Teenager im Ausnahmezustand

Regina Philipp
12. März 2012, 10:34
  • Die Bauarbeiten im Gehirn stürzen Pubertierende in eine schwierige Phase.
    foto: s. hofschlaeger/www.pixelio.de

    Die Bauarbeiten im Gehirn stürzen Pubertierende in eine schwierige Phase.

Schuld an dem rebellischen Verhalten pubertierender Jugendlicher sind die Hormone und das Gehirn, die auf die Psyche radikalen Einfluss nehmen

Der Eintritt in die Pubertät lässt Eltern ihre Kinder nicht wiedererkennen. Übel gelaunt, streitlustig, risikofreudig und provokant bringen die Halbwüchsigen ihre Umgebung über Jahre hinweg zum Verzweifeln. Schuld sind die Hormone und das Gehirn, die nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche radikalen Einfluss nehmen. Während der Organismus jedoch immer früher seine Geschlechtsreife erlangt, hat sich der Zeitpunkt der neurophysiologischen Reifung nicht wirklich verändert. Ein einseitiger Trend, der die Dauer dieser konfliktreichen Lebensphase innerhalb der letzten 180 Jahre verdreifacht hat.

Konkret ist im Jahr 1900 die erste Regelblutung bei Mädchen im Alter von rund 14 Jahren eingetreten. Heute darf das weibliche Geschlecht im Schnitt schon mit 10,6 Jahren mit der Menarche rechnen. Auch bei Buben hat sich der Beginn der Pubertät nach vorne verschoben, allerdings sind sie nach wie vor um ein Jahr später als die Mädchen dran.

Es existiert die umstrittene Theorie, dass diese Verschiebung mit der Ernährung zu tun hat. In verschiedenen Studien kommen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass das zunehmende Übergewicht für das frühzeitige Einsetzen der Pubertät mitverantwortlich ist. Sobald der Organismus angeblich über einen bestimmten Fettanteil verfügt, erhält er das Signal, Sexualhormone auszuschütten. Dass sich mit dem Dickerwerden der Kinder der Trend des frühen Pubertätseintritts fortsetzt, ist laut Klaus Kapelari, Kinderarzt und Endokrinologe an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität in Innsbruck, jedoch nicht zu befürchten: "Seit einigen Jahren ist der Zeitpunkt des Pubertätseintritts relativ konstant."

Pickel und Haare sprießen

Wann auch immer es so weit ist, die Hypophyse leistet Vorarbeit für sämtliche körperlichen Veränderungen, indem sie das luteinisierende beziehungsweise follikelstimulierende Hormon auszuschütten beginnt. Unter dem Einfluss dieser beiden Botenstoffe werden in den Keimdrüsen fortan die Sexualhormone Östrogen und Testosteron produziert. Nase, Finger und Zehen beginnen nun zu wachsen, auf der Haut sprießen plötzlich Pickel und im axillären und genitalen Bereich  Haare. Innerhalb eines Jahres lassen Wachstums- und Sexualhormone Buben bis zu circa elf Zentimeter und Mädchen bis zu neun Zentimeter nach oben schießen.

Die körperlichen Veränderungen sind unübersehbar, mit der endgültigen Erlangung der sexuellen Reife ist es aber wie erwähnt nicht getan. Im Gehirn eines Pubertierenden herrscht auch dann noch ein heilloses Durcheinander. Eine Langzeitbaustelle, in der gewaltige Umstrukturierungen stattfinden, neue Verschaltungen gebildet werden, ungenützte Nervenbahnen plötzlich genützt werden.

Chaos der Gefühle

"Mit der Veränderung der kognitiven Leistungsfähigkeit kommt es zu einem Chaos der Gefühle", fasst Max Friedrich, Neuropsychiater und Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien, die Auswirkungen der neurophysiologischen Entwicklung auf die Psyche des Jugendlichen zusammen und bezieht hier intellektuelle, emotionale und soziale Veränderungen stets in seine Betrachtungen mit ein. Die Bauarbeiten im Gehirn lassen den Pubertierenden intellektuell in eine philosophische Krise stürzen, drängen ihn emotional in die Sturm-und-Drang-Zeit, während im sozialen Bereich nun die Konfliktphase angesagt ist.

Letzteres ist auch für die Umwelt anstrengend, macht aber Sinn. "Gäbe es ein optimales Elternhaus, in dem Eltern und Kinder in totaler Harmonie leben, dann würde die Menschheit aussterben, denn dann gäbe es keinen Grund mehr, es je zu verlassen", konstatiert Friedrich.

