Technologietransfer

NSA: SELinux soll Android sicherer machen

17. Jänner 2012, 13:49
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    grafik: google / seandroid

Nachrichtendienst übernimmt die Portierung - PulseAudio ebenfalls für Android umgesetzt

Seit Jahren beteiligt sich der US-Nachrichtendienst NSA maßgeblich an der Entwicklung der Linux-Sicherheitserweiterung SELinux, nun will man dessen Vorzüge auch auf andere Plattformen ausweiten. Mit SEAndroid führt man auch im Smartphone-Umfeld fortgeschrittene Schutzmechanismen wie "Type Enforcement" ein.

Möglichkeiten

Darüber lässt sich mithilfe von Regeln exakt definieren, welcher Prozess auf welche Daten zugreifen darf, alle anderen werden automatisch blockiert. Zudem gibt es das Konzept der "Multi-Level-Security", über das verschiedene Geheimhaltungsstufen für Daten festgelegt werden können. Gedacht ist all dies allerdings nicht für die breite Masse der NutzerInnen, einerseits muss SEAndroid tief im System verankert werden, benötigt also Firmware-Modifikation, andererseits wird in Folge der Zugriff auf den Android Market unterbunden.

PulseAudio

Auch eine andere prominente Linux-Komponente wurde unlängst für Android portiert: Wie Collabora-Entwickler Arun Raghavan in seinem  Blog verkündet, hat er eine vollständige Umsetzung des Audio-Frameworks PulseAudio vorgenommen. Der zugehörige Blog-Eintrag widmet sich in Folge vor allem dem Vergleich mit dem offiziellen Android-Framework AudioFlinger - und kommt dabei zu durchaus bemerkenswerten Ergebnissen.

Messung

So erweist sich PulseAudio in praktisch allen Benchmarks der Google-Lösung als überlegen. So erweist es sich als weniger CPU-intensiv und verbraucht in Folge weniger Strom, auch die Latenzzeiten sind erheblich besser. (red, derStandard.at, 17.01.12)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2
derbesn
 
00
18.1.2012, 07:29
"Meeh, die NSA wollen uns nur abhören"

we're walking, we're walking

Animation
 
00
18.1.2012, 03:02
lücken einschleusen....

Andreas S.
02
18.1.2012, 12:57

Seit etwa 8 jahren ist der NSA code offiziell bestandteil des linux kernel. Niemand weltweit hat ueber all die jahre deine angebliche 'luecke' gefunden.

Daraus folgt natuerlich das die leute der NSA nicht nur boese sondern extrem schlau sein muessen ;-)

r41|\|3r
01
20.1.2012, 17:49

oder sie wollen nur das wir das denken - es sind wirklich keine lücken vorhanden aber die leute die angst haben verwenden andere betriebssysteme welche nicht durch die nsa sicherer gemacht wurden und sind dadurch abhörbar

Graph Bobby
00
17.1.2012, 16:26
SELinux ist seit Kernel 2.6 mit dabei

...sofern es der Distributor bei seinem Kernel-Compile nicht exkludiert hat, braucht man es nur konfigurieren (incl. Installation der Administrationsutilities), und aktivieren.

Bei Debian beispielsweise geht das mit dem Default-Kernel.

Ich habe in der Arbeit einige Systeme, wo es "strict enforcing" konfiguriert ist, und es gegen die meisten Arten von Angriffen durchaus sehr wirkungsvoll.

Eine schoene Demonstration ist beispielsweise, einen Buffer overflow exploit auf einen privilegierten (setuid root) user-space Prozess mit und ohne SELinux vorzuzeigen. Mit SELinux ist der durch den erfolgreichen Exploit zugaenglich gewordene 'root'-Account im Normalfall praktisch nutzlos.

panta ray
04
17.1.2012, 14:29
PulseAudio am Smartphone

Mir schwant Übles...

motd
00
17.1.2012, 15:21
Was genau geht _aktuell_ bei PulseAudio nicht?

Die Einführung war holprig, aber mittlerweile funktionierts doch bestens.

mukl
00
18.1.2012, 01:19

wie kann ich die ausgänge einer 5.1 karte als separate stereo kanäle benutzen? (also boxen an einem, kopfhörer an einem anderen).
und zwar so, dass es nicht bei jedem systemstart anders funktioniert und hin und wieder kracht.

motd
00
18.1.2012, 10:59

Probier mal pavucontrol

Ist ein Laustärkergler für PA
sieh zb um Ubuntu-wiki:

http://wiki.ubuntuusers.de/pulseaudio

Mag das Teil einfach :-)

mukl
00
18.1.2012, 13:39

ich meine eher sowas:
https://wiki.archlinux.org/index.php... ont.2Frear

es hat hin und wieder funtioniert, aber eben nicht stabil.

