S&P-Deutschland-Chef

"Dann wüssten wir auch die Lotto-Zahlen"

Interview | Lukas Kapeller, 16. Jänner 2012, 17:29
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    S&P-Chef zu Vorwürfen aus Politik und Medien, die Ratingagentur spreche Drohungen gegen Europa aus: "Das ist eine völlig unangemessene Wortwahl, weil die Kommentierung und Veröffentlichung, die wir machen, unsere Meinung zur zukünftigen Zahlungsfähigkeit beschreiben und als solche völlig unemotional sind."

Torsten Hinrichs, Deutschland-Chef von S&P, wehrt sich gegen Vorwürfe, seine Ratingagentur würde aggressiv gegen Europas Staaten vorgehen - Auf Länderratings wolle er auch künftig nicht verzichten

derStandard.at: Wo ist aus Sicht von Standard & Poor's der Unterschied zwischen Österreich und den noch vier mit AAA eingestuften Ländern in der Euro-Zone?

Hinrichs: Ratings setzen sich aus verschiedenen Analysebereichen zusammen: politischer, wirtschaftlicher, externer, finanzieller und monetärer Faktor. Wir haben eine Verschlechterung bei fast allen Euro-Staaten im politischen Faktor gesehen: Unterschiede zwischen den AAA gerateten Staaten und Österreich sehen wir in den teilweise schwächeren Ausgangspositionen in anderen Analysebereichen, vor allem im fiskalischen Bereich.

derStandard.at: Europas Medien schreiben seit Monaten von Drohungen von Standard & Poor‘s an Europa oder von Attacken auf die Euro-Staaten. Verstehen Sie das?

Hinrichs: Das ist eine völlig unangemessene Wortwahl, weil die Kommentierung und Veröffentlichung, die wir machen, unsere Meinung zur zukünftigen Zahlungsfähigkeit beschreiben und als solche völlig unemotional sind.

derStandard.at: Mittlerweile haben ja auch die meisten Bürger ihre Meinungen zu Ratingagenturen. Eine lautet, Ratingagenturen würden härter herabstufen als früher, weil man niemandem mehr zu Unrecht ein Triple-A erteilen wolle. Was sagen Sie dazu?

Hinrichs: Diese Aussage ist als solche unhaltbar. In schwierigen Zeiten kommt es zu mehr Herabstufungen als in wirtschaftlich stabilen. Das ist vollkommen logisch. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, dass in jüngster Zeit vergleichsweise mehr Herabstufungen erfolgen, ist zwar richtig. Das ist aber nur bedingt durch das Umfeld, weil wir schon seit mehreren Jahren in der Finanzkrise stecken.

derStandard.at: In der öffentlichen Debatte sind in erster Linie Ihre Länderratings umstritten. Welchen Anteil Ihres Geschäftsvolumens machen eigentlich die Ratings von Staaten, Bundesländern und Kommunen aus?

Hinrichs: Der Anteil von Staatsratings, Bundesländern und Kommunen ist in Europa relativ gering. Der Anteil von Bankenratings, Firmenratings, Versicherungsratings ist bei weitem größer. Ich sage Ihnen auch, warum. Die meisten Staatenratings, die wir in Europa haben, sind so genannte unbeauftragte Ratings. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind gute Beispiele für Länder, wo es kein Vertragsverhältnis mit uns gibt. Aus einem unbeauftragten Rating erzielen wir keine Umsätze.

derStandard.at: Das heißt, Sie könnten aus betriebswirtschaftlicher Sicht doch auf die Länderratings verzichten?

Hinrichs: Das würde ich ungern. Auch wenn der Anteil am Gesamtumsatz jetzt nicht signifikant ist, brauchen wir Länderratings in vielen Bereichen als Ankerpunkt für andere Ratings. Wir bewerten zum Beispiel Firmen, die vom Bund oder vom jeweiligen Bundesland abhängig sind. Auch unsere Bankenratings sind relativ stark abhängig vom Rating des Staates selber, in dem sie operieren. Deswegen brauchen wir die Länderratings, ob sie bezahlt werden oder nicht.

derStandard.at: Aber Sie wissen ja auch, welche Interpretationen aus Ihren Ratings abgeleitet werden ...

