Gekürt

Die "Wissenschaftsbücher des Jahres"

16. Jänner 2012, 13:43

In der Kategorie "Medizin/Biologie" setzte sich Mikrobiologin Renée Schroeder durch

Wien - Die "Wissenschaftsbücher des Jahres" stehen fest. Mehr als 20.000 LeserInnen haben in dem vom Wissenschaftsministerium organisierten Wettbewerb ihre Lieblingsbücher gewählt. Sieger sind Renée Schroeder mit ihrem Buch "Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens", Holger Wormer und Michael Dietz mit "Endlich Mitwisser!", Bill Bryson mit seiner "Kurzen Geschichte der alltäglichen Dinge" und Adrian Dingle mit "Wie man aus 92 Elementen ein ganzes Universum macht", gab das Wissenschaftsministerium am Montag in einer Aussendung bekannt.

Zur Wahl standen seit Ende Oktober 21 von einer Jury ausgewählte Bücher in vier Kategorien. Die gemeinsam mit dem Verlag Buchkultur und der österreichischen Buchbranche durchgeführte Aktion "soll die Faszination der Forschung noch stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken", erklärte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle in einer Aussendung.

Kategorien

In der Kategorie "Medizin/Biologie" setzte sich die österreichische Mikrobiologin Renée Schroeder mit ihrem gemeinsam mit Ursel Nendzig verfassten ersten populärwissenschaftlichen Buch "Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens" (Residenz Verlag) durch. Der deutsche Professor für Wissenschaftsjournalismus Holger Wormer und der Journalist Michael Dietz siegten in der Kategorie "Naturwissenschaft/Technik" mit ihren Antworten auf die originellsten 101 Hörerfragen einer Radiosendung in "Endlich Mitwisser!" (Kiepenheuer & Witsch).

Mit Bill Bryson gewann einer der erfolgreichsten US-Sachbuchautoren in der Kategorie "Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft". Nach seiner "Kurzen Geschichte von fast allem" widmete er sich in seinem neuen Buch "Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge" (Goldmann) der Kulturgeschichte des Hauses. In der Kategorie "Junior Wissen" belegte der US-Chemielehrer Adrian Dingle mit "Wie man aus 92 Elementen ein ganzes Universum macht" (Bloomsbury) den ersten Platz. Die Auszeichnungen werden am 14. Februar in der Aula der Wissenschaften verliehen. (APA)

nongorilla
00
17.1.2012, 12:24
Bin

gerade mit Lawrence Krauss "A Universe from nothing" beschäftigt.
Runterverdummt genug für mich aber sicher auch interessant für die Fachjury.

milk for breakfast
00
16.1.2012, 21:37

sind die bücher wirklich zu empfehlen? und wenn ja, für welches publikum sind sie geeignet? sind da echt wissenschaftliche texte drinnen, oder sind das eher so "nette erzählung von wissenschaftlern für das gemeine volk".

Cthulluh
00
18.1.2012, 13:43

Renée Schroeder's Die Henne und das Ei ist wirklich sehr empfehlenswert, wenn auch schnell gelesen. Es gibt in gut verständlichen Worten Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen RNS/RNA, GEN_Expression, GEN-Schalter u Epigenetik sowie Entstehung des Lebens. Dabei ist die Autorin darauf bedacht einen Leserkreis anzusprechen, der vom Laien bis zum Gelehrten alle umfasst und tut dies in einer positiven Art, ohne dabei auf einen gewissen philosophischen Überbau zu vergessen. Ein guter Bekannter - er ist Humanmediziner - meinte ehrfurchtsvoll, nachdem ich ihm das Buch zu lesen gab "mit der Frau würde ich gerne diskutieren, unglaublich, dass so ein Buch heute überhaupt in Österreich entstehen kann".

F S 4: The science channel
00
17.1.2012, 11:27

Von Bryson kann ich Ihnen das zumindest sagen: Nette Erzählung von Wissenschaftlern für das gemeine Volk. Abgesehen davon, daß Bryson gar kein Wissenschaftler ist. Aber auf jedenfall lesenswert.

Ich nehme jetzt einmal an, daß es bei diesem Buchpreis sich prinzipiell um Sachbücher handelt und nicht um Fachbücher.

Crusher
12
16.1.2012, 17:01

als MFPLer kann ich nur sagen: renee ftw :D

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