Gleichaltrige übernehmen die Erziehung

Wie die kleinkindliche Trotzphase ist auch das Erwachsenwerden ein ganz natürlicher Prozess, den jeder Mensch im Laufe seines Lebens durchmacht und der dennoch viele Eltern an den Rand der Verzweiflung treibt. "Offensichtlich verdrängen wir unsere Pubertät, sobald wir den Schritt zum Erwachsensein geschafft haben", erklärt sich Friedrich das plötzliche Unverständnis vieler Eltern für den eigenen Nachwuchs. Im Umgang mit seinen eigenen vier pubertierenden Kindern hat auch ihm sein psychiatrisches Wissen wenig geholfen.

Die Erziehung eines Pubertierenden ist praktisch immer eine Herausforderung - laut Friedrich heute mehr denn je. Autoritärer oder antiautoritärer, demokratischer und liberaler Stil haben sich nicht bewährt. Im Moment wird die Erziehung über weite Strecken von Gleichaltrigen übernommen. Der chronische Zeitmangel vieler Eltern, Patchworkfamilien und Alleinerzieherhaushalte haben unter anderem dazu geführt, dass Richtlinien nunmehr nicht mehr vom Elternhaus, sondern von sogenannten "peer groups" vorgegeben werden.

Vulnerable Phase mit Folgen

Geblieben ist in jedem Fall die Sorge vieler Eltern um ihre halbwüchsigen Kinder - nicht ganz unbegründet, denn Hormone und Hirnreifung bringen auch eine Anfälligkeit für diverse Erkrankungen mit sich. So manifestieren sich in dieser Entwicklungsphase unter anderem häufig Epilepsien, Diabetes und rheumatische Erkrankungen. "Bei einem achtjährigen Mädchen mit vorzeitiger Pubertätsentwicklung konnten wir nur durch medikamentöses Bremsen der Pubertät die unbeherrschbare Häufung von Anfällen im Rahmen ihrer schweren Epilepsie in den Griff bekommen", erzählt Kapelari von einem Fall aus der Praxis. Dauerlösung ist das Hinauszögern der Pubertät natürlich keine.

Max Friedrich sieht sich in dieser vulnerablen Phase vordergründig mit Essstörungen, Suchterkrankungen und der Entwicklung jugendlicher Psychosen konfrontiert. Oft ist die Sorge der Eltern um die "Spinnereien" der eigenen Kinder aber auch unbegründet und Teil einer ganz normalen Entwicklung.

Biologisches Alter zählt

Schwierig kann die Lage auch im Vorfeld sein, wenn der Teenager ein Spätzünder ist. Definitionsgemäß ist von einer konstitutionellen Enwicklungsverzögerung die Rede, wenn ein Bub bis zum 15. Lebensjahr und ein Mädchen bis zum 14. Lebensjahr noch nicht mit der Geschlechtsentwicklung begonnen hat. "Wichtiger als das tatsächliche Alter ist das biologische Alter, das sich mit Hilfe eines Handröntgens bestimmen lässt", erklärt der Kapelari. Zeige sich beispielsweise ein zwölfjähriges Knochenalter, dann sei die Tatsache, dass ein 15-jähriger Jugendlicher noch nicht in die Pubertät eingetreten ist, meist vollkommen normal. Therapiert wird erst, wenn feststeht, dass ein Jugendlicher nicht von alleine in die Pubertät kommen wird, sondern eventuell eine hormonelle Störung dahintersteckt. Mit einer Hormontherapie wird der Hypophyse dann auf die Sprünge geholfen.

Besonders anhängliches Verhalten in der Präpubertät beobachtet Kapelari bei den Spätblühern, die aus Gründen der Ausgrenzung in der eigenen Altersgruppe Liebe und Anerkennung wieder im heimatlichen Hafen suchen. Friedrich spricht hier von einer ödipalen Phase, die bei Spätpubertierenden häufig wiederbelebt wird. Die Ablösung, insbesondere von der Mutter, bringt anschließend erst die Pubertät mit sich. "Je emotionaler und intellektueller Eltern sind, desto höher sind ihre Chancen, im Dialog mit dem pubertierenden Kind zu bleiben. Letztlich bleibt Erziehung aber immer ein Probehandeln. Ausprobieren und Fehlermachen sind von beiden Seiten erlaubt", ergänzt Friedrich. (Regina Philipp, derStandard.at, 12.3.2012)

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Bin mit 37 durch eine Hormontherapie noch mal in die Pubertät gekommen, ist viel schlimmer als erwartet, Chaos im Kopf ist ein Hilfsausdruck!

wieso wird die Pupertät als Krankheit hingestellt - würden die Eltern

ihre Kinder Menschen werden lassen, für sie da sein, in einer lustigen Umgebung aufwachsen lassen - stattdessen gibt es nur Streit, Scheidungen - es müssten die Erwachsenen therapiert werden, nicht die Kinder - die sind frei und können meistens nichts dafür

wer in der jugend nicht töricht war, wird im alter nicht weise sein :-)

Arbeite beruflich seit nunmehr 11 jahren mit der zielgruppe "jugendliche" und könnte mir nix besseres, abwechslungsreicheres, interessanteres und bereichernderes vorstellen. Schön iss! Und manche der kids motiviere ich geradezu doch etwas mehr "aufzumucken" - wann sonst ist die zeit dafür?

