Forums-Auswertung

User-Vorschläge für das Sparpaket

Ansichtssache | 17. Jänner 2012, 17:20

derStandard.at hat die User aufgerufen, ihre Vorschläge zu möglichen neuen Einsparungen zu posten. Es folgen einige ausgewählte Beispiele aus diesem Forum.

Bild 1
foto: apa/ roland schlager

Nationalrat verkleinern

"Nationalrat auf 100 Abgeordnete verkleinern und endlich den unsäglichen Bundesrat abschaffen. Die Staatsdiener einschließlich der ausgegliederten Bereiche um zumindest 30% verringern", fordert grimsvotn eyjafjallajökull.

Bild 1
foto: dapd/ ronald zak

Keine Bundesländer

"Abschaffung der 9 Bundesländer", will TT1.

Bild 1
foto: dpa/ uli deck

Neugestaltung des Finanzausgleichs

"Entweder WESENTLICH strengere Kontrolle für die Länder oder Steuerhoheit", findet dermartino.

Bild 1
foto: apa/ barbara gindl

Verwaltung Verwaltung Verwaltung

"1. Verwaltung (Kommunen zusammenlegen)
 2. Verwaltung (Länder einsparen)
 3. Verwaltung (Bund straffen)", postuliert Bangkok.

 

Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/ darren staples

Pensionen kürzen

Dazu Stbo: "Einst wurden diese geschaffen, damit die Leute nach dem Erwerbsleben nicht hungern müssen. Heute (vor allem die Beamten und Politiker, die es sich richten können) bekommen schon mehr, als ein gut verdienender Erwerbstätiger.
Abschaffen! In der Pension muss man auch nicht in einer Luxuswohnung wohnen, außer man hat sie sich selbst bezahlt und kann sie auch erhalten."

Bild 1
foto: apa/ kay nietfeld

Agrarsubventionen einsparen

User Hautflügler: "Zu großen Teilen werden damit überaus wohlhabende Personen gefördert, der gesellschaftlicher Mehrwert der Betriebe ist äusserst fragwürdig ist. So gehen diverse Förderungen an riesige Schlachthöfe und Tierfabriken. Wo ist der gesellschaftliche Nutzen? Der niedrige Preis wird durch die Subventionen erkauft, dazu kommt massives Tierleid. Wenn Subventionen, dann gezielt und nur für Landschaftspflege.
Einfach mal einen Blick in die Transparenzdatenbank werfen, wer sich ein bisschen in der Gegend auskennt wird erstaunt sein wer da so gefördert wird."

 

Bild 1
foto: apa/ robert jäger

Abschaffung der Dienstwägen

"Taxis und Züge statt Dienstwägen und Flieger für die Reisen der PolitikerInnen, Abschaffung jedlicher Spesenabrechung", fordert atomkraft neindanke.

Bild 1
foto: apa/ helmut fohringer

Einheitliche Pflichversicherung

"Vereinheitlichung des Sozialversicherungssystems -> EINE Pflichtverischerung", will nihil obstat.

Bild 1
foto: dpa/ oliver berg

Abschaffung des  13. und 14. Monatsgehalts

"Abschaffung des 13. und 14. Gehaltes, wobei das derzeitige Jahreseinkommen bleibt. Davon 40% Einkommenssteuer. Die Sozialversicherung bekommt davon ihren Anteil (wie in Skandinavien)" schlägt User awien vor.

Bild 1
foto: apa/ hbf

Bundesheer und Zivildienst abschaffen

"In dieser Zeit können viele Menschen viel sinnvollere und Gewinn einbringende Tätigkeiten ausüben", rät timurinamanu.

