ORF-Stiftungsrat

Dietmar Hoscher folgt auf Pelinka

17. Jänner 2012, 12:48
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    foto: apa/casinos/newman

    Dietmar Hoscher wird doppelter Pelinka-Nachfolger. Im ORF-Stiftungsrat und als Leiter des SPÖ-Freundeskreises.

Casinos Austria-Vorstand zieht auf SPÖ-Ticket in Stiftungsrat ein und könnte auch Leiter des SPÖ-"Freundeskreises" werden

Wien - Der nach dem Abgang von SPÖ-"Freundeskreis"-Leiter Niko Pelinka vakante Posten im ORF-Stiftungsrat ist am Dienstag neu besetzt worden. Wie das Bundeskanzleramt bestätigte, wurde im Ministerrat Dietmar Hoscher als neues Mitglied im obersten ORF-Gremium bestellt. Der Casinos Austria-Vorstand zieht auf einem SPÖ-Ticket in den Stiftungsrat ein und wird bereits der nächsten Gremiensitzung am kommenden Freitag beiwohnen. Hoscher könnte auch die Leitung des SPÖ-"Freundeskreises" übernehmen. Was zuerst als bereits paktiert vermeldet wurde, scheint jetzt doch nicht fix zu sein.

Hoscher sprach am Dienstag von einem Missverständnis: "Selbstverständlich muss der Freundeskreis das beschließen." Ob er die Funktion anstrebe? "Das werden wir demnächst im Freundeskreis in einer eigenen Sitzung besprechen."

Zu den Querelen rund um seinen Vorgänger Niko Pelinka, der als Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in den ORF wechseln will, hielt Hoscher fest: "Ich war lange genug selbst in der Politik und mittlerweile in der Wirtschaft tätig. Aus beiden Funktionen heraus kann ich nur sagen: Jeder sucht sich seinen Assistenten oder Büroleiter selbst aus. Das ist ganz klar."

Hoscher sieht keine Krise

Die mehr als drei Wochen anhaltenden öffentlichen Proteste der Redaktion gegen die jüngsten Personalpläne des ORF-Generaldirektors sieht der neue Stiftungsrat gelassen. "Ich sehe ehrlich gesagt keinerlei Krise", erklärte er.

Der 49-jährige gebürtige Wiener bekleidete mehrere politische Mandate für die Sozialdemokraten, unter anderem als Mitglied des Bundesrates und Abgeordneter des Nationalrates. Im ÖGB fungierte er als Sekretär der Zentralen Kontrollkommission. Im Management der Casinos Austria ist er seit 1998 tätig, als Generalbevollmächtigter fungiert Hoscher seit 2004.

Hoscher folgt im ORF-Stiftungsrat Niko Pelinka nach, der auf einem SPÖ-Ticket saß und auch den "Freundeskreis" leitete. Diese Funktion hatte interimistisch Josef Kirchberger übernommen. Pelinka hatte sein Mandat zurückgelegt, weil er sich als Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bewarb, was für heftige Proteste in der Belegschaft sorgte. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 117
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Siri
01
17.1.2012, 21:31

Bitte! Wann wird der Stiftungsrat endlich abgeschafft? Das ist ja institutionalisierte Peinlichkeit!

Das hat System
00

Der Hoscher ist die institutionalisierte Peinlichkeit...

Eireamhon
04
17.1.2012, 21:15
ein würdiger nachfolger von niko pelinka

er dürfte laut lebenslauf die selben herausragenden fähigkeiten für dieses amt mitbringen: richtiges parteibuch und noch nie ausserhalb des politisch geschützten bereiches gearbeitet.

Volzotan Smeik
00

ganz anders als die kaliber ivo vastic und peter pacult, die sich für das amt super qualifizieren...

seien wir uns ehrlich, der stiftungsrat ist ein politisches gremium und wird es auch immer sein. dafür gibt es wahlen, dass auch der eigentümer (in dem fall die republik ö) entsprechend der bevölkerung vertreten wird.

was nicht sein kann, ist dass diese stiftungsräte für ihr abstimmungsverhalten dann mit jobs belohnt werden. aber dass ein stiftungsrat vom orf politisch besetzt ist, ist fast unumgänglich, wie ich finde...

Walter J. Ferstl
03
17.1.2012, 20:04
"... auf einem SPÖ-Ticket..."

Für eine Partei, deren "Personaldecke" nur noch das Format eines Taschentuchs hat.

Dieselbe Situation wie bei den anderen Parteien auch, nur müssen einige der anderen Parteien (noch) nicht so viele "Tickets" bestücken...

wasisdasis
00
17.1.2012, 18:23
Als Casino Chef

Würde ich mich jetzt fragen, wie ich solche mitarbeiter verdient habe, die einfach so mein unternehmen in eine Diskussion ziehen, in der ich nix verloren habe...

