UNO will Beobachter der Arabischen Liga ausbilden

17. Jänner 2012, 14:57

Training soll nach Ministertreffen am Wochenende beginnen

New York - Die Vereinten Nationen werden Beobachter der Arabischen Liga für einen Einsatz in Syrien ausbilden. Bereits in den kommenden Tagen solle das Training beginnen, sagte eine UN-Sprecherin am Montag in New York. Sie verwies auf ein Ministertreffen der Liga am Wochenende in Kairo, nach dem die Ausbildung starten solle. Die Arabische Liga hatte einen formalen Antrag für das Training der Beobachter gestellt.

Die Wirksamkeit der Beobachtermission der Liga, die seit dem 26. Dezember die Situation vor Ort überwachen soll, war zunehmend infrage gestellt worden. Die syrische Opposition wirft den Beobachtern vor, sich von der Führung in Damaskus vereinnahmen zu lassen. Am Donnerstag will die Mission ihren Bericht vorlegen, den die Außenminister der Liga am Samstag prüfen wollen.

Seit Beginn des Aufstands gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Mitte März 2011 sind nach UN-Schätzungen mehr als 5.000 Menschen getötet worden.

Rebellenchef: Staatengemeinschaft soll Gewalt in Syrien beenden

Ein Offizier der syrischen Rebelleneinheiten hat die Staatengemeinschaft aufgefordert, zum Schutz der Zivilisten in Syrien einzugreifen. "Die Arabische Liga und ihre Beobachter sind mit ihrem Auftrag gescheitert", sagte der Kommandeur der Rebellentruppe Freie Syrische Armee, Riad al-Asaad, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Obwohl er die arabischen Brüder respektiere und deren Bemühungen schätze, sei er der Ansicht, dass sie nicht in der Lage seien, für eine Verbesserung der Situation in Syrien zu sorgen. "Daher rufen wir sie auf, übergebt die Angelegenheit dem UN-Sicherheitsrat. Wir appellieren zugleich an die Staatengemeinschaft zu intervenieren, denn sie ist in der gegenwärtigen Lage eher als unserer arabischen Brüder fähig, die Syrer zu schützen", sagte Asaad, der sich in der Türkei aufhält.

Das Mandat der Beobachter endet am Donnerstag. Sie dürften dann bilanzieren, dass die syrische Führung den im November vereinbarten Friedenplan nicht vollständig umgesetzt hat. Die Arabische Liga muss dann entscheiden, ob die Beobachter abgezogen werden oder in Syrien verbleiben sollen.

Präsident Baschar al-Assad hat angekündigt, er werde seine von ihm als Terroristen bezeichneten Gegner "mit harter Hand" zerschlagen. Die Regierungsgegner zeigen sich aber ebenso entschlossen, ihren Kampf gegen Assad bis zu dessen Sturz fortzusetzen. Nach Berichten staatlicher Medien und von Vertretern der Opposition kam es auch am Dienstag wieder zu Kämpfen und Anschlägen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden. Ausländische Journalisten dürfen nicht ins Land. Eine objektive Bewertung dieser Informationen ist daher schwierig. (APA/AFP)

 

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Posting 1 bis 25 von 33
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Dani B.
00
18.1.2012, 12:32

zuerst schickt man mal beobachter nach syrien, und anschliessend denkt man über deren ausbildung nach. die arabische liga kann sich ja gar nicht mehr blamieren, wer nimmt diesen verein denn überhaupt noch ernst?

sam karambolage
04
17.1.2012, 17:15
Honzo1122
16
17.1.2012, 17:23

Orter.
Da jubeln Trolle dass ein Journalist in Syrien ist,
doch wenn er nicht berichtet, was sie hören wollen,
ist es Propaganda.
Eh klar.
Realitätsverweigerung.

sam karambolage
13
17.1.2012, 17:33

ja eh...hauptsache sie haben täglich humus oder eine wurstsemmel zum frühstück!

Elettra
34
17.1.2012, 21:57
@Friedrich Orter

Großen Respekt,

Sachlich korrekt, es kommt ihm über die Situation in Syrien keine Freude auf, er weist sachlich darauf hin dass bei einem Machtwechsel nach dem Strickmuster "Arabischer Frühling" - Islamisierung - Probleme auf Israel zu kommen, Syrien war unter Assad am Golan ein stabilisierender Faktor.

Honzo1122
23
17.1.2012, 16:37

Homs Bayada bombing by regime troops
Note the tank is hit several times #syria

http://www.youtube.com/watch?v=Jnomh-yhWK4

Arthur Harald Lambauer
 
72
17.1.2012, 15:49
Arthur Harald Lambauer
 
63
17.1.2012, 15:49
Dass die Mitglieder der Arabischen Liga nicht imstande sind, geeignete Spezialisten zu entsenden (mit Gerät und know how) zeigt bloß, wer den Finger auf deren zum Teil hoch gerüsteten Etats hat.