Hinrichs:: Glauben Sie, dass die Märkte effizienter funktionieren würden oder weniger volatil wären, wenn unsere unabhängige, objektive Meinung nicht veröffentlicht werden würde? Ich glaube, dass genau das Gegenteil passieren würde. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Wirkung unserer Aussagen auf den professionellen Markt. Unsere Wahrnehmung ist, wir werden heute mehr denn je als unbeeinflusst von politischen, ökonomischen oder sonstigen Interessen gesehen.

derStandard.at: Es gibt aber auch Menschen, die S&P für diese Meinungen haftbar machen wollen.

Hinrichs: Was die Arbeitsprozesse und die Kriterien betrifft, sind wir heute schon in einer Haftung bei den europäischen, aber auch bei den amerikanischen Regulierern. Darüber hinaus gibt es die Meinung, dass wir für die Richtigkeit unserer Ratings haftbar sein sollen. Das kann nicht sein. Erstens geben wir eine zukunftsgerichtete Meinung ab. Zweitens bauen unsere Prognosen auf dem auf, was man heute weiß. Auch Ratings können sich ändern, weil die Welt sich ändert. Wir können nicht dafür haftbar gemacht werden, ob etwas, das wir heute annehmen, in drei Jahren auch so passieren wird oder nicht. Dann wüssten wir auch die Lotto-Zahlen.

derStandard.at: In Frankfurt stehen auch Zelte der "Occupy"-Bewegung. Können Sie den Protest nachvollziehen?

Hinrichs: Ich kann dieses Unbehagen aus der Ohnmacht, etwas verändern zu können, gut verstehen. Ich kann gut nachvollziehen, dass die Zusammenhänge, die zur Euro-Schuldenkrise geführt haben, so komplex sind, dass es der Normalbürger nicht mehr wirklich versteht.

derStandard.at: Wie würden Sie einem der Protestierenden erklären, was ein Rating ist?

Hinrichs: Was wir im Rating abgeben, ist eine Meinung über die zukünftige Fähigkeit eines Schuldners, Zahlungsverpflichtungen und Zinszahlungen pünktlich und vollständig zu bedienen. Generell wird in Ratings mehr hinein interpretiert, als sie aussagen. Ein Rating ist ein Maßstab für zukünftige Bonität.

derStandard.at: Würde sich mehr festgeschriebene, völkerrechtlich bindende Solidarität unter den EU-Staaten bei den Schulden positiv auf die Ratings auswirken?

Hinrichs: Um Ihre Frage andersrum zu beantworten: In Verbünden wie zum Beispiel dem Bundesstaat Deutschland oder dem Bundesstaat Österreich, wo Bund und Länder eng zusammenhängen und relativ klar ist, dass der Bund für die Schulden der Länder am Ende des Tages einspringen wird, gelten andere Regeln als bei einer Gruppierung von Staaten innerhalb der Euro-Zone, die eben nicht diese Regeln untereinander haben. Man sieht an der Art und Weise, wie wir Bundesländer bewerten, dass sie alle relativ dicht beieinander liegen und sich nicht großartig unterscheiden von dem Rating des Bundes. Das trifft auf Österreich genauso zu wie auf Deutschland. Das ist Resultat dieser verfassungsmäßigen Zusammengehörigkeit, die in der Euro-Zone so nicht existiert.

derStandard.at: Sie haben mehrfach betont, dass S&P nie danach getrachtet hat, eine Referenzgröße bei der Euro-Rettung zu sein. Sie haben kürzlich gesagt, die Bemühungen der Politik, den Ratings den offiziellen Charakter durch Bankregulative wie Basel II wieder zu nehmen, würden Sie begrüßen. Das heißt, Sie wollen Ihre starke Position freiwillig aufgeben?