Bild 1
foto: apa/ andy wenzel

599 Vorschläge des Rechnungshofs umsetzen

User ironing:"Ich bin dafür, dass die Vorschläge des Rechnungshofes umzusetzen sind. Hunderte Möglichkeiten für Einsparungen liegen bereits auf dem Tisch: http://tinyurl.com/cmu3gbz
Es ist höchste Zeit. Laut Rechnungshof ist Österreich nicht in der Lage, effizienten Mitteleinsatz und Schuldenabbau zu betreiben, wenn die Reformen nicht angegangen werden, denn: "die Verwaltung geht in die Richtung sich selbst zu verwalten und nicht zu gestalten."

Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/ leonhard foegers

Politikergehälter sollen vom Defizit abhängig sein

"Koppelung der Gehaltsanpassung für sämtliche Politiker (bis zum Bürgermeister) bzw. Parteiförderungen an das Defizit (Überschuß) des Staates. Quasi als Leistungsprämie", fordert Anonymer Poster.

Bild 1
foto: apa/ georg hochmuth

Weniger Autonomie in der Universitätsverwaltung

User Metternichmich! dazu: "Infrastruktur der Verwaltung zentralisieren. Es ist nicht einzusehen, dass jede Universität ihre eigene Software zur Verwaltung entwickelt, ihre eigenen Server betreibt, ihre eigenen Archivlösungen kauft etc. da alle auf gleicher gesetzlicher Basis zu handeln haben, Autonomie hin oder her."

Bild 1
foto: apa/ kma

Einsprungen bei Eurofighter und Parteienförderung

"Eurofighter, Parteienförderung mit all ihren Auswüchsen wie Parteiakademien, Verwaltungsreform, Dienstwagen ,Sinnloslöcher durch die Berge. Wäre doch mal ein Anfang", meint Kaktus51.

Bild 1
foto: apa/ roland schlager

Weniger Rundfunkförderung

"Rundfunkförderung kürzen und auf alle Sender gleich verteilen", wünscht sich Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Bild 1
foto: dpa/ jens ressing

Pendlerpauschale

"Pendlerpauschale streichen und möglichst viele Vergünstigungen, Subventionen streichen", fordert egon meier.

Bild 1
foto: apa/ robert strasser

Strengere Regeln bei steuerrechtlicher Absetzbarkeit

"Strengere Regeln bei der steuerlichen Absetzbarkeit von z.B. Dienstwägen., Förderungen für ewiggestrige Kulturvereine streichen, Nichtamtsführende Stadträte in Wien abschaffen, Verwaltung straffen", will CrangerMan.

(wik, derStandard.at, 17.1.2012)

Kommentar posten
19 Postings
kiwi99
00
19.1.2012, 10:29
wichtig sind jene Steuereinnahmequellen, die auch realistischerweise durchsetzbar sind:

... und sich im Wesentlichen damit auszeichnen, keine Lobby zu haben, welche jede noch so gute Einnahmeidee im Keim ersticken läßt.
Meine Tipps:
Einnahmen von Frauen mit Kindern besteuern. Eventuell eine Art "Mehrkindauflage" einführen,
Aufwandsentschädigung für die Bearbeitung von Asylwerbern einführen.
Höhere Besteuerung für Prostituierte, Tagelöhner und Bettler.
weitere leichte Beute wären:
Notstandshilfebezieher
Mindestsicherungsbezieher
Obdachlosenasylbewohner
Migranten oder gleich Menschen mit Migrationshintergrund
.........

Aung San Suu Tschi
 
00
18.1.2012, 21:39
Durch einen Umbau des Steuersystems bekommt man: Mehr Geld und mehr soziale Gerechtigkeit

http://forumfuersozialegerechtigkeit.files.wordpress.com/2012/01/s... _v9_pf.pdf

Autoren: Univ.Profs & Bank-Profis

Wenn die Eingangssteuern gesenkt (Entlastung der Arbeit) & der Spitzensteuersatz erhöht wird, herrscht mehr Steuergerechtigkeit und es kommt mehr Geld herein.

