ReFS wird als Teil von Windows 8 Server ausgeliefert und bringt Vorteile bei der Verwaltung großer Datensätze
Microsoft arbeitet seit Jahren an der Weiterentwicklung des Windows-Dateisystems. Am Dienstag präsentierte der Konzern nun erstmals Details zum neuen "Resilient File System" (ReFS) genannten System.
Vorerst nur für Server
ReFS wurde laut den Schöpfern von "Grund auf neu designt, um die heutigen und künftigen Anforderungen an Windows-basierten Speicherlösungen erfüllen zu können". Dabei geht es um die Fähigkeit, große Speichervolumen verwalten zu können, ein hohes Maß an Ausfallsicherheit zu garantieren und Speicher von unterschiedlichen Computersystemen teilen zu können.
Um Abwärtskompatibilität zu gewährleisten, wurde ReFS auf dem aktuellen Dateisystem NTFS aufgesetzt. Die größten Vorteile von ReFS gegenüber NTFS seien die Erkennung verschiedenster Formen der Festplattenbeschädigung, Data-Striping zur Steigerung der Zugriffsgeschwindigkeit und Copy-on-Write (CoW) zur effizienteren Nutzung von Speicherplatz. CoW-Konzepte nutzte Microsoft bisher bereits in seinen SQL-Server-Produkten und dem Volume Shadow Copy Service, um so Snapshots von großen Datensätzen zu ermöglichen.
Kein NTFS-Ersatz
In seiner jetzigen Form kann ReFS nicht bei mobilen Datenträgern oder zum Booten des Betriebssystems verwendet werden. Es ist bislang nur zur Datenspeicherung vorgesehen. Demnach dient es also nicht als Format für Systemfestplatten. So wird ReFS zum Start auch nur als Teil von Windows 8 Server ausgeliefert. Nach einer Testphase sei aber die Integration in die Endnutzer-Version von Windows 8 angedacht. (zw)