Hinrichs: Ich bin der Meinung, dass die Wertschätzung, die die Märkte Standard & Poor's entgegen bringen, davon abhängig sein soll, wie treffgenau unsere Analysen sind. Die Meinungsführerschaft durch die Qualität unserer Analytik und durch den Track-Record, den wir uns aufgebaut haben, ist der Maßstab, an dem wir gemessen werden wollen - nicht das feste Verankern unserer Ratings in Vorschriften wie zum Beispiel Basel II oder Basel III.

derStandard.at: Allerdings fragt man sich, wie der Weg dorthin aussehen soll. Die Regulierungsvorschriften der Banken nehmen nun einmal Bezug auf Ratings, und die Bonität der Institute wird doch ein zentraler Faktor bleiben?

Hinrichs: Die Frage stellen Sie am besten den Politikern, die diese Forderung stellen. (derStandard.at,16.1.2011)

TORSTEN HINRICHS (53) ist Geschäftsführer von Standard & Poor's in Deutschland, Nord- und Osteuropa und in den Emerging Markets.

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Posting 1 bis 25 von 37
1 2
El Chó
01
17.1.2012, 17:19
Verstehe ich das richtig?

Wir bezahlen 700.0000 Euro im Jahr, damit S&P Oesterreich ratet. Deutschland bezahlt nichts und wird trotzdem geratet, weil S&P das sowieso tun muss.
Und dann erklaert uns der Herr: "Deswegen brauchen wir die Länderratings, ob sie bezahlt werden oder nicht."

Okay- kann mir also bitte jemand erklaeren warum wir denen also 700.000 Euro jaehrlich ueberweisen?!?

Sky7
00
17.1.2012, 13:20
Grundsätzlich völlig wertlos

Wer Ratingagenturen seit Lehmann & Co noch ernst nimmt, ist selber Schuld.

Ärgerlich wird es natürlich, wenn sich der von ihnen verzapfte Schwachsinn auf die Kreditzinsen auswirkt. Hier muss man versuchen, gegenzusteuern.

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, Staatsanleihen aus Frankreich, Österreich etc. vor allem an Abnehmer zu verkaufen, die einen besseren Bezug dazu haben. Deutschland soll Anleihen vor kurzem sogar gegen (wenn auch minimale) Negativzinsen versteigert haben. Im Ernst, so viel schlechter stehen wir in Ö nicht da.

Corpo
00
17.1.2012, 11:47

Man sollte die Ratingagenturen und ihre Mitarbeiter auf eventuelle Spekulationsgewinne hin untersuchen. Da der Markt derart stark auf die Ratingagenturen reagiert wäre es ein leichtes als Mitarbeiter der über bevorstehende Veröffentlichungen Bescheid weiß daraus Spekulationsgewinne zu erzielen.

DarktowerX
00
17.1.2012, 10:20

Watzlawick würde das sehr amüsant finden...eine klassische selbsterfüllende Prophezeiung! Die Etikettierung eines Staates als schlechter Zahler erzeugt seine eigene bestätigende Realität. Natürlich werden die Investoren dann vorsichtig sein und die Kreditzinsen steigen.

Franz Weinpolter aka Franz Ehm
01
17.1.2012, 10:18
ratingkreaturen = willfährige instrumente der...

...us- und gb-finanzpolitik.

von unabhängig, transparent und objektiv sind diese wirtschaftsesoteriker weit entfernt.

Karl-Heinz EgdU
02
17.1.2012, 09:01
Mathias Steinlaus
 
01
17.1.2012, 08:40
Torsten Hinrichs, Deutschland-Chef von S&P, wehrt sich gegen Vorwürfe, seine Ratingagentur würde aggressiv gegen Europas Staaten vorgehen.

Ach, jetzt droht schon der komplette Realitätsverlust?

Wie kann man so abgehobene willige Mitläufer wieder zur Besinnung bringen? Wie macht man das mit "Wirtschaftsnutten" am "Sautrog"??

Utrillitn
02
17.1.2012, 05:05
die Bewertungsschwäche im Euroraum

.
"...dass der Bund für die Schulden der Länder am Ende des Tages einspringen wird, gelten andere Regeln als bei einer Gruppierung von Staaten innerhalb der Euro-Zone, die eben nicht diese Regeln untereinander haben."