Die OECD hat 19 Länder miteinander verglichen: In den garantiert nicht sozialistischen USA kommen 12,1 % des Steueraufkommens aus Vermögenssteuern, in Österreich nur 1,3 %. Wir sind damit das vorletzte (18.) Land, nur in Tschechien ist der Anteil aus Vermögenssteuern noch niedriger.

Das immer wieder vorgebrachte Scheinargument, dass man keine Vermögenssteuern einführen dürfte, weil die Vermögen dann woanders hinwandern würden, ist somit entkräftet.

Krahberg
00
18.1.2012, 13:23
Bundesländer Subventionen einstellen

Neben der Abschaffung der Bundesländer könnte man Subventionen abschaffen- so gabs in NÖ mal den Pröll Helm für Skifahrer um 10 €.
In Stmk gibts einen gratis Widder, wenn man sich 40 Schafe anschafft.

Ja und das gibt es auch in der Stmk:

Tierzuchtförderungen
Auf Vorschlag des Landwirtschaftsausschusses werden die Regelförderungsbeiträge wie folgt angepasst:
a) Besamungszuschüsse, Mutterkuh- und Sprunggeld von € 16,-- auf € 20,-- brutto, ab sofort,
b) Decktaxenzuschüsse von € 37,-- auf € 60,-- brutto, rückwirkend 1.1.2011,
c) Widderankaufsförderung wie bisher lt. Gesetz.

Wulzendorfer
00
18.1.2012, 11:38
Meine Vorschläge:

Lineare Kürzungen sämtlicher Subventionen und Förderungen (ausg. ÖBB und Spitäler) um 33 %.

Deckelung der Parteienförderung zur Aufrechterhaltung des Betriebes.

Verkleinerung des Nationalrates auf 101 Abgeordnete.

Statt 9 Bundesländer nur 3 Regionen.

Diese 3 Regionen in Bezirke unterteilen (da könnte man mehr oder weniger die jetzigen bestehen lassen), darunter massive Zusammenlegung von Gemeinden.

Abschaffung der Bezirksräte in Wien.

Abschaffung der Pendlerpauschale und des Fahrtkostenzuschusses.

Eingriffe in ÖBB-Altpensionsverträge: Ich finde es unterträglich, dass Leute mit vollen Bezügen mit 45 in Pension gegangen sind und seit 30 oder mehr Jahren abkassieren - das gilt auch für Politiker.

Keine Beraterhonorare mehr.

voc-monkey
00
18.1.2012, 09:13
Anhebung aller Mindestlöhne um mind. 25%

Das bringt dem Staat - also uns:
- Mehr Lohnsteuer
- Höhere Sozialsteuereinnahmen
- Mehr MwSt. - Einnahmen durch gestiegenen Konsum
- Moderat steigende Preise da ja nur das Mindestlohn-Segment erhöht wurde.
Werd mich mal genau erkundigen was das bringen würde! Was haltet ihr von dieser Idee? (mir persönlich würds übrigens nix bringen - bin deutlich über dem Mindestlohn! - Nicht das da einer auf dumme Gedanken kommt :-)

Lithusai
00
18.1.2012, 06:33
Beamte

Jeder der ehrlich ist muss zugeben das größte Potential liegt bei den Beamten.
Der ganze Staat wäre Privatwirtschaftslich nicht überlebensfähig.
Aber das dort gespart wird bleibt wohl wunschdenken.

halar
00
18.1.2012, 05:11

Bundesrat abschaffen, na klar, damit die kleineren Bundesländer endgültig unter die Räder kommen....

/tmp
00
18.1.2012, 04:52

Hanf legalisieren und den Staat mitschneiden lassen!

wirsinddiedoofen
00
18.1.2012, 03:07
spoarn spoarn egal wos kost

und zur not dama in soagnogl a glei drauf weil sunst wiards nix.

pfiad eich eurer karl heinzi (oder wia i gern sog da fesche mit der welle im haar)

mirf
00
18.1.2012, 01:17
Spannend...

