Matura

Handy-Störsender in der Schule: Direktor angezeigt

16. Jänner 2012, 10:56
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    foto: apa

    Schule ohne Störsender

Behörde beschlagnahmte Sender - Verfahren endete mit Abmahnung

Weil der Direktor eines Salzburger Gymnasiums während der schriftlichen Matura 2011 Handy-Schummeleien mit einem Störsender unterbinden wollte, hat das Fernmeldebüro des Verkehrsministerium den Sender beschlagnahmt und gegen den Schulleiter ein Verfahren eingeleitet. Dieser hatte das Gerät vollkommen legal bei einem Schulmittelausstatter in St. Pölten erworben. Das Verfahren endete schließlich mit einer Abmahnung. Direktor Gerhard Klampfer vom Wirtschaftskundlichen Realgymnasium Salzburg bestätigte der APA am Montag einen Radiobericht von ORF Salzburg.

"In Latein zu Beispiel habe ich mit zwei Suchbegriffen schon eine Trefferquote von 99 Prozent"

"Seit es Smartphones gibt, ist die Recherche im Internet sehr einfach. In Latein zu Beispiel habe ich mit zwei Suchbegriffen schon eine Trefferquote von 99 Prozent. In Mathematik ist es schwieriger, hier werden die Angaben oft abfotografiert", so Klampfer im Gespräch. Und die Abnahme der Mobiltelefone habe nicht funktioniert: "Die kommen mit zwei Handys, geben das von der Oma ab und behalten sich ihr Smartphone." Also habe er um rund 200 Euro diesen Störsender erworben und während der Matura neben der Toilette sichtbar aufgestellt. Im Umkreis von rund 15 Metern war dadurch kein Empfang mehr möglich.

Ein Netzbetreiber will die Störung bemerkt haben und verständigte die Behörde. "Das ist die offizielle Version. Da die Störung aber nur im Gebäude selbst bemerkbar war, vermute ich, dass irgendjemand die Störung gemeldet hat", so der Schulleiter. Was dann passiert ist, war "eine demütigende Geschichte." Zwei Mitarbeiter des Fernmeldebüros kamen mit großen Peilgeräten, orteten den Störsender und beschlagnahmten ihn, "das war eine große Aufregung".

Legal

Rasch wurde ein Verfahren eingeleitet, bereits am 17. Juni 2011 erfolgte die Befragung des Schuldirektors. Dieser gab zu verstehen, dass er den Sender ganz legal bei einem Schulmittelausstatter erworben hatte. "Ich war auch nicht der einzige, der ein solches Gerät gekauft hat, ich war nur der einzige, der erwischt worden ist." Klampfer kam schließlich mit einem blauen Auge davon: Er wurde wegen eines Verstoßes gegen das Telekommunikationsgesetz abgemahnt. Paragraf 74 besagt nämlich, dass Störsender nur Behörden verwenden dürfen, soweit diese mit Aufgaben der öffentlichen Sicherheit, Verteidigung, Sicherheit des Staates oder Strafrechtspflege befasst sind. Die Höchststrafe hätte 4.000 Euro betragen.

Damit blieb dem Direktor auch ein Disziplinarverfahren erspart. Der Sender wurde der Schule wieder übergeben, Klampfer musste sich aber dazu verpflichten, diesen nicht mehr zu verwenden. Dennoch rätselt er weiter darüber, dass seines Wissens nach teilweise auch bei Aufnahmeprüfungen an den Universitäten, etwa an der Medizinischen Fakultät, die Handys nicht funktioniert haben. "Wie die tun, weiß ich nicht." (APA)

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Schlappstruller
20
Typisch Österreich

Dem Typ ist nix passiert ausser einer Abmahnung. Eine Kräher des Filzes hackt der anderen kein Auge aus. Das sind alles Politverbrecher.
Den normalen Österreicher machen sie gnadenlos fertig wenn er ein CB-Funk hat, das nur minimal von den dummen österreichischen vorschriften abweicht. In D Land zugelassen - in Ö-Land ein Verbrechen.
Und so gehts weiter. Wenn einer vom Volk sowas macht, dann.. oh je.... oh je... Aber der herr Direktor kommt mit einer Abmahnung davon. Wie lange lassen wir uns von denen noch für Dumm verkaufen?