Zum Vorstoß Katars: Die UN-Charta erlaubt keine institutionalisierten regionalen militärischen Bündnisse, nur kollektive Selbstverteidigung ad hoc, bis der SC eingegriffen hat. Deshalb ist ja auch die NATO völkerrechtswidrig.

Die Frage, inwiefern in Syrien der Weltfrieden bedroht sei, bleibt dabei offen.

Im Übrigen würde damit offenbar ausländischer (westlicher) Einfluss importiert, sodass gleich die NATO geschickt werden könnte, mit demselben Effekt.

jajasicher
73
17.1.2012, 15:45
"Ausländische Journalisten dürfen nicht ins Land."

Dieses Statement ist eine glatte Lüge! Sogar Friedrich Ortner (ORF) war vor wenigen Tagen in Syrien.
Aber es ist typisch für diese einseitigen Berichterstattung.

odrr
07
17.1.2012, 17:18

http://tvthek.orf.at/programs/... uebersicht

das stimmt orter sieht auch, dass die reformen von assad zu spaet kommen, und dass er sich auf seinen bruder verlassen kann.

angeblich sind sehr wenige internationale journalisten in syrien.

SANA, welche sie ja weiter unten zitieren...fuer wie glaubwuerdig halten sie diese nachrichtenagentur, fuer die es gar keinen aufstand in syrien gibt?

sam karambolage
04
17.1.2012, 17:06

achso!?? dann wollen wir wissen,welche genehmigungen von welchen syrischen stellen und füe welche orte Herr Ortner bekommen hat,danach können wir reden.

Honzo1122
22
17.1.2012, 16:12

http://de.wikipedia.org/wiki/Frie... rich_Orter

Ohne n. Hab auch schon mal Ortner geschrieben.

Und ja, Sie haben Recht, das ist Blödsinn.
Es sind Journalisten im Land, manchmal, sie brauchen ein Visum, können sich im allgmeinen nicht frei bewegen und berichten,
und vor kurzem ist ein Franzose in Homs getötet worden.

APA ist nicht unbedingt die beste Wahl als Informationsquelle.

Gerechtigkeitsfanatiker1
72
17.1.2012, 14:21

Die sollen dann scheinbar lernen, gefälligst das zu melden, was der Auftraggeber hören möchte.

Interessant finde ich, dass in jedem Artikel über Syrien die Phrase vorkommt: "Seit Beginn des Aufstandes... sind mehr als 5.000 Menschen getötet worden" (natürlich ohne Hinweis, ob die Haupttäter auf Seite Assads oder auf der Gegenseite waren, soll aber suggerieren, dass alle auf das Konto Assads gehen).

Das erinnert mich an "ceterum censeo, Carthaginem esse delendam", und das hat auch mit der Zerstörung eines Landes geendet.

jajasicher
32
17.1.2012, 15:49
So wie die Phrase: "Ausländische Journalisten dürfen nicht ins Land."

"147 Arab and foreign media including TV channels and news agencies were approved into Syria as of last December, pointing out that until now 116 media outlets entered Syria in addition to 90 media outlets already working in Syria through their correspondents." (SANA, 16.01.2012)

papst benedikt
55
17.1.2012, 14:09

ich hoffe, die cia hilft bei der ausbildung, damit auch alles hand und fuss hat...

martin kernschlucker
12
17.1.2012, 11:55
Beobachtungsjob bringt 12.000 Euro pro Monat

da werden sich viele Günstlinge der Liga darum reißen.

hart_aber_fair
36
17.1.2012, 10:36
beobachter ausbilden?

beobachter vom beobachten? was soll man an beobachten lernen? oder soll den beobachtern propaganda und lügen beigebracht werden?

Killer Bunny
52
17.1.2012, 11:20

Aber natürlich. Ob Sie oder Jane Goodall ein paar Gorillas beobachten, spielt keine Rolle. Beide würden dasselbe erzählen, oder?

papst benedikt
33
17.1.2012, 14:08

wäre goodall von denselben leuten ausgebildet worden, würden wir täglich über gorillarechsverletzungen lesen und darüber, dass gorillistan eine diktatur ist, die "befreit" werden muss :)

Ybes
01
17.1.2012, 14:25
Würden die Beobachter feststellen,

dass Syrien eine Demokratie ist, dann wär da wirklich was faul.

papst benedikt
53
17.1.2012, 14:28

würden die beobachter irgendetwas feststellen, was nicht dem westlichen propagandaauftrag entspräche, wäre auch wirklich etwas faul. dann müssten die beobachter sofort in eine "schulung" geschickt werden.

sam karambolage
01
17.1.2012, 17:40

Ich glaube ,der nick,den du hast,passt gar nicht zum träger dieses namens *gg*

Ybes
02
17.1.2012, 15:46
Und wenn sie feststellen,

dass Soldaten und Sicherheitsdienste in ihren Kasernen sitzen und auf niemanden geschossen haben, dann entspricht das der Wahrheit?

Honzo1122
64
17.1.2012, 14:43

Faktum ist, diese Menschenrechtsverletzungen passieren täglich, und das sehr massiv.
Was auch dokumentiert ist.

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