Kunstuni Graz

Neuer und gleichzeitig alter Rektor Schulz kommt am 1. März zurück

16. Jänner 2012, 11:16

VwGH erkannte Beschwerde des Senats gegen Wiederbestellung von Georg Schulz keine aufschiebende Wirkung zu

Graz  - An der Kunstuniversität Graz (KUG) wird Georg Schulz, der nach einem langen Konflikt in der Vorwoche erneut zum Rektor gewählte wurde, bereits am 1. März wieder sein Rektorsamt antreten. Es liege nun auch die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) vor, der Beschwerde des Senats gegen den Bescheid des Wissenschaftsministeriums keine aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, hieß es am Montag vonseiten der KUG.

Beschwerde des Senats abgelehnt

Der seit 2007 amtierende Rektor Georg Schulz hatte sich bereits im Herbst 2010 der abgekürzten Wiederwahl gestellt, war jedoch am Votum des Uni-Senates gescheitert. Dieser hat im April 2011 einen Dreiervorschlag erstellt, in dem Schulz jedoch nicht berücksichtigt wurde. Diesen wiederum hätte der Unirat gerne als alten neuen Rektor gesehen. In Folge einer Rechtsaufsichtsbeschwerde war dann das Ministerium tätig geworden. Dieses hat den ursprünglichen Dreiervorschlag des Senats aufgehoben, weil "mindestens eine Person der zur Auswahl gestandenen Kandidaten, die gleich gut oder besser qualifiziert war, im Dreiervorschlag des Senats nicht enthalten war". Der Senat brachte daraufhin gegen diesen Bescheid eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ein.

In der Vorwoche hat der Universitätsrat in einer Ersatzvornahme für den Senat zuerst einen Dreiervorschlag erstellt und aus diesem abermals Schulz zum Rektor gewählt. "Der VwGH hat beschlossen, der Beschwerde des Senats keine aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, dadurch kann ich mein Amt antreten", so Georg Schulz am Montag in einer Mitteilung an alle Angehörigen der KUG. Sein Amt werde er "aller Voraussicht nach am 1. März 2012 antreten, bis dahin sollte dann auch mein Team komplett sein".

Das Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof - eine Beschwerde des Senats gegen den Bescheid des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung vom 3. Oktober 2011 - läuft indessen weiter und sei "erfahrungsgemäß erst in Monaten oder gar Jahren zu erwarten", schilderte der geschäftsführende Vizerektor Robert Höldrich. (APA)

 

MAUMAU11
41
17.1.2012, 11:17
SCHADE

um die Reputation dieser UNI, das Antrittsschreiben dieses Rektors auf der Homepage der KUG lässt tief blicken. Sensible Verantwortung für die Führung einer international renommierten Bildungseinrichtung sieht anders aus.

Bortolino
02
17.1.2012, 12:21
Habs gelesen und frage mich, was daran "tief blicken" läßt?

Dieses Schreiben versucht lediglich, in der augenblicklich juristisch nicht unkomplexen, weil potentiell schwebend rechtsunwirksamen Situation, darauf hinzuweisen, daß der Rektor vor hat, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Und das wird wohl auch dringend nötig sein. Denn ohne handlungsfähiges Rektorat würde diese KunstUni sehr bald großen Schaden nehmen. Allein schon bei der Sicherstellung der langfristigen Finanzierung.

Das sollten sich alle ins Stammbuch schreiben, die noch immer weiter auf Blockade setzen wollen.

Marie Sandoz
13
17.1.2012, 09:53
Und so hat sich der Intrigantenstadel Senat

doch nicht durchsetzen können. Manchmal passieren eben doch noch Wunder in diesem Österreich.

Heinzix
30
17.1.2012, 05:38
Intriganten vor

Wieder einer der in die Riege der KUG sehr gut passt....

bbergner
00
17.1.2012, 08:33

wovon das herz voll ist, geht der mund über

Heinzix
10
17.1.2012, 12:54
Das glaube ich nicht

Ich kenne jedoch viele Menschen die sowohl auf der Uni als auch in deren Umfeld mit Herrn Schulz zu tun hatten und kaum positives berichten.

Deshalb finde ich es schade dass eine internationale Uni (wie die KUG sein möchte) einen Rektor wählt der aus den eigenen Reihen kommt und nicht einfach aufräumt und jemanden von aussen nimmt.
Der hätte dort vorurteilsfrei arbeiten können und so Brücken bauen können. Diese Chance ist aber vertan...

bbergner
02
17.1.2012, 13:05
das glaub ich doch

Ich kenne jedoch viele Menschen die sowohl auf der Uni als auch in deren Umfeld mit Herrn Schulz zu tun hatten und nur positives berichten.

Deshalb finde ich es großartig, dass eine internationale Uni (wie es die KUG ist) einen Rektor wiederwählt der aus den eigenen Reihen kommt.
Der kann dort vorurteilsfrei arbeiten und so Brücken bauen. Diese Chance wurde genützt!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.