Thomas Gerhard
01
30.1.2012, 21:20
Hier habe ich in Österreich etwas gefunden

Hier werden ganz normal diese Störsender für Schulen, Partys usw. angeboten.
www.handyblocker.at

Ich halte es auch für sehr wichtig, das etwas gegen das Schummeln getan wird. Ist es denn besser, wenn die Schüler schummeln oder aber fundiertes Wissen mit ins Leben nehen?

raff1
00
ganz nette sachen,

aber die seite ist ein fake.

Clint_Scheam
01
23.1.2012, 15:17

Sowas gehört generell in jeder Schule fix montiert. Nur zu Pausen deaktivieren, ansonsten haben Handys während des Unterrichts / Prüfung sowieso nix verloren.

So wies heutzutage zugeht wegen jeden Kack zu jeder Minute am Handy picken 1000Sms am Tag verschicken und in Facebook mehr Zeit verbringen als im realen Leben.

HTK
00
21.1.2012, 10:10
Handy Detektoren sind legal

Statt Handys zu stören kann der Lehrer sie detektieren und einsammeln.

Folgendes...
 
00
21.1.2012, 10:00
Da fehlt doch was...

Während der Matura (Dauer: 4h) wird ein Störsender aktiviert. Innerhalb dieser 4h soll das ein Schüler bemerkt haben, der eine Behörde oder den Provider informiert haben (wie? Festnetz??), die hat dann _innert_4h_ einen Funkspürwagen hingeschickt und das lokalisiert? Glaub-I-Net.

Redwraithvienna
00
25.1.2012, 20:45
Schüler merkt das das Handy am Klo nicht geht ...

merkt das es draussen geht - und kennt das Gesetz -ruft die Fernmeldebhörde an ... tata schon sind die da.

HTK
00
21.1.2012, 10:15

Nur zur Info:

Matura dauert 3-4 h pro Fach. Daher mehrere Tage für alle Fächer.

Fritz Meyer
00
19.1.2012, 17:24
Und wenn er damit durchgekommen wäre...

hätt's eh nicht viel geholfen.

Schon zu meiner Matura waren Rechner mit Datenbanken klein genug, um in jede Hosentasche zu passen.

Und mehrsprachige Übersetzer in der Grösse gab's schon in den 90er Jahren.

Redwraithvienna
00
25.1.2012, 20:47
Wenn du nur Vokabel nachschauen willst ...

macht das sinn.

Wenn du eine Stelle übersetzen musst ist das meist nicht so hilfreich.

da macht ein smartphone mit links zu guten Latein Websites mehr sinn ... nicht für die wortwörtliche übersetzung, aber das du den sinn des textes verstehst.

Drago Mlanovic
00
19.1.2012, 16:41

Auf der Uni haben unsere Matheprofs zwischendurch sogar Laptops zur Prüfung zugelassen (allerdings noch in Zeiten vor mobilem Internet). Die haben sich halt mit der Software entsprechend ausgekannt und gewusst, wo der Computer aussteigt. Lernen war meistens der einfachere Weg.

Carlos Clementin
00
21.1.2012, 08:48

Den Unterschied zwischen einer Uni und einer Schule kennen Sie hoffentlich - auf einer Uni werden normalerweise aufgabe so gestellt, dass die Lösung irgendwo vorliegt, sondern mit Unterlagen erarbeitet werden muss - ausser es handelt sich um ein Idiotenstudium.

James131
00
19.1.2012, 18:13

Es gibt pruefungen, da wird nur durch eine cam-aufzeichnung sichergestellt, dass nicht betrogen wird. Einzig eine unterschrift verpflichtet nicht verbotenen hilfsmittel einzusetzen.
Selbst wenn dabei hilfsmittel eingesetzt werden wuerden, waere manch Pruefung und Certifizierung gar nicht zu schaffen ..... schlicht weil es um angewendetetes wissen geht, und nicht um auswendiggelerntes ;-)

Petzi Tastenwähler
00
19.1.2012, 10:00

Ich bin dafür, dass das entsprechende Gesetz ehebaldigst geändert und der Einsatz von Jammern während einer Matura erlaubt wird.

Auf Kinos und Theater kann man das bei der Gelegenheit von mir aus auch gleich ausdehnen.