"Im Gehirn eines Pubertierenden herrscht auch dann noch ein heilloses Durcheinander"

Und die "philosophische Krise" kommt in Form von endlosem X-Box- und Internet-Konsum über uns...
;-)

Aber eigentlich geht's ganz gut, sofern man es schafft, dass die Gesprächsbasis zwischen Eltern und Kindern erhalten bleibt und man sich gegenseitig respektiert: v.a. die Meinung der Kinder ebenso wichtig nehmen wie die eigene, ihnen nichts mit Gewalt aus der Nase ziehen oder aufs Aug' drucken wollen, aber sich auch selbst abgrenzen gegen allfälliges Gepöbel der Kinder, und dabei gewisse "Mindeststandards" beibehalten (hin und wieder eine gemeinsame Unternehmung als Familie, bei Bedarf im Haushalt helfen etc.)

Zum Glück war's beim Älteren gerade schon vorbei, als es beim Jüngeren anfing - zeitgleich wäre es nicht leicht gewesen ;-)

Gehirn und Psyche

"Schuld an dem rebellischen Verhalten pubertierender Jugendlicher sind die Hormone und das Gehirn, die auf die Psyche radikalen Einfluss nehmen"
Hormone nehmen Einfluss auf die Psyche? Das Gehirn auch? Ist die unsterbliche Seele gemeint? Oder erzeugen Hormone vielmehr im Gehirn emotionale Zustände?
Eric Kandel hat in seiner Autobiographie die Zusammenhänge von Nerven, Gehirn, Gedächtnis und Verhalten wunderbar erklärt ( http://karinkoller.wordpress.com/2012/02/2... t-erklart/ ), für alle, die einen verständlichen wissenschaftlichen Zugang suchen und sich nicht mit der Seele abspeisen lassen wollen.

Psyche und Seele sind aber nicht dasselbe! Die Psyche braucht ein Gehirn, die Seele nicht. Außerdem steht hier nichts von einer Seele.

naja,

"psyche" ist lediglich das griechische wort fuer "seele" (das beruehmte werk von aristoteles, "peri psyches", heisst uebersetzt "ueber die seele", wenn platon ueber die unsterblichkeit der seele in phaidon schreibt, steht da auf griechisch "psyche") - also ist mir nicht ganz klar, worauf sie mit dieser scholastisch anmutenden haarspalterei hinaus wollen.

Mag sein, aber warum haben wir das griechische Wort beibehalten, wo es doch eh eingedeutscht worden ist?
Das liegt wohl daran, dass wir verschiedene Bedeutungen dafür haben.

weils schoen klingt, weils einmal in war, es so zu nennen, weils andere schon mal verwendet haben, weil wir eine tradition humanistischer bildung haben, die griechische literalitaet gefoerdert hat, weil fremdworte einen akademischen hauch haben etc. etc.

sie koennen eine hacke auch haue, heindl, harke oder krampen nennen, ohne dass damit etwas anderes gemeint ist als eben dieses eine selbe werkzeug.

O.k., in dem Punkt haben Sie mich überzeugt, aber ein Denkfehler ist da dennoch drinnen, denn im religiösen Sinn ist für die Seele kein Arzt zuständig, sondern ein Priester. Der Begriff "Seele" wird für den unsterblichen Teil des Menschen verwendet. Freilich gibt es auch Strömungen, die ihre Existenz leugnen.

der begriff "seele" wurde von unterschiedlichen leuten zu unterschiedlichen zeiten unterschiedlich verwendet. weder ist der geistliche bezug daran einheitlich (fuer aristoteles ist die seele etwa eine art selbstorganisationsprinzip von lebewesen, waehrend es fuer platon, ganz unchristlich, die unsterbliche "essenz" von persoenlichkeiten ist, und bis ins 20.jhdt finden sie dazwischen so ziemlich alles), noch ist der begriff der "seele" exklusiv (bei decartes und den rationalisten wird "seele" gern durch "ratio"/ res cogitans ersetzt).

mE ist das ein sehr schwammiger begriff, in den man alles moegliche bequem reinpacken kann, das einem am menschen zu kompliziert ist - und damit ein nutzloses wort.

jedenfalls sehr uneindeutig.