Offensichtlich kann es ganz Österreiche - (oder zumindest alle Standard-Kommentatoren) kaum erwarten endlich täglich durch den Koralmtunnel zu fahren.
Moment...

Chien de Pique
00
17.1.2012, 23:47

Was hat Bangkok für eine Vorstellung, was ein Bund sein soll?

Liebe Österreicher und Österreicher
00
17.1.2012, 23:25
Sparen beim Po sten

f jd beitrg nr 75 zchn.

Bluediver
00
17.1.2012, 21:58

Mein Vorschlag:
* Verwaltung besser strukturieren (das spart Geld), wobei keine(!) Leistungen gekürzt werden dürfen.
* Sach- und Dienstleistungen dort (und nur dort) kürzen, wo es den Mindeststandard, den ein Bürger in einem wohlhabenden, sozialen Staat genießen sollte, nicht beeinträchtigt.
* Steuern und Gebühren so erhöhen, dass es die (und nur die!) trifft, die überproportional wohlhabend sind.

Was ich hier vorschlage, ist eine Art freier, neoliberaler Kommunismus.
Das reichste 1% der Österreicher besitzt ein Drittel des gesamt-österreichischen Vermögens. Das Geld ist also da, um den Wohlstand für alle langfristig abgesichert aufrechtzuerhalten, man muss es nur geeignet aufteilen.

Pickboy
00
17.1.2012, 21:52
Pendlerpauschale

Viele Gute Punkte, hoffentlich lesen das ein paar von den Gewählten...

Vor allem bei der Pendlerpauschale bin ich voll dabei: Erst ziehen die Leute aus der Stadt heraus in ein Eigenheim (und tragen so zu Zersiedelung und damit indirekt zu steigenden Kosten für den Staat bei!), und dann sollen die braven Bürger ihnen noch etwas zahlen, damit sie mit dem Auto nach Wien oder in andere Städte fahren, dort die Luft verpesten und Parkplätze verstellen, Nein Danke!

)so(
00
18.1.2012, 01:52
Was glauben Sie, denkt sich der/die Pendlerin, dessen Steuergelder die hochsubventionierten Wiener Öffis erhalten?

Jene pendelnde Weinviertler Verkäuferin, die um 4:15h aufstehen muss, weil es in Ihrer Region keine Arbeit mehr gibt - ihr ehemals gut bezahlter Industriearbeitsplatz wurde aufgrund erhöhter Umwelt- und Sozialstandards nach Osteuropa verlagert - kann Ihre Aussagen nur als blanke Verhöhnung empfinden. Exakt diese menschenverhöhnenden Worte las ich hier im Standard zuletzt von der Grünen Verkehrsstadträtin. So denken wohl nur jene, deren Leben sich zwischen ererbter Innenstadt-Friedenszinswohnung von der Oma, Innenstadtarbeitsplatz und Naschmarkt abspielt.

Topiary
 
00
17.1.2012, 21:51

Gewinne aus Veräußerung von Wertpapieren (Substanzgewinne) sind für Privatpersonen steuerpflichtig, wenn der Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf kleiner als ein Jahr ist. Nur ca. 10% bezahlen diese Steuer aber tatsächlich.
Übrigens auch das einzige Delikt, wo Grasser Selbstanzeige erstattet hat.

Stbo
 
00
17.1.2012, 20:20

In der Schweiz fahren die Politiker auch teilweise mit der Bahn. Auch dort kann man sich ausrasten.

Je m'appelle Mirabelle L.
 
00
17.1.2012, 19:51
na,

jetzt steht dem sparpaket nichts mehr im wege! ;)

tierischer durchfall
00
17.1.2012, 18:31
Dienstwägen sind peanuts im vergleich zu vielem anderen in unserem Förderungsdschungel.

Ich will dass die Politiker fit sind, wenn sie verhandeln und entscheidungen treffen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.