Bank-Austria-Mutter

UniCredit sorgt weiterhin für Überraschungen

Thesy Kness-Bastaroli, Mailand, 16. Jänner 2012, 17:39
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    foto: apa

    Angekündigte Kostensenkungen und Gerüchte über neue Investoren lassen den Kurs der UniCredit wieder nach oben gehen.

Nach dem dramatischen Absturz der Aktien von UniCredit raten nun wieder mehrere Analysten zum Kauf der Papiere

Die Bank-Austria-Mutter UniCredit sorgt für Überraschungen. Nachdem die Kurse von UniCredit nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung von 7,5 Milliarden Euro um rund 50 Prozent auf ein Minimum von 2,2 Euro pro Papier nachgaben, kursieren sie zu Wochenbeginn wieder bei 2,9 Euro. Gründe für die Erholung gibt es mehrere: Zahlreiche Analysten, darunter jene von Citigroup, haben zum Kaufen aufgefordert, nachdem die Aktien auf einen "Ausverkaufswert" sanken. Auch weitere Analysten internationaler Banken geben sich neuerdings optimistisch. 15 Investmentbanken, darunter Goldman Sachs und Morgan Stanley, haben ein Kursziel von über fünf Euro genannt. Knapp über ein Drittel der Banken empfiehlt den Kauf der Papiere.

Die angekündigte Kostensenkung und die internationale Präsenz in 22 Ländern seien ein Plus, heißt es bei Citigroup. Auch ist die Börsenkapitalisierung derzeit mit rund fünf Milliarden niedriger als der Wert einer der Tochterbanken, etwa der polnischen Bank Pekao.

Grund für die Zuversicht sind auch lauter werdende Gerüchte über den Einstieg des kasachischen Staatsfonds Samruk Kazyna und eines russischen Magnaten. Analysten schließen auch nicht aus, dass eine der internationalen Großbanken einsteigen könnte. Namentlich werden Goldman Sachs, HSBC und die spanischen Santander Bank genannt.

Beteiligungen von mehr als zwei Prozent müssen der Börsenaufsicht Consob mitgeteilt werden. Consob ermittelt derzeit wegen der Beteiligung der US-Fondsgesellschaft BlackRock. Der Fonds hat kürzlich wissen lassen, dass er weiterhin drei Prozent halte. Hingegen war vor der Kapitalerhöhung gemeldet worden, der US-Fonds habe seine Beteiligung reduziert. Diese Meldung könnte negative Auswirkungen auf die Kursentwicklung gehabt haben, begründet ein Consob-Sprecher die gegenwärtigen Ermittlungen.

Zweifellos wird sich die Aktionärsstruktur nach der Kapitalerhöhung verändern bzw. internationaler werden. Mehrere Bankenstiftungen wollen nicht voll zeichnen. Hingegen hat der Unternehmer Leonardo Del Vecchio, Großaktionär des Luxuskonzerns Luxottica, bestätigt, dass er sich anteilsmäßig an der Kapitalerhöhung beteiligen werde. (Thesy Kness-Bastaroli, Mailand, DER STANDARD, Printausgabe, 17.1.2012)

Schwarz Grün
00
17.1.2012, 09:10
buy low - sell high .........

nur den standard überrascht so etwas ... ggggg

ROTWEISSROT
20
17.1.2012, 07:17
Goldman Sachs und Morgan Stanley, haben ein Kursziel von über fünf Euro genannt

Leider aber nicht den Zeitraum.........

In 30 Jahren dann........nur wird dann die Inflation alles aufgefressen haben

Jedenfalls wünsch ich allen viel Spaß mit Bankenaktien. Von mir sehen die keinen Cent mehr. Nur mehr Energieaktien sind es wert sie zu kaufen

RS69
 
00
17.1.2012, 10:17

Energieraktien sind ALLE toll - besonders empfehlenswert im Moment beispielsweise Solar Millennium?

Marquis de Sade
 
01
17.1.2012, 08:51

wer sich in seinem Leben mal mehr als 5min mit dem Thema Analysen/Kursziele befasst hat, könnte glatt auf die Idee kommen, dass die fast immer auf 12 Monate ausgegeben werden.

Bleiben Sie ruhig bei den Energieakien. Ist ja nicht so, als gäbe es das Thema Rohstoffblase auch mal. Ich bevorzuge halt abgestürzte Banken... und ich hab vieeeeeeeeeeeeeel Zeit.

Elron Abarth
00
17.1.2012, 15:46

Ich habe auch viel Zeit.

Da ich aber nicht weiß, wie viel Zeit die (einzelnen) Banken noch haben, traue ich mich im Moment da nicht rein.

trace route
15
17.1.2012, 01:40
Und schupps!

Schon haben sich Goldman Sachs oder HSBC den Kauf einer europäischen Großbank aus der Porto-Kassa finanziert.

Zuerst dafür sorgen, dass der Preis abstürzt. Danach selber kaufen und hochpushen. So macht man innerhalb von ein paar Tagen Milliarden.

Nicht real natürlich, nur virtuell. Aber es funzt prima.

Beim nächsten Banken-Crash zahlen eh wieder die europäischen Steuerzahler...

Boksuneun neoui geot
01
17.1.2012, 00:18

1) Man nehme ein marodes Papier

2) Abwarten bis die Aktien den Ausverkaufswert erreichen

3) Plötzlich wie verrückt anfangen Aktien zu kaufen

4) Die Markt reagiert auf die(se künstlich) erhöhte Nachfrage und der Aktienpreis steigt

5) Wenn der Preis hoch genug ist schnell alle Papiere wieder loswerden bevor die selbst erzeugte Blase platzt.

So verwunderlich ist das Verhalten der Investmentbanken auch nicht...

Es könnte natürlich auch sein dass die Gerüchte wahr sind und ein Großanleger längerfristig einsteigt... wie lange und mit welchem Erfolg?... na ja das sehen wir an der Kette CA->BA->Hypo->UniCredit nach dem Verkauf hat keine sich lange halten können.

Welche Auswirkungen hat das ganze auf Bank Austria und seine Kunden?

pokemon
06
16.1.2012, 20:59
Doppelzüngig

Die Ausgabe der AKtien wurde von einem Konsortium durchgeführt an dem alle großen Banken beteiligt waren. Diese Banken garantieren der Unicredit den Verkauf der Aktien. Nachdem der Verkauf letzte Woche in die Hose ging sitzen die Banken jetzt auf den Aktien und wollen sie natürlich rasch loswerden. Ein paar gestreute "Analysen" helfen hier rasch. Sobald alles verkauft ist wird der Kurs wieder sinken.

Kapitalismus Luege
05
16.1.2012, 19:27
buy - sell

egal, jedenfalls immer nur 2ter

- nach den Insidern.

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