Nachrichtendienst übernimmt die Portierung - PulseAudio ebenfalls für Android umgesetzt
Seit Jahren beteiligt sich der US-Nachrichtendienst NSA maßgeblich an der Entwicklung der Linux-Sicherheitserweiterung SELinux, nun will man dessen Vorzüge auch auf andere Plattformen ausweiten. Mit SEAndroid führt man auch im Smartphone-Umfeld fortgeschrittene Schutzmechanismen wie "Type Enforcement" ein.
Möglichkeiten
Darüber lässt sich mithilfe von Regeln exakt definieren, welcher Prozess auf welche Daten zugreifen darf, alle anderen werden automatisch blockiert. Zudem gibt es das Konzept der "Multi-Level-Security", über das verschiedene Geheimhaltungsstufen für Daten festgelegt werden können. Gedacht ist all dies allerdings nicht für die breite Masse der NutzerInnen, einerseits muss SEAndroid tief im System verankert werden, benötigt also Firmware-Modifikation, andererseits wird in Folge der Zugriff auf den Android Market unterbunden.
PulseAudio
Auch eine andere prominente Linux-Komponente wurde unlängst für Android portiert: Wie Collabora-Entwickler Arun Raghavan in seinem Blog verkündet, hat er eine vollständige Umsetzung des Audio-Frameworks PulseAudio vorgenommen. Der zugehörige Blog-Eintrag widmet sich in Folge vor allem dem Vergleich mit dem offiziellen Android-Framework AudioFlinger - und kommt dabei zu durchaus bemerkenswerten Ergebnissen.
Messung
So erweist sich PulseAudio in praktisch allen Benchmarks der Google-Lösung als überlegen. So erweist es sich als weniger CPU-intensiv und verbraucht in Folge weniger Strom, auch die Latenzzeiten sind erheblich besser. (red, derStandard.at, 17.01.12)