Wien/Luxemburg - Die gestiegenen Preise für Energie und Treibstoffe
haben im abgelaufenen Jahr 2011 für einen starken Teuerungsschub im Euroraum
gesorgt. Die Inflationsrate kletterte auf 2,7 Prozent nach 1,6 Prozent, geht aus
heute, Dienstag, veröffentlichten Daten des EU-Statistikamts Eurostat hervor.
Für Österreich wurde im Zwölfmonatsschnitt vorläufig eine Teuerungsrate von 3,6
Prozent ausgewiesen, nach 1,7 Prozent im Jahr 2010.
Im Dezember 2011 ist der Inflationsdruck im gesamten Währungsraum leicht
zurückgegangen. Gegenüber dem Vormonat November sank die Teuerungsrate der
Eurozone um 0,3 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent. Ein Jahr zuvor, im Dezember 2010,
hatte die jährliche Inflationsrate 2,2 Prozent betragen. Preisdämpfend wirkten
vor allem die gesunkenen Kosten im Telekombereich und bei Gemüse, während Sprit,
Öl sowie Strom und Gas die Teuerung kräftig anheizten.
In Österreich stiegen die Verbraucherpreise (HVPI) im Dezember nach
vorläufigen Berechnungen um 3,4 Prozent im Jahresvergleich, im November hatte
die Rate 3,9 Prozent betragen.
In der gesamten EU ging die jährliche Inflationsrate im Dezember auf 3,0
Prozent nach 3,4 Prozent im November zurück. Im Dezember 2010 war die
Jahresteuerung bei 2,7 Prozent gelegen. Im Schnitt der vergangenen zwölf Monate
haben sich die Preise in der Union um 3,1 Prozent erhöht. (APA)