Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 645x413"I've been riding a bicycle as my principal means of transportation in New York since the early 1980s." Hand aufs Herz: Wem schreiben Sie so ein Bekenntnis eher zu? Dem Birkenstock-Müsli-Selbststrickpulli-Fundi - oder einem, der die "Definition of Cool" der Popkultur maßgeblich mitprägte?
Klar: Die Frage suggeriert die Antwort. Aber dass just David Byrne, einst Kopf der Talking Heads, ein Bike-Missionar ist, überrascht dann doch: Bicycle Diaries (englisch: Faber & Faber, 2009; deutsch: S. Fischer, 2011) nennt sich Byrnes Sammlung von Notizen, Beobachtungen und Essays. Der Musiker und Künstler hat sie über Jahrzehnte zusammengetragen - doch das Buch ist weit mehr als die (Rad-)Memoiren eines intellektuellen Pop-Dandys.
Denn Byrne radelte nicht bloß durch New York: Sein Klapprad war fixer Bestandteil des Talking-Heads-Tourequipments. Vom Rad (und aus dem Zug), erklärt Byrne, sähe man nämlich "die Rückseite der Städte": die Sünden autogläubiger Planer. Das Sterben von Zonen, die auf Schlaf oder Industrie reduziert wurden. Und die Schönheit der "Zwischenbereiche" von Metropolen.
Byrnes Erzählungen sind aber mehr als nur aufmerksame Beobachtungen und persönliche Porträts von (u. a.) London, Manila oder Istanbul: Jede Kurbelumdrehung macht ihn neugieriger - Byrne assoziiert frei und aus dem Sattel: Von Mode und Musik über Kunst und (eigenes) Vorurteil bis zu den Selbstvernichtungsmechanismen der Menschheit.
Und dennoch ist jedes Kapitel vor allem eines: eine schlaue, sympathische Liebeserklärung ans Radfahren - die Lust aufs Selberradeln macht.
Das sieht wohl auch der Autor selber so: Das Buch widmete er einem/r "Malu - who doesn't ride a bike ... yet". (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/13.01.20112)
Bei einem Radhändler in Wien wird Individualisierung groß geschrieben
Der Schriftsteller fährt in mehrfacher Hinsicht auf das Tandem ab
Wiens City-Bezirkschefin hat prinzipiell nichts gegen Radfahrer
In Österreich radeln nur elf Prozent der Kinder in die Schule. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil die Eltern es verbieten. Aus Angst
Debatten über die Sinnhaftigkeit von Nummerntafeln für Fahrräder könnte Dinge zu Tage bringen, über die man nicht reden will
Die jährliche "Velo-City"-Konferenz gibt es seit 1980. Sie gilt heute als wichtigste Tagung der Stadt-Rad-Experten des Planeten
Fehler passieren, auch im Straßenverkehr. Ein Fahrradhelm kann Leben retten
Am 9. Juni werden Autofahrer aus 70 Städten in 20 Ländern große Augen machen. Wien lässt sich Zeit bis zum 15. Juni
Josef Faber hat die Marke Puch wiederbelebt und fünf E-Bikes sowie vier "Normale" auf den Markt gebracht
Die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen auf Radwegen wird der Radwegpflicht den Garaus machen, prophezeit Christoph Chorherr
Die Benützbarkeit und damit die Benützungspflicht von Fahrwegen ist ein Graubereich
Es war 1993, als in Berlin erstmals Fahrradboten aus der ganzen Welt eine WM austrugen - und zwar mitten im Straßenverkehr
"Ghostbikes" heißen die Manhmale für im Straßenverkehr getötete Radfaher. Seit 2003 ist ihre Zahl auf über 150 auf der ganzen Welt angestiegen
Es ist noch immer so, dass Radfahrer sich für das Radfahren in den Städten fit machen müssen, aber die Städte nicht fit für Radfahrer sind.
Hochradelei, so Christoph Chorherr, wirke zwar stilvoll und erhaben, sei aber vor allem eines: mühsam
In Frankreich wird erlaubt, was Autofahrer hierzulande zur Weißglut treibt: das Rechtsabbiegen mit dem Rad bei Rot
Aus gutem Grund gibt es nirgendwo auf der Welt Bike-Taferln: Radler müssten rucksacklos mit fluoreszierend-beschrifteten Westen fahren
Der These, dass Heimgeräte oft bald zu Wäschetrocknern mutieren, kann der Eurofitness-Academy-Chef und TV-Fitnesscoach Roman Daucher "einiges abgewinnen"
"Urbane E-Biker sind meist Leute, die in ihrer Freizeit intensiv sportlich radeln - aber während der Woche Anzug und Krawatte tragen müssen."
heisst seit 30 Jahren Faltrad.. zumindest bei denen, die so ein Ding schon mal "in echt" gesehen haben.. und vielleicht sogar im Alltag radfahren..
Ist keine Kritik an David Byrne, denn im O-Ton heissts ja eh "folding cycle".. eher der Übersetzer dürfte heute sein Automobil noch nicht verlassen haben..
Was mir aber schon oft komisch vorkommt, dass sich nette Leute (die man persönlich kennt) hinterm Lenkrad oft unerwartet garstig verhalten.
Das Auto verstärkt negative Emotionen.
Mit dieser Theorie komm ich persönlich recht gut zurecht - sprich, kann durchaus ein netter Mensch sein, auch wenn er (seltener sie) sich grad furchtbar aufregen muss.
Überrascht? Echt?
Wie wär's dann mit einem Blick auf
http://www.moultonbicycles.co.uk/ ???
Copyright: Sir Alex Moulton. Brompton und andere sind ähnlich faszinierend.
Fahrräder mit der Lizenz zu lustvollem Radeln ...
am besten. http://www.ternbicycles.com/
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.