Ich kann alle genannten Def. nachvollziehen. Ein Selbstorganisationsprinzip muss sie auch aus der christlichen Sicht sein, denn sonst könnte man nicht von Sünden reden, die der Mensch vermeiden kann. Seine Seele verbindet den Menschen mit der inmateriellen Welt (nicht die schwarzen Löcher), da sie auch selbst inmateriell ist.

Nur eines ist sie sicher nicht: nutzlos. -Nur weil man sie nicht vermessen, und ein Arzt nichts damit anfangen kann? Sie ist nicht zu kompliziert, wenn man den Blickwinkel ändert. Fragen Sie doch einen Priester einer beliebigen Religion. Man kann so ziemlich alles abstrahierend vereinfachen. Ich tu das ja auch.

"Max Friedrich sieht sich in dieser vulnerablen Phase vordergründig mit Essstörungen, Suchterkrankungen und der Entwicklung jugendlicher Psychosen konfrontiert." - Ujegerl

Mein Lieblingszitat in dem Zusammenhang aus "American Beauty"

Kevin Spacey alias Lester Burnham über seine pbertierende Tochter:
"Janie ist ein ziemlich typischer Teenager. Zornig unsicher verwirrt. Wie gern würde ich ihr sagen, dass das alles vorbeigeht ... aber ich will sie nicht belügen..."

Erziehen in der Pubertät?

Vergiss es. Viel zu spät. Erziehen kannst bis zur Pubertät und danach nur mehr hoffen, daß es gepaßt hat.

Ja stimmt. Danach spricht man von
"Konditionierung" und nicht mehr von "Erziehung".

sind wir doch einmal ganz ehrlich...in den 10erJahren beginnt die Pubertät....und sie hört nie auf ;-)

Das Gehirn nimmt auf die Psyche Einfluss?

Ja, kann man denn das nicht verhindern??

Ein Wahnsinn!

Wir sollten ein Gesetz erlassen...

pubertät -

wenn die eltern plötzlich komisch werden...

Es war eine richtig miese Zeit und ich war froh, als ich mit 17 endlich ausziehen und mir eine kleine Wohnung nehmen konnte.

Jeglicher Komfort war zwar dahin und das mit der Matura war auch nicht leicht aber es hat sich so dermaßen ausgezahlt.

Der Geist ist Auslöser - das Gehirn der Umsetzer.

"Schuld an dem rebellischen Verhalten pubertierender Jugendlicher sind die Hormone und das Gehirn"

Das ist - natürlich - falsch, es ist materiell orientiertes Denken von Wissenschaftlern, die nur das anerkennen, was sie sehen.
Nur - der Körper ist Vehikel, kein Steuermann. Der Geist ist der Steuermann.

Es sollte ja nun auch für den verbohrtsten Wissenschaftler klar sein, dass Rebellion etwas mit Hilflosigkeit zu tun hat. Es ist der Kampf um Selbstbefreiung; der Pubertierende kämpft zwischen kindlichem Schutzbedürfnis und Unabhängigkeit der Erwachsenen - er hängt genau dazwischen.
Je mehr Anerkennung seiner Persönlichkeit ein junger Mensch bekommt: desto mehr und schneller wird er Rebellion in Selbstbewusstheit umwandeln.

Jetzt müssen Sie mir nur noch sagen, wo der Steuermann lokalisiert ist.

Ich denke einmal, dass sich der Steuermann als die Gesamtheit der Neurone und deren Synapsen im ZNS beschreiben lässt. Würde mehr Sinn machen, als irgendein feinstoffliches Blabla, das sich allenfalls aus den Erzählungen vorwissenschaftlicher Zeit nachweisen lässt.

Wobei Rebellion und Selbstbewusstheit einander nicht ausschließen... im Gegenteil, meine ich. Und das kann bedeuten, dass Selbstbewusstheit GERADE zu Rebellion führt...

und wie so oft gilt auch hier:

es gibt nicht nur die eine richtige Antwort.

sie haben Recht, aber auch die physiologischen Erkenntnisse, gestützt durch fMRT Bilder kann man zur Kenntnis nehmen. Es gibt drei Phasen in der Entwicklung, wo sich ein gesundes Gehirn plötzlich gänzlich neu-organisiert. Und die Pubertät ist eine solche Phase. Das sieht man auf den Bildern.

Körper und Geist zu trennen ist sowas von passé...

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