Zuwanderungs-Bilanz

Ungarn und Polen kommen - und gehen wieder

17. Jänner 2012, 06:15
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    foto: foto: jens-ulrich koch/dapd

    Am Bau, im Tourismus und in der Arbeitskräfte-Überlassung (Personalbereitstellung, Personalleasing) kommen am meisten ArbeitsmigrantInnen aus den

Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai brachte 22.000 zusätzliche ArbeitsmigrantInnen, doch viele bleiben nur kurz

Deutschland wächst wieder: Erstmals seit 2002 scheint sich das Geburtendefizit wieder durch stärkere Zuwanderung auszugleichen. Es sind vor allem ImmigrantInnen aus Polen und Tschechien, die für das Bevölkerungsplus sorgen - dank der Arbeitsmarktöffnung am 1. Mai 2011. Diese Liberalisierung gab es bekanntlich auch in Österreich. Doch hier dürften die ArbeitsmigrantInnen aus den Nachbarländern nicht so stark zum Bevölkerungswachstum beitragen wie in Deutschland. Denn ein großer Teil erwählt Österreich zwar zum Arbeitsort, aber nicht zum Lebensmittelpunkt. Andere wiederum dürften nur vorübergehend hier arbeiten, etwa zur Überbrückung einer Phase der Arbeitslosigkeit im Herkunftsland. 

Laut Zahlen des Sozialministeriums kamen von 1. Mai bis 30. November insgesamt 22.277 zusätzliche unselbständig Beschäftigte aus den 2004er-Beitrittsländern auf den österreichischen Arbeitsmarkt. Das Wifo hatte mit 25.000 ArbeitsmigrantInnen im ersten Jahr gerechnet. 

Bau und Gastgewerbe

Auf den zweiten Blick ist der Anstieg weniger beeindruckend als auf den ersten: Fast die Hälfte dieser Beschäftigten pendelt über die Grenze ins Land und lässt sich nicht hier nieder. Und der überwiegende Teil der Arbeitskräfte arbeite am Bau, im Tourismus und in der Arbeitskräfte-Überlassung (Personalbereitstellung, Personalleasing) - also in "Branchen, die darauf hindeuten, dass es großteils Saisonarbeitskräfte sind", sagt Peter Huber vom Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo. Anders gesagt: Man überbrückt eine Phase der Arbeitslosigkeit mit einem Job im nahen Ausland - und kündigt diesen wieder, sobald sich im Herkunftsland etwas Neues auftut.

Auffallend ist auch die hohe Konzentration im Osten: Der größte Teil der ImmigrantInnen kommt aus Ungarn und ist in Wien, im Burgenland und im Osten Niederösterreichs beschäftigt. Fast 9000 zusätzliche Arbeitskräfte kamen aus Ungarn ins Land - zum Vergleich: Aus der Tschechischen Republik kamen nur 1508 Beschäftigte. MigrantInnen aus Polen stehen an zweiter Stelle: Von hier haben seit 1. Mai insgesamt 5199 Menschen den Weg nach Österreich angetreten, um hier zu arbeiten. 

Wie hoch der Saisonniers-Anteil an den "neuen" ArbeitsmigrantInnen ist, werde man erst Ende 2012 sehen, meint Wifo-Experte Huber: "Dann wissen wir, wie viel Kommen und Gehen es gegeben hat."

Nur geringer Anteil

Selbst, wenn alle der 22.777 zusätzlichen Beschäftigten in Österreich einen Wohnsitz gründeten, dann wäre das im Vergleich zur Gesamtzahl der hier lebenden AusländerInnen nur eine winzige Gemeinde: Insgesamt leben 928.000 Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft im Land, 40 Prozent kommen aus der EU, dem EWR oder der Schweiz. Knapp ein Drittel stammt aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne Slowenien) und rund 12 Prozent haben einen türkischen Pass. (mas, derStandard.at, 16.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 34
1 2
Manfred Discus
01
19.1.2012, 20:21
es kommen auch einige

die hören dass man in Österreich das Doppelte und Dreifache verdienen kann als zuhause. Aber dann merken sie dass man dafür auch mehr Leistung bringen muss und ziehen es vor wieder in ihrem Land mit Daumendrehen weniger zu verdienen aber leichter.

Herr und Frau Österreicher
 
10
20.1.2012, 09:16

Ist das jetzt ihr Ernst? Glauben sie tatsächlich, in Ö. müsste man härter arbeiten als in Ungarn und Polen???

aculus populus
 
00
25.1.2012, 08:56
Als Ausländer in Ö

schon :)
als ein Österreicher in Ö nicht

Kra Wuzikabuzi
05
18.1.2012, 16:42
ganz einfach

gut ausgebildetet leute gehen dorthin, wo sie die meisten chancen haben.

schlecht ausgebildete gehen dorthin, wo schon viele aus dem eigenen land sind, da bekommen sie hilfe im netzwerk und brauchen die sprache nicht zu lernen. und die karawane geht üblicherweise dorthin, wo sie viel vom staat bekommen, weil sie eben wegen schlechter ausbildung selbst wenig chancen haben.

noch fragen ?

