriert
32
17.1.2012, 21:10
Raus aus diesem Kyoto-Desaster - und die

gesparte Kohle gleich in unser krachendes Gesundheitssystem geschaufelt, Freunde der Blasmusik!

Pareidolic
00
17.1.2012, 20:53
Verantwortung?

Berlakovich ist zuständig, er ist der Umweltminister und hat Dinge in Gang zu setzen und hat die Verantwortung für die Resultate zu übernehmen. Und wenn das Problem tatsächlich nicht seine Konzeptlosigkeit (die sich ja im Interview offenbar klar gezeigt hat) sondern die fehlende Unterstützung des Rests der Regierung gewesen wäre dann hätte er eben im Protest zurücktreten müssen.

Aber dann würde er ja von Fluglinien wieder wie jeder andere Mensch auch behandelt werden.

gabs0110
 
00
17.1.2012, 20:36

"Sparen ist jetzt unsere Devise und nicht eine Steuerreform."

Das eine schließt das andere ja nicht aus, Herr Minister!

Rudolfo Karellowitsch
12
17.1.2012, 20:35
Vielleicht überlegt sich in diesem Land mal jemand,

warum unser Photovoltaik-Förderung so ein Schwachsinn ist vom Ablauf her und fast schon kindisch in der Höhe.
Warum sollte sich ein Häuslebauer so etwas aufs Dach schrauben, und dann noch das Hagelrisiko, usw. tragen, wenn nur ein Bruchteil der Investition gefördert wird und die eingespeiste Energie muß er dem EVU praktisch schenken.

Bei so dummer Förderpolitik ist klar das die kalorischen Kraftwerke brav weiter Öl verbrennen dürfen und die Hausdächer keinen Strom erzeugen.

Und dafür rügt der Herr Minister die Kollegen? Könnte er vielleicht mal vor seiner eigenen Türe kehren?

UNBEQUEM
22
17.1.2012, 20:21
es gibt wichtigeres..

als die co2 front zu bedienen...

wayne04
14
17.1.2012, 20:09
Na da schau her!

Herr Berlakovich rügt seine MinisterkollegenInnen. haha. Er sollte lieber seinen Vorgänger Hr. Pröll rügen. Der hat nämlich der Industrie einen CO2-Zertifikats-Geschenk gemacht, welches sich gewaschen hat. Komischer Weise sieht, liest und hört man davon nie etwas!! Soviel zu unabhängige Medien!!

http://www.ots.at/presseaus... ionshandel

my PC
00
17.1.2012, 21:26
Wenn Sie so gut informiert sind...

...dann wissen Sie sicherlich auch, dass die "carbon Leakage-gefährtete Industrie" überall in Euopa einen Teil der Zertifikate gratis erhalten hat. Warum soll also das in Österreich anders sein als in den anderen EU- Ländern? Kleine Unternehmen und Private müssen gar keine Zertifikate kaufen, obwohl sie für mehr als 2/3 der CO2-Emissionen verantwortlich sind (Hausbrand, Verkehr, etc.). Die Industrie aber schon!

ghul dukat
00
18.1.2012, 08:59
muahaha

...., mehr als 2/3 der CO2 Emissionen - na hoffentlich is no Platz in der Atmosphäre.

Wer fürchtet sich vorm ...CO2!?

al vvi
07
17.1.2012, 19:57

Herr Berlakovich hat es selbst in der Hand die Ziele zu erreichen, er ist einfach zu bloed fuer diesen Job.

luke skywalker
04
17.1.2012, 19:37
Wäre ja ein Wunder, wenn sich was ändern würde

für Photovoltaik hat man gerade mal ~30 Mio über, für Gebäudesanierung einmalige 100Mio.

Ich kenne viele, die sich z.B. eine PV-Anlage bauen würden - so wie in Bayern - bekommen aber keine Förderung dafür. Deckel zu .....

Dafür vergräbt man 10 Mrd völlig nutzlos unter der Kormalm, oder will weitere 20 Mrd sinnlosest unter dem Brenner vergraben....
Hier fließen halt die Schmiergeldmillionen.

Bei Investitionen in erneuerbare Energie ist halt nicht viel zu holen für die Lenker der Republik.

mike sierra
01
17.1.2012, 20:01

Mit der Photovoltaik werden wir das Kyoto-Ziel aber nicht erreichen.

Für Gebäudesanierung müsste viel mehr getan werden, da gebe ich Ihnen recht.

MiFi
32
17.1.2012, 20:49
Gebäudesanierung - brilliant wie man es schafft

Gebäude in Sondermüll zu hüllen - über die Entsorgung dieser toll sanierten Gebäude am Ende ihrer Lebensdauer macht sich niemand Sorgen ...

convespasipuo
 
12
18.1.2012, 08:23
EPS kann zu 100% recycled werden

es ist leider wirtschaftlich (noch) nicht interessant weil das Öl noch zu billig ist -> www.isolite.at

MiFi
10
20.1.2012, 08:46
Ein kurzer Blick aud die genannte Website zeigt, ...

dass dieses Unternehmen nie wirtschaftlich interessant sein wird ...

nix fir unguad
00
17.1.2012, 22:42
Über dem Brenner- oder Koralmtunnel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen

luke skywalker
12
17.1.2012, 20:30
Freillich ist PV die teuerst möglich Energiequelle

dafür die Sauberste, und faktisch unbegrenzt vorhanden.

Würde man die 20 Mrd die man in den Brenner-Tunnel stecken will in PV investieren, könnte man PV-Anlagen mit ~ 10GW Leistung errichten.
Die würden ~ 10 Mrd KWh Strom pro Jahr liefern.

Geht man davon aus, dass damit Strom aus Kohle-KW in Mitteleuropa ersetzt wird, spart man 10 Mio t CO2/Jahr.
Das ist in etwa soviel, wie alle PKWs in Ö zusammen erzeugen pro Jahr.

Also: es ist nur eine Frage ob man Mrd sinnlosest vergräbt, oder in (teure) aber saubere erneuerbare Energie investiert.

Hrabal
08
17.1.2012, 19:21

in den Regierungserklärungen der letzten 20 Jahre wurde das Kapitel Klimaschutz stets einstimmig klein gehalten. Klubobmann Kopf hat im Herbst 2011 noch gejubelt, dass die ÖVP seit 20 Jahren für Österreichs Energiepolitik Verantwortung trägt. Und da die Mehrzahl der Bundesländer ÖVP-dominiert sind, ist das Verfehlen der Klimaschutzziele auch ein ÖVP-Problem. Umweltminister Pröll war der Tanktourismus ein Dorn im Auge - als Finanzminister hat er aber nichts ändern wollen und kassiert! Berlakovitch hat auch nicht gegen LH Prölls Autobahnwahn gestimmt, noch in UVP-Verfahren Autobahnprojekte aus CO2 Gründen verboten. Das Klimaschutzgesetz ist ein typischer ÖVP Ökoschmäh, Es beinhaltet keine Maßnahmen und verpflichtet nur zu Kaffeeplauscherln.

santiago nasar
10
17.1.2012, 19:12
vorsichtig,

jetzt wird er zornig, der niki. siehe auch lufthansa-werbung oben.

des is mei extra
07
17.1.2012, 18:46
Neue Maßnahmen nennt der Minister aber im Detail nicht...

...und das seit er Minister ist...aber Hauptsache die Bauern sind ure super!

bloody-nine
 
05
17.1.2012, 18:25
das hätt er ihnen auch

mindestens 1x/woche beim ministerrat sagen können.

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