Kröll vor Scheiber

17. Jänner 2012, 13:09

Einschätzung der Streif nach dem ersten Testlauf: "Sie ist knusprig, unruhig und gefährlich auch"

Kitzbühel - Klaus Kröll vor Mario Scheiber auf der Streif - das klingt nach einem Ergebnis ganz nach dem Geschmack der österreichischen Skifans. Allerdings ist das erste Training für die Hahnenkammabfahrt am Samstag noch nicht allzu aussagekräftig gewesen. Für viele Athleten war der Zeitlauf am Dienstag ein erstes Abtasten, als kleine Kampfansage in Richtung Konkurrenz aus der Schweiz darf es aber verstanden werden. Die Eidgenossen haben den Klassiker zuletzt viermal en suite gewonnen.

Der Himmel wolkenverhangen, die Lufttemperatur von Graden weit unter Null rasant ansteigend, verlief das erste Training zumindest für Betrachter unspektakulär. Wegen der Wetterprognosen für die Woche wurde die Dienstag-Option gezogen, doch noch ist nicht alles fertig für das Spektakel, es wird überall gebaut und weder Anzeigentafel noch Vidiwall liefen im Zielstadion. Und auch die Piste wird noch zulegen. "Es ist noch nicht ganz so schnell und glatt, da ist noch eine leichte Schicht drauf, wo es noch ein bisschen spurig ist, aber das wird sich mit den Tagen entwickeln", sagte Kröll, der auf Scheiber 0,19 und auf den drittplatzierten Schweizer Didier Cuche 0,66 Sekunden Vorsprung hatte.

Großen Zuspruch unter den Athleten findet heuer die Mausefalle, in der im vergangenen Jahr der Salzburger Hans Grugger so folgenschwer gestürzt war. Dank des guten Gesundheitszustand des Teamkollegen, der für sein Comeback im Rennsport arbeitet, gingen die ÖSV-Speedfahrer psychisch unbelastet an die Aufgabe heran. "Es schaut da oben anders aus. Die Anfahrt zur Mausefalle ist um eine Klasse besser als letztes Jahr, als sie so unruhig war", erklärte Kröll, der viel vor hat. "Wir sind schwer motiviert. Wir werden alles dran setzen, den Schweizern die Stirn zu bieten. Aber es ist kein Wunschkonzert. Sie sind alle sehr gut drauf und genug Selbstvertrauen haben sie auch."

Cuche, der 1998, 2008, 2010 und 2011 die Abfahrt in Kitzbühel, sowie 2010 auch den Super-G gewonnen hat, zeigte sich von der Streif 2012 angetan. "Es hat mir schon bei der Besichtigung gefallen, was ich gesehen habe. Allgemein sehr schön und fein zu fahren, aber man muss abwarten, wenn sich das Wetter ändert", meinte der Publikumsliebling. "Einige Sprünge sind schon recht weit, ohne dass man mit dem Renneinsatz kommt, da bin ich gespannt, wie sich das bis Samstag entwickelt. Die Mausefalle ist wirklich super, schon ein weiter Satz, aber super im Gelände und perfekt gemacht."

Mit den Kitz-Erfolgen in der Biografie zählt Cuche auch heuer zu den Topfavoriten, auch wenn es für ihn nach dem Sieg in Lake Louise in diesem Winter nicht mehr unter die Top-Sieben gereicht hat. "Heute sieht man, dass ein paar Österreicher ganz schnell sind. Da gehöre ich sicher ein bisschen zu den Gejagten. Erfahrung hilft hier, aber ein Typ wie der Beat Feuz, der kann jedes Rennen gewinnen - wenn die Verhältnisse stimmen und es fair bleibt." Wengen-Sieger Feuz hatte 2,24 Sekunden Rückstand. Und damit nur 3/100 weniger wie beispielsweise Debütant Matthias Mayer, der allerdings wegen eines Torfehlers disqualifiziert wurde.

Mario Scheiber, im Vorjahr als Vierter bester Österreicher in der Kitzbühel-Abfahrt, zeigte sich gänzlich verändert zu vergangenem Samstag in Wengen, als er mit vier Sekunden Rückstand 40. geworden war. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin gleich ins Fahren gekommen und sehr zufrieden. Der Ski ist auch nicht schlecht gelaufen, das stimmt mich zuversichtlich", meinte Scheiber.