raff1
11
17.1.2012, 21:27
naja, so ganz stimmt das nicht.

die, die familie und haus/wohnung haben, gehen zurück. die einkommen in ihren ländern sind gestiegen. es gibt aber einige (wenige), die nur schwarz arbeiten, keine bleibe im ausland haben und vom alk-konsum abhängig sind. sieht man ab und zu in parks oder u-bahn.
kann aber auch sein, dass die schon vor der öffnung da waren.

aculus populus
 
00
25.1.2012, 08:59
die meisten die alk konsumieren

beim Karlsplatz z.B. sprechen tief wienerisch ... bin mir nicht sicher dass des Migranten seien.

byron sully
12
17.1.2012, 15:15

wen's nach all denen (nicht nur fpö und krone, sondern leider auch ögb, spö und övp) gegangen wäre, die so panische angst vor der arbeitsmarktöffnung gehabt haben, müßten ja schon millionen da sein. nur wo sind die dann?

Chris Quast
00
18.1.2012, 23:40

na na na na. bei der övp haben höchstens vielleicht deren arbeitgeberbünde gewettert.

wobei ich jetzt gerne die strach'schen kroneeinschaltungen sehen würde, wo er gewarnt hat wieviele denn nicht bis wann zu erwarten sind.

da kann ich mir an so ne mitteleuropakarte mit pfeilchen die die wanderungsströme zeigen erinnern.

ging jedenfalls in die 100000e (weiß aber jetzt nicht mehr auf wieviele jahr projeziert).

aber wenn die ungarn nicht wieder in strömen wie in den 50ern abhauen, wird sich das wohl nicht mehr ausgehen

living reef
10
21.1.2012, 11:15
wir kämpfen doch jetzt noch mit den problemen

die von den 100000 ins land gekommenen portugiesischen bauarbeitern auf dem arbeitsmarkt verursacht wurden...

byron sully
00
19.1.2012, 14:58

grad der wirtschaftsbund war da recht offen. aber die övp unter schüssel hatte ja das ziel, die 2002 zu ihr übergelaufenen ex-fpö-wählerInnen längerfristig an sich zu binden.

Herr und Frau Österreicher
 
24
17.1.2012, 13:39
22.000!!!

Also hatte der strache unrecht? Nein, kann nicht sein... die 100.000den kommen bestimmt noch!

strangerinastrangeland
 
01
21.1.2012, 10:58

Der Strache hat da was übersehen.
Jene die kommen wollten, sind schon seit Jahren hier.

Johannes Benn
05
17.1.2012, 13:19
.

gut wenn sie kommen, schade wenn sie gehen!

Einundzwanzig
01
17.1.2012, 12:46

Warum wird die negative Auswirkung der Grenzgänger nicht erwähnt? Immerhin wird dadurch Wirtschaftsleistung abgeschöpft...

Und was mich wirklich intessieren würde ist wie viele neue EU es gibt, die in Ö in diesen Gewerben angestellt werden - bzw. wo die Arbeitnehmer gezwungen werden EU zu gründen damit diese dann bei Auftragsknappheit noch leichter abgesägt werden können...

Herr und Frau Österreicher
 
12
20.1.2012, 09:17

Sie meine Vorarlberger, die in der schweiz arbeiten und ihr geld zuhause in vorarlberg ausgeben?

living reef
11
21.1.2012, 11:17
oder wiener/niederösterreicher

die bei uns arbeiten und ihr geld dann in den shoppingtempeln jenseits der grenze ausgeben?

Frau von Kiki
01
17.1.2012, 11:07

ist eine bessere wirtschaftshilfe, die leute kommen her und überbrücken ihre arbeitslosigkeit, als mit banken zu ihnen zu gehen und ihnen kredite aufzuschwatzen.

Frau von Kiki
13
17.1.2012, 12:12

im übrigen bin ich der meinung, dass alle menschen leben sollen, wo sie wollen (selbst in ungarn ;-))

duke box
01
17.1.2012, 14:01

also ich möchte nicht, daß in meiner nachbarschaft so ein gesindel wohnt wie khg & co!

honni soit
97
17.1.2012, 10:29
Hervorragend!

Gastarbeiter die sich auch wie Gäste verhalten, und nach einer Weile wieder gehen.

Die Stimme
48
17.1.2012, 10:09

Bei uns ist es einfach nicht mehr attraktiv genug. Überreguliert, zu viele Steuern und Abgaben. Zuviel Overhead, zuwenig Lebensqualität.
Wenn nicht einmal mehr die Zuwanderer aus dem Osten kommen wollen, sollten wir anfangen nachzudenken warum!

living reef
11
21.1.2012, 11:19
sie haben die leider nicht mehr nur latente ausländerfeindlichkeit vergessen...

byron sully
22
17.1.2012, 15:15

vielleicht ist österreich aber auch wegen seiner xenophobie nicht attraktiv genug?

Kra Wuzikabuzi
00
18.1.2012, 16:43
völlig wurscht. null kontakt.

Ich Bins6
05
17.1.2012, 11:11

Ahahaha die die ich so kenne zahlen sicher keine Steuern hier, die kommen zum Pfuschen und sind dann wieder weg.

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