Die Albertina verzeichnet zwischen 2008 und 2011 einen Rückgang um 12,3 Prozent
Wien - 2008 hatte die Albertina 997.738 Besucher, im Jahr darauf 624.937
- und 2011 nur mehr deren 574.739. Das bedeutet gegenüber 2010 mit 655.
598 Besuchern einen Rückgang um 12,3 Prozent. Auch der Eigendeckungsgrad
sank: von 56 Prozent im Jahr 2010 auf "knapp über 50 Prozent", so
Direktor Klaus A. Schröder bei seinem Pressegespräch am Montag. Einen
Trend will er nicht erkennen: Für 2013 mit einer großen
Matisse-Ausstellung erwartet er einen Besucherrekord.
Heuer besinnt man sich - abgesehen von der Impressionismus-Schau im
Frühjahr - auf die eigenen Stärken. Ab 14. März präsentiert die
Albertina 131 Zeichnungen von Gustav Klimt aus den Beständen, ergänzt um
30 Leihgaben. Nach Ende der Laufzeit (10. Juni) wandert die Schau nach
Los Angeles ins Getty-Museum. Über den Sommer sind "Meisterwerke der
Albertina" von Bosch, Bruegel, Rubens und Rembrandt zu sehen und
parallel dazu die Sammlung Werner (deutscher Expressionismus), die als
Dauerleihgabe ans Haus kam. Im Sommer und Herbst gibt es zudem zwei
Fotoausstellungen: Joel Sternfeld und Körper als Protest. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe 17.1.2012)