Lokalmatador Romed Baumann ("Das ist noch ausbaufähig, ich habe noch Reserven") war mit 0,88 Sekunden Rückstand drittbester Österreicher, Georg Streitberger lag 1,17 Sekunden zurück ("Am Hausberg geht es echt weit"), der Wengen-Zweite Hannes Reichelt 1,89. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden, genau die Passage, die ich gut fahren hätte müssen, den Steilhang, habe ich komplett verhaut. Da ist noch einiges zum Bessermachen", weiß Reichelt.

Sein Respekt vor der Streif ist groß: "Sie ist knusprig, unruhig und gefährlich auch. Die Streif ist natürlich nie zu unterschätzen. Heuer geht es vor allem bei der Hausbergkante und der Einfahrt in die Traverse, da ist noch einmal eine g'scheite Kompression, richtig zur Sache. Das wird eine Challenge." Zwei Schrecksekunden hatte Florian Scheiber, der vor der Mausefalle stürzte, aber weiterfuhr, jedoch verschlug es ihm nochmals die Ski, sodass er halb aus der Bindung rutschte. Er kam aber unverletzt ins Ziel. (APA)

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23 Postings
Wieder Trainingsieger!

Das hatten wir schon öfter. Dafür gewinnt der Feuz dann das Rennen;-)

Klaus Kröll letztes Jahr Wengensieger. Heuer Sieger in Kitzbühel !!!!!!!!

Naja wär ja nicht das erste Mal das Kröll im Training vorne is im Rennen aber dann nix gelingt. Feuz hat ne Wahnsinnsform, in den Trainings ist er ja prinzipiell nie vorne.

stellt sich die frage ob erfahrung, in kitzbühel wirklich eine rolle spielt, wenn feuz dort auch gewinnt.

ich hätt gern ein stück vom...

knusprigen hahnenkamm...mit sahne..

kröll fährt definitiv schneller als seine Homepage lädt ;)

kröll wird maximal 5er. so sicher wie das feuer in der hölle.

dem bode fehlt noch ein erfolg in den speedbewerben in kitz

ich würds ihm ehrlich gönnen und die Form in den schnellen Disziplinen ist ja offensichtlich da....

Legendär...

...der 2. Platz trotz Bandenfahrt!

Wann er's nur aushalt, der Kröll :-SS

Erkenne ich in Ihrem Posting eine gewisse Rune ;-)

Nägelbeissendes emoticon :-SS

nobel zurück...

hält sich der könig von kitz, didier cuche.
bin neugierig, ob er wieder das schweizer kreuz für die österreicher sein wird...

Der König von Kitz ist aber Eberharter

Lieder nicht, die Fahrt von Cuche letztes Jahr war noch perfekter als die von Eberharter damals.

cuche, sind sie da sicher?

der einzige, der bisher die steff-linie über den hausberg halten konnte und damit auch das rennen gewonnen hat war didier defago!

cuche, sind sie da sicher?

der einzige, der bisher die steff-linie über den hausberg halten konnte und damit auch das rennen gewonnen hat war didier defago!

Dann schau dir den Cuche mal an der Mausefalle an!!

wengam steff...

...trage ich die rotweißrote brille!!
hab mir gestern noch mal seinen ritt ( http://www.youtube.com/watch?v=mjgF6ydTMDc )
angeschaut und wieder gänsehaut bekommen, so wie sich der da runtergehaut und am ende seinen emotionen freien lauf gelassen hat, ist und bleibt einfach bääääärig!

ketzer!

Bei manchen muss man Ketzer sein, bei anderen Patriot. Als Gegengewicht sozusagen ;-)

Ohne Form

kannst du noch so König von Kitz sein und wirst trotzdem nix gewinnen - wage ich mal zu behaupten!
So eine Abfahrt gewinnt einer, der in Topform ist. Da schätze ich die Herren Feuz, Miller, Kröll, Defago weitaus gefährlicher ein. Feuz vor allem!

na dann wiss ma mal das die trainingslegende das rennen net gwinnen wird...

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