Das stimmt. Sonst wär das Bundesland Kärnten mit seier Haftung für die Hypo-A-A-Bank schon zahlungsunfähig und auf Ramsch-status.

Innerhalb der EU gibts sowas nicht. Kein massives Eingreifen der EZB. Das wollen viele Nationalstaaten nicht.

Ein politisch instabiles Land wie Italien, wo die Mafia im Parlament sitzt und die Verbindungen bis zum Kasperl Berlusconi reichten, sollte nicht im Währungsverbund sein.

Diese Unverbindlickeit der Staaten, die einander nur zögernd aushelfen, ist die Schwäche des Euroraumes.

Hannes Heistracher
 
30
16.1.2012, 22:11
Die Sinnhaftigkeit von Bewertung von Unternehmen

Liebe Standard-Leser/-innen!
Die 3 Ratingagenturen haben eine fast 150jährige Geschichte durchgemacht. Anfänglich noch klein, mit den Jahren immer bedeutender geworden. Damit Umsatz und Gewinn samt Büros & Mitarbeitern.
Viele Unternehmen und große Investoren wollen die zukünftigen Geschäftspartner besser kennen, bevor sie sich mit ihnen einlassen können. Damit wurde die Geschäftsgrundlage für die Ratingagenturen erst geschaffen. Die Politik wird in Zukunft damit leben müssen! Auch wir Bürger/-in, die darüber reflektieren sollten. MfG 16.01.2012/22:10Uhr/HH

am ko
00
17.1.2012, 12:14
also also

die politik muss mit dem leben, wie sie sich eben selbst gestaltet. es gibt kein "von gott gegebenes rating", mit dem wir, respektive die politik, zu leben hätten, es hinnehmen müssten wie eine naturkatastrophe.
dieses herumgeeiere (wir raten noch nicht aber wir downgraden in 90 tagen!) ist doch eine augenauswischerei und geldmacherei sondergleichen. volkswirtschaften funktionieren doch anders als unternehmen! schade, dass sich die regierungen (oder auch die EU) nicht aus dem bösen spiel nehmen können ... oder wollen. DA liegt der hase im pfeffer der politik und sonst nirgends.

Gary Grantscherbn
01
17.1.2012, 08:33

Also ich habe mich entschlossen, mehr über das bhutanesische Glücksprodukt zu reflektieren. Mir geht an meinem A vollkommen vorbei, ob "wir" nun 2 oder 3 große As haben.

Manfred Mittel
01
16.1.2012, 23:53

Ich glaube nicht dass eine 150-jährige Geschichte solch ein irrationales Verhalten legitimiert.

Manfred Mittel
04
16.1.2012, 19:45
Eine Meinung wie jede andere?

Wenn also diese Meinung die Zahlungsfähigkeit der Staaten bewertet, und diese Rating dann wieder andere beeinflussen, lässt sich hier bequem ein Teufelskreis lostreten. Die Wirtschaftleistung ganzer Staaten darf nicht von der Meinung weniger wirtschaftsliberal eingestellter "Analysten" abhängig gemacht werden, noch dazu gibt es keinerlei Transparenz in deren Entscheidungsfindung. Es müsste reichen, wenn sie einfach Daten sammeln und veröffentlichen. Die Meinungen dieser Personen interessiert doch keinen. Sollen sie doch lieber Lottozahlen voraussagen, das wäre objektiver.

jimmydean
01
16.1.2012, 22:34
Sie haben es eh richtig erfasst

es wird kein mensch gezwungen, den prognosen / ratings zu glauben... es wird aber auch keiner gezwungen, ihnen nicht zu glauben, manchmal stehen ja ganz vernünftige argumente dahinter... und dass jemand für seine arbeit auch bezahlt werden will, ist meiner meinung nach auch legitim...