F. Ritzl
00
17.1.2012, 16:38

mag sein, nur die Emulation für ältere Anwendungen ist schlichtweg ein Graus - so essentielle Sachen, wie tvtime, haben mir viel Zeit gekostet. MPlayer hat auch lange Schwierigkeiten gemacht.

canary in a coal mine
00
17.1.2012, 21:56

tvtime? May analog tv live long and prosper.

F. Ritzl
00
18.1.2012, 05:40

in einem frame am rechten Schirm absolut ausreichend.

Btw.: Welches Programm zum DVB-Empfang bietet ähnlich gute Umschaltzeiten, wie tvtime? Hätte evtl. längst gewechselt, 2 TV-Karten hätt' ich eh, aber ich komm von analog (und tvtime) nicht weg, weil man per Ziffernblock alles (Sender, Lautstärke etc.) bequem und verzögerungsfrei umschalten kann ...

novalue
00
19.1.2012, 12:04

dem kann ich nur zustimmen.. tvtime war/ist einfach sehr gut..
bin aber dennoch inzwischen ausschliesslich mit kaffeine unterwegs.. ein player für alles... und ungeschlagen einfach einzurichten

F. Ritzl
00
19.1.2012, 12:21

muß ich probieren - ist die dvb-Umschaltzeit annehmbar??

panta ray
00
17.1.2012, 15:28
Kann nur für mich sprechen...

...aber Ein Bluetooth-Headset UND einen HDMI-Ausgang zu betreiben (nur Bild über HDMI, Sound über BT, wenn Headset angeschlossen. Sonst Sound+Bild über HDMI) hat mich an den Rand des Wahnsinns getrieben.

Hab dann PA abgedreht und mit asoundrc-files so lange auf den ALSA-Server eingedroschen, bis es funktionierte. Zugegeben: auch keine schöne Lösung, aber zumindest eine Lösung. PA funzt in der beschriebenen Kombo bei mir bis heute nicht...

linuxer
01
17.1.2012, 15:05
auch allen anderen

die damit schon konfrontiert wurden.

MovGP0
00
17.1.2012, 15:10

gibt es eine Begründung für Menschen wie mich die noch nicht damit konfrontiert wurden? etwa Stabilitätsproblme?

F. Ritzl
00
17.1.2012, 16:40

wenn Du nur die Pakete verwendest, die bei Deiner Distribution dabei sind, wirst wahrscheinlich keine Schwierigkeiten haben. Sobald Du etwas "anderes" od. älteres verwenden willst, das nicht mehr aktualisiert wird, kriegst die Krise.

linuxer
00
17.1.2012, 15:18
Stabilität ist gegeben,

nur gab es seit der Einführung in die führenden Linux-Distributionen jahrelang Probleme. Diese entstanden:
- durch Programme, die Pulse nicht nutzten, somit das unterliegende ALSA-Device belegten, so dass Pulse keinen Ton mehr ausspuckte
- durch die Erhöhung der Fehlerwahrscheinlichkeit, weil Pulse nur einen Vermittler zwischen der Anwendung und dem Linux-Kernel darstellt. Probleme konnten ab den Zeitpunkt Hardware, Kernel (ALSA), Pulse oder Anwendungsbezogen sein. Recherche verdammt schwierig.

Markus138
00
17.1.2012, 15:14

nicht wirklich, pulsoaudio ist seit jahren stabil und es wird höchste Zeit, dass es kommt

Kris99
00
17.1.2012, 16:10
naja,

ich krieg immer noch schweissausbrüche, wenn die Aktualisierungsverwaltung irgendwas von pulseaudio erzählt....

novalue
00
19.1.2012, 12:08

mit kubunut 11.04 hatte ich nicht das geringste problem.. seit 11.10 aber habe ich schon 3 ausfälle gehabt die ich nach laaangem rumprobieren dann im windows stil gelöst habe.. reboot... da ist das mit den pulseaudio updates anders rum.. ich freu mich über updates...

Mathias Steinlaus
 
00
17.1.2012, 14:18
der US-Nachrichtendienst NSA

Was hier so harmlos formuliert steht, ist in Wahrheit ein US-Behörde, die der weltweit größte militärische Nachrichtendienst darstellt.

Unter anderem wird weltweit die Telekommunikation entschlüsselt und überwacht - und wer das öffentlich bestätigt, wird dann noch als "paranoid" dargestellt!

Bsp: Echolon, womit nachweislich Wirtschaftsspionage in Europa betrieben wurde!

( http://www.europarl.europa.eu/sides/get... XML+V0//DE )

Charlie Brown
00
17.1.2012, 17:49

Meinst du "weltweit" wie stichprobenhaftes Mithören oder wie die gesamte Telekommunikation? Ersteres wäre ok, zweites wäre .. tadaa.. paranoid.

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