"Sesam öffne dich": Googles verstecktes Login-Service

Andreas Proschofsky, 17. Jänner 2012, 08:45

BusinessInsider spürt neues Angebot auf - Einloggen auf unsicheren Computern ohne Passwort eintippen zu müssen

Es ist nichts weiter Außergewöhnliches, dass große Softwarehersteller wie Google hinter verschlossenen Türen an neuen Services arbeiten, eher ungewohnt ist allerdings, dass ein solches Experiment vorzeitig nach außen dringt - und auch gleich voll funktionstüchtig ist. BusinessInsider hat aber nun aber genau so ein Angebot  aufgespürt, "Sesame" soll dass das Eintippen eines Passworts zur Autorisierung unnötig machen.

Ablauf

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Surft man mit dem Browser die URL http://goto.google.com/login an, wird ein QR-Code präsentiert, der sich mit dem eigenen Smartphone einscannen lässt. Dies führt wiederum zu einer Webseite, auf der die betreffende Session autorisiert werden kann. In Folge wird jene Seite, auf der bislang der QR-Code prangte, automatisch neu geladen und es wird - je nach Auswahl - der eigenen GMail-Account - oder wahlweise: Google Calendar - präsentiert.

Überlegung

Was zunächst einmal einfach nur umständlich klingt, hat durchaus einen realen Hintergedanken, erspart man sich auf diesem Weg doch das Eintippen des eigenen Passworts. Dadurch kann man die Google-Services auch auf Rechnern, denen man nicht hundertprozentig vertraut - etwa in einem Internet-Cafe oder einer Bibliothek - nutzen, ohne Gefahr zu laufen, dass das Passwort mitgelesen wird - und im schlimmste Fall in Folge der Account gestohlen wird.

Update, 9:45

Google hat auf die Entdeckung des Services nun mit dessen Entfernung reagiert. In einer kurzen Nachricht auf der betreffenden Webpage heißt es, dass man laufend mit neuen Authentifizierungsmechanismen experimentiere, dieses spezielle Experiment nun aber abgeschlossen sei. Zugleich vertröstet man die NutzerInnen damit, dass man aktuell an etwa "noch besserem" arbeite.

(apo, derStandard.at, 17.01.12)

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Was zunächst einmal einfach nur umständlich klingt, hat durchaus einen realen Hintergedanken, erspart man sich auf diesem Weg doch das Eintippen des eigenen Passworts.

Und wo ist dabei die Ersparniss? Tippen wird wohl noch jeder nicht behinderte Mensch können.

Auf die Art und Weise wird ja jeder Nutzer diskriminiert, der kein solch verwendbares Mobiltelefon hat / braucht!

wie dumm kann man eigentlich sein?

einer der besseren schmähs, um an die handynummern von usern zu kommen.

Wieso sollte man dafür die Handynummer brauchen?

hm, glauben sie, dass das ohne registriertes smartphone geht? woher weiß der code, dass ich ich bin? aber vielleicht fehlt's mir da auch nur an fantasie. hatte mich in letzter zeit darüber geärgert, dass man egal wo (microsoft, google, facebook, ...) nach der mobilnummer gefragt wird, weil die in zukunft die einzige möglichkeit sein wird, vergessene passwords wieder zu bekommen usw.

Die Telefonnummer hat nichts mit dem Google Konto zu tun.
Wenn du auf einem Android telefon die Simkarte wechselst bleibt am Telefon alles gleich.
Du kannst dich auch umgekehrt mit einem google Account auf jedem Android einloggen und dann Daten synchronisieren.
Steht ja auch im Artikel dass es um ein Google Konto geht und keine Tel. Nummer.

erinnert mich an paybox

nur eben mit QR Code statt hinterlegter Telefonnummer und Anruf

vom prinzip her

eigentlich nicht anders wie beim electronic banking wo man den tan code auch aufs handy bekommt.

und bei jedem einloggen bekommt man halt dann ein neues passwort zum einloggen.

sobald das irgendwo als einzige Login-Methode angeboten wird, kann ich mich brausen :-((

hab' gewußt, daß der Tag irgendwann kommt ...

Funktioniert bei mir nicht.

Verwende ein Nokia 1011.

SecLookOn - Gibt schon was besseres

SecLookOn ist ein Konzept, dass das mitlesen von Passwörtern - einfach wegen dem Design des Mechanismus - unmöglich macht.

Das schöne daran: man braucht kein zusätzliches Equipment, also kein Smirtphone, kein Handy-Internet,... gar nichts.

Leider closed source, soviel ich weiß.

War übrigens 2008 in der Futurezone (gotthabesieselig)
http://www.fuzo-archiv.at/artikel/312599v2

Und da wird bei Apple sicher schon das Patent beantragt, weil die können das sicher schon ewig...

Experiment beendet.

Hi there - thanks for your interest in our phone-based login experiment.

While we have concluded this particular experiment, we constantly experiment with new and more secure authentication mechanisms.

Stay tuned for something even better!

Dirk Balfanz, Google Security Team.

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Error 404

Vielleicht ist es unter "Überlegung" etwas zu unklar...

Eure Logindaten (Username/Passwort) kommen bei diesem System ZU KEINER ZEIT mit dem Rechner oder dem Netzwerk in Kontakt in dem Ihr euch gerade befindet (Internetcafe, Airport WLAN etc).

Dh. dass sogar eine Firewall die SSL Verkehr neu verschlüsselt und Daten mitloggt ausgehebelt wird.

Weiters ist es keine Hexerei, soweit ich weis baut es auf der branchenüblichen OAuth auf.

Cooles Teil, wird man sicher öfters sehen in nächster Zeit.

gerade ausprobiert

url geöffnet, QR Code mit Smartphone gescannt -> Dahinter kommt man auf dem Smartphone auf die Google Login Seite und muss erst seine Userdaten eingeben. Danach Service auf Smartphone ausgewählt und was passiert am Rechner? Genau. Nix.

genau nix, hat bei mir anders ausgesehen...

wurde am Rechner umgehend angemeldet. Am Smartie wurde ich sogar gefragt welches gService ich aufrufen will.

Funktioniert prächtigst.

hm, pebkac auf meiner seite!

genau nix hat bei mir anders ausgesehen.

bei mir funzts. net bled, damit kann keiner auf dem fremdcomputer das kennwort abgreifen.

Wer sich so wie ich Sorgen machte

obiger Link leitet schon weiter auf eine https-Seite
https://accounts.google.com/sesame

versteh ich nicht ganz...

"Dadurch kann man die Google-Services auch auf Rechnern, denen man nicht hundertprozentig vertraut - etwa in einem Internet-Cafe oder einer Bibliothek - nutzen, ohne Gefahr zu laufen, dass das Passwort mitgelesen wird"

Haben die Rechner im Internet-Cafe einen Barcodescanner integriert?

einfach ausprobieren

"der sich mit dem eigenen Smartphone einscannen lässt."
am smartphone wird dann abefragt, ob man sich am - unisicheren - pc wirklich einloggen will.
bestätigt man am telefon, springt der browser zB zu gmail.

Nein aber dein Smartphone?

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