Erik der Rote
00
17.1.2012, 12:25
das ist aber sehr blauäugig

TK07
02
17.1.2012, 10:18

wenn ich keinen Vertrag mit ihm habe, woher nimmt er sich dann das Recht mich zu bewerten und beurteilen? "Mobbing"; der Herr spricht von Objektivität und gleichzeitig von seiner Meinung über die zukünftige Entwicklung! ="Subjektivität", aus diesem Grund lehnt er dann ja jede Haftung ab!; die USA sind noch AAA, starke Wirtschaftsleistung ohne solziale Sicherheit sollte ein Kinderspiel sein, ergo Sozialleistung des Staates müssten sich auch auf die Ratings auswirken? Ich denke mit zeitlich vorgezogen negativen Ratings die Gesundheit von Staaten zusätzlich zu gefährden sollte verboten sein. Objektive tatsächliche Statusbewertung ok, aber Kaffeesatzlesen......

jimmydean
00
17.1.2012, 16:39
amerika sind schon seit mitte letzten jahres

auf AA+ ... es geht eben nicht nur um die bewertung des derzeitigen zustandes, sondern auch um einen kleinen blick in die zukunft (weil um die geht es ja an den börsen) und da schneidet eben z.b. österreich mit seinen ost-krediten nicht besonders gut ab..

GE
06
16.1.2012, 19:39

Wenn einige Euro Länder ihm den Geldhahn, also die Bezahlung für seine Ratings abdrehen, kann er Vogerl zählen gehen!

Gin_Tonic
00
16.1.2012, 23:37
Hmmm....

Die meisten Staatenratings, die wir in Europa haben, sind so genannte unbeauftragte Ratings. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind gute Beispiele für Länder, wo es kein Vertragsverhältnis mit uns gibt. Aus einem unbeauftragten Rating erzielen wir keine Umsätze.

Gary Grantscherbn
00
17.1.2012, 08:34

wer ist bitte "wir"?

Gin_Tonic
00
17.1.2012, 23:05

dies ist ein Zitat aus dem Interview. Ich nehme also an, dass Herr Hinrich mit "wir" sich selbst und Mitarbeiter bei S&P meint.

Leukozyt
 
01
16.1.2012, 23:52
Genau - und das ist mir ziemlich aufgestoßen.

Warum zum Teufel veröffentlicht S&P Ratings von Entitäten, die keinen Vertrag mit ihnen haben? - Wenn sie Staatenratings (s.o.) als Basis für Unternehmensratings benötigen (d.h. sie erzielen indirekt dadurch doch Umsätze), sollen sie sie machen, aber nicht hinausposaunen!

Genau mit dieser Aussage hat der so eloquente Herr Hinrich (versehentlich?) darauf hingewiesen, dass S&P mit verdeckten Karten irgendein ganz anderes Spiel spielt.

Wenn ich meine (und sei sie fundierte) Einschätzung zur Kreditwürdigkeit meines Nachbarn in die Welt posaune, obwohl der das mit mir nicht vereinbart hat, kann ich mich (gerechterweise!) auf einiges gefasst machen. Also: was fällt denen eigentlich ein? Auf welcher Basis agieren die bitte?

Werner F, der Inserator
20
17.1.2012, 08:56

Auch wenn das staatenrating nicht beauftragt ist kaufen banken diese ratings ... Natuerlich machen die ratingagenturen auch mit den laenerratings umsatz.

Aber anders gefragt: warum sollte sie die lr nicht veroeffentlichen, wird dann alles besser ?

Ich finde es schon lustig, man schiesst gerne auf den ueberbringer der schlechten nachricht

kwazzo
01
17.1.2012, 09:43
die ratingagenturen sind NICHT die überbringer der "schlechten" nachricht

was soll denn die schlechte nachricht sein? am beispiel österreichs ??????

ratingagenturen sind der motor der nervösen märkte und achten darauf, dass die märkte weiterhin schön nervös bleiben.

die ratingagenturen reiben sich die hände, weil sie gut an der überbringung der unangefragten (!) nachricht verdienen.

Gin_Tonic
00
17.1.2012, 23:20
Oberflächlich

Wenn Sie sich ein wenig genauer mit den Märkten beschäftigen würden, würden Sie wissen dass diese den Rating Agenturen meist um einiges voraus sind. Nur selten hat ein geändertes Rating einen signifikanten Einfluss auf Preise (abgesehen von möglichen kurzfristigen Ausschlägen)

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