James131
00
19.1.2012, 18:08

Gern doch und extra fuer texter fuer Dich ein generelles notrufverbot europaweit und fuer alle medien.
Wie waere es?
Wer keine ahnung hat und von dingen ausgeht, die nur in ausnahmefaellen geben sind, der sollte einfach mal ruhig sein.
Es gibt gruende und faelle in denen es notwendig ist mobilfunk einzusetzen. Das stoeren der frequenzen gerade duch Leerer und lebenwesen wie Dich, kurz ohne ahnung, hat erhebliche konsequenzen und ist nicht grundlos illegal.

Petzi Tastenwähler
01
20.1.2012, 14:40

Wenn ich solche "Argumente" lese, frage ich mich tatsächlich, wie sich die Menschheit vor der Erfindung des Mobilfunks vor dem Aussterben retten konnte.

Ein Notruf lässt sich auch über via Festnetz absetzen, entsprechende Geräte ("Festnetztelefon") gibt es in jedem öffentlich zugänglichen Gebäude, also auch in Kinos etc.

In welcher gefährlichen Gegend leben Sie denn, dass nicht die etwaige Notwendigkeit eines Notrufs ein Ausnahmefall ist, sondern versuchter Betrug bei Prüfungsarbeiten?

Fritz Meyer
22
19.1.2012, 17:35
Und wenn dann doch mal ein Notruf dabei wäre...

wird "Petzi Tastenwähler" den Hinterbliebenen ein paar aufmunternde Zeilen zukommen lassen?

Petzi Tastenwähler
01
20.1.2012, 14:39

Wenn ich solche "Argumente" lese, frage ich mich tatsächlich, wie sich die Menschheit vor der Erfindung des Mobilfunks vor dem Aussterben retten konnte.

Ein Notruf lässt sich auch über via Festnetz absetzen, entsprechende Geräte ("Festnetztelefon") gibt es in jedem öffentlich zugänglichen Gebäude, also auch in Kinos etc.

sonic
00
18.1.2012, 15:17

Es gibt Wandfarben, die durch ihre Zusammensetzung den Handyempfang verschlechtern oder unmöglich machen.

binnenischmarrn
 
24
18.1.2012, 15:12

handy gehören in der schule grundsätzlich verboten.zumindest verpflichtend, dass sie während der schulzeit ausgeschalten sind. ...

Lanza Melni
00
12.2.2012, 12:41
Smartphones sinnvoll einsetzen

Ich möchte auf Smartphones im Unterricht nicht verzichten. Der sinnvolle Einsatz für Recherche-Zwecke in Räumen ohne EDV ist legitim. Meine SchülerInnen sind älter als fünfzehn Jahre und gehen mehrheitlich recht reif mit Smartphones um.

binnenischmarrn
 
00
12.2.2012, 20:44

und was ist mit den 8 jahren schulzeit davor?
das smartphone -problem gibt es zunehmend jetzt auch in den anfangsjahrgängen- und die ablenkung dadurch halte ich schon für sehr bedeutend?...

Jochen Mars
21
18.1.2012, 15:08
hier wird wieder mal das Symptom bekämpft ..

.. und nicht das Problem.

Wer das Handy frei zum Sufen wärend der Prüfung benutzen kann sitzt in einem Raum ohne Aufsichtsperson. Auch sollte man sich mal gedanken darüber machen welchen Sinn es macht Kinder zum auswendiglernen zu zwingen bei Sachen die sich mobil (sprich immer und überall) leicht zugänglich haben.

Vielleicht wäre eine Anpassung der Prüfung auf Dinge die man nicht er googlen kann und eine Freigabe des Alltagsgegenstandes Handy zeitgemässer

m m 10
00
20.1.2012, 18:52
Wer das Handy frei zum Sufen wärend der Prüfung benutzen kann sitzt in einem Raum ohne Aufsichtsperson

na so ein blödsinn!

ich saß in der uni bei prüfungen mit 3 aufsichtspersonen und ca. 60 teilnehmern und ich habe mind. 2 kollegen gesehen, die entweder die vorlesungsunterlagen am handy eingesehen haben oder munter gesurft haben.

nach ihrer logik wurde auch noch nie geschummelt, wenn ein lehrer im klassenraum ist... und dass das nicht der fall ist, wissen wir alle...

James131
00
19.1.2012, 18:11

Klar doch, bersonders dann, wenn eine fahrt zur schule notwendig ist. Wie in manchen regionen mit rufbussen. Die muss ja kein kind anrufen.
Wie waere es mit denken VOR schreiben?

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