Jan Sommer
00
18.1.2012, 23:55
Als ganz besonders passender Genosse muss/darf

er drauf schauen, dass nicht Raiffeisen alles allein bei Casinos Austria einkassiert - auch bei Privatfirmen schaut "man" auf einen ganz besonderen Proporz.
js

École de guerre économique
02
17.1.2012, 19:20
diese frage würde sich nur ein _guter_ casino chef stellen.

lola1234
02
17.1.2012, 17:22
Nun bin ich endgültig davon überzeugt

Es gibt keine Krise und jeder sucht sich seinen Assistenten oder Büroleiter selbst aus. "Das ist ganz klar", sagt der Neue. Mit diesen Äußerungen tritt er seine Funktion als Stiftungsrat an. Noch so ein Griff ins Klo. Gratuliere SPÖ - dort gibts anscheinend nurmehr hirnlose Plapperer: "Bitte, ich weiss was!"

G. Bitte!
02
17.1.2012, 16:59
Occupy ORF!

Will Wrabetz wirklich warten bis der Zorn der Leute überkocht oder zieht er endlich dem Unternehmen zuliebe die Notbremse. So unverantwortlich kann man doch nicht sein!

Poldi Schrumpl
00
17.1.2012, 16:40
wann wird sich endlich wrabetz äußern?

weiß wer bis wann der büroleiter feststehen muss?

wuestenfuchs
00

die ausschreibung wurde nach niko pelinkas rückzug ebenfalls zurückgenommen.

Hohenlohe
03
17.1.2012, 16:30
Casinos Austria

...die sind ja wohl überall wo Monopol draufsteht. Gute Nacht unabhängiger ORF. Rote Glücksspielbonze...da ist ja der Pelinka noch besser, der ist noch nicht so verdorben

i-tüpfelchen-reiter
08
17.1.2012, 16:25
"Ich sehe ehrlich gesagt keinerlei Krise", erklärte er.

Scheint ja bestens geeignet für den job ...

Radio Eriwan
03
17.1.2012, 17:03
Ein Blinder.

Weg mit dem letzten Proelleten!
04
17.1.2012, 16:22
Wahnsinn diese Postenschacherei!!!

Und das alles um unsere Gebühren bzw. unser Steuergeld!

lola1234
00
17.1.2012, 17:43
Ein Stiftungsrat bekommt pro Sitzung 50 Euro Sitzungsgeld, sonst nichts.

Das macht bei 4 Sitzungen im Jahr und 35 Stiftungräten exakt 7000 Euro im Jahr aus.
Aber die sind ja leider selbst dazu zu doof, das bei der Kundschaft erfolgreich zu kommunizieren.

Herbert Nausser
010
17.1.2012, 16:13
Casino-Manager

Hoscher kann jetzt noch besser den ORF beinflussen... ich versteh ja nicht, warum sich da niemand aufregt: Die Casinos Austria sind über die Lotterien direkt am ORF beteiligt und abgesehen davon einer der größten Werbesponsoren des ORF. So viel zu objekter Berichterstattung und objektiven Stifungsräten...

olaf5
02
17.1.2012, 15:59
Jeder sucht sich seinen Assistenten oder Büroleiter selbst aus. Das ist ganz klar.

nix ist klar: öffentliches amt, öffentliche ausschreibung, öffentlicher rundfunk, öffentliche diskussion,...

K. K. Lacke
05
17.1.2012, 16:09
na was glaubens wie man ins Management der "Casinos Austria" kommt? sicherlich rein aufgrund enormer Qualifikation und

ganz ganz sicher nicht aufgrund des richtigen Parteibuchs?

Pelinka ist und war nur die Spitze des Eisbergs.

Hörens net nach der Spitze auf ihn zu sehen sondern schauen sie dem hässlichen Eisklotz unter die Wasserlinie.

Dort sind Leute wie Hoscher daheim, die von Mandat zu Mandat und zwischendurch auf ein Versorgungsposterl gehievt werden.

Und Qualifikation? also nach der gehts scho lang nimmer...

MichaelMoore
00
17.1.2012, 15:54
Casinos im ORF, als nächstes Novomatic

und die Freunde der Medien!

Das wärs dann. Ich wähle GRÜN

Brel
03
17.1.2012, 16:37
Die Grünen haben leider in der jüngeren Vergangenheit

eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems sind.

politisch verfolgt
03
17.1.2012, 15:44
wie schön

daß die reserven an willenlosen apparatschiks in der spö noch nicht erschöpft sind.

der schwitzbär der schwitzt sehr
04
17.1.2012, 15:38
der Niko hat einen Hoscher

als Nachfolger

woifee 0.0
15
17.1.2012, 15:33

Die Politiker gneisen es wohl nicht oder hoffen, dass das Volk es nicht gneist, aber nicht (nur) der Pelinka ist schuld, das ganze Politkasperl im ORF ist schuld. Die Besetzung nach Parteibuch, egal welche Farbe, und das übergehen von Regelungen zur Auswahl des Personals. Ob jetzt Pelinka oder Hoscher für die SPÖ den Posten besetzt ist doch egal.

Raus mit den Wurstfinger der Politik aus den Medien, sei es nun ORF oder Printmedien, diese Verflechtungen sind nicht tragbar.

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