99ers verlieren in Ljubljana und müssen in die Qualifikation - Linz wieder in der Spur - VSV mit spätem Erfolg in Zagreb
Wien - Zwei Runden vor Ende des Grunddruchgangs stehen die ersten sechs Mannschaften der Tabelle uneinholbar als Teilnehmer der Viertelfinali fest. Als letztes Team müssen sich die Graz 99ers endgültig mit der Teilnahme an
der Qualifikationsrunde der Erste Bank Eishockey
Liga anfreunden. Am Sonntag unterlagen die Steirer in der 42.
Runde bei Olimpija Ljubljana mit 2:4 (1:1,0:2,1:1) und haben damit keine Chance
mehr auf Platz sechs, der den direkten Sprung ins Viertelfinal-Play-off
bedeutet. Die Slowenen lösten hingegen ihr fixes Ticket für das Play-off.
Graz ging beim Tabellenvierten in Slowenien durch Lembacher zwar mit 1:0 in
Führung (11.), konnte dann aber nicht nachsetzen. Fraser (15.), Sachl (24.) und
Hotham (30./PP) gaben dem Spiel die entscheidende Wende, der späte
Anschlusstreffer von Dahlmann (54./PP) kam zu spät. Als die Gäste im Finish
alles auf eine Karte setzten, schoss Hocevar den Puck zum Endstand ins leere Tor
(60.).
Linz bestätigt gegen Salzburg
Spitzenreiter Linz hat nach zwei Niederlagen in Serie wieder eine Leistungssteigerung gezeigt. Die
Black Wings setzten sich gegen Meister Salzburg
verdient 4:3 (1:1,2:0,1:2) durch. Die bereits als Erste des Grunddurchgangs
feststehenden Oberösterreicher gewannen damit alle bisherigen vier Saisonduelle
mit den drittplatzierten Mozartstädtern.
Die zuletzt vor allem auswärts enttäuschenden Linzer präsentierten sich im
Spiel gegen den prominenten Gegner offensichtlich motivierter. Im Duell der zwei
besten Offensiven der Liga spielten sich die ohne den gesperrten Justin Keller
angetretenen Black Wings ein deutliches Plus an Chancen heraus. Danny Irmen
(14.) brachte die Hausherren vor ausverkauftem Haus auch in Führung, Salzburg
konterte aber kurz vor der Drittelpause durch Ramzi Abid (20.).
Im zweiten Abschnitt legte Linz mit Tempo-Eishockey nach. Fabian Scholz (28.) und erneut ihr
effektivster Torjäger Irmen (32./22. Saisontor) brachten die Stahlstädter auf
Siegeskurs. Zwar konnte Salzburg durch Kapitän Matthias Trattnig (41.)
verkürzen, Curtis Murphy (46.) stellte im Powerplay den alten Vorsprung aber
wieder her. Auch das 3:4 durch Jeremy Williams 6:18 Minuten vor der
Schlusssirene konnte am Heimsieg der Linzer nichts mehr ändern.
KAC sucht weiter die Auswärtsform
Der KAC kommt gegen Ende des Grunddurchganges auswärts weiter nicht in die
Gänge. Der Rekordmeister kassierte beim Vorletzten HCO Znojmo bereits seine
vierte Auswärtsniederlage in Folge. Die Klagenfurter mussten sich nach
Penaltyschießen 2:3 (0:0,0:1,2:1-0:0/0:1) geschlagen geben.
Der KAC rutschte damit hinter Olimpija Ljubljana (4:2 gegen Graz 99ers) auf
den fünften Tabellenplatz zurück. Am Freitag kommt es in der 44. und letzten
Runde des Grunddurchganges in Slowenien allerdings noch zum direkten Duell.
Zum Matchwinner für Znojmo avancierte Adam Havlik mit seinem Tor zur
2:1-Führung (52.) sowie dem entscheidenden Penalty. Für den KAC trafen Markus
Pirmann und Tyler Scofield, dessen verwerteter Penalty die "Rotjacken" erst in
die Verlängerung rettete (58.).
VSV spät, aber doch
Der VSV hat im Kampf um Platz sieben einen wichtigen Erfolg
gefeiert. Beim Tabellenzweiten Medvescak Zagreb gelang den "Adlern" in der
Nachspielzeit ein 2:1-(0:0,0:0,1:1/1:0)-Erfolg, damit liegen die Kärntner vor
den punktegleichen Vienna Capitals.
15.200 Zuschauer sorgten in der Zagreb Arena wieder für "Ice Fever", mussten
sich vorerst aber mit Schonkost zufriedengeben. Nach einem guten Start der
Hausherren erarbeitete sich der VSV zwar mehr Spielanteile, für ein Tor reichte
es vorerst aber nicht. Im ebenfalls torlosen Mitteldrittel, in dem die
Hausherren vier Überzahlspiele ungenützt ließen, sorgte denn auch erst ein
rustikaler Faustkampf zwischen Mitchell und Siddall für echte Emotionen auf den
Tribünen.
Im Schlussabschnitt gingen die "Bären" dank Truchno in der 44. Minute in
Führung, nur zwei Minuten später sorgte aber Craig bereits für den Ausgleich und
rettete die Kärntner damit in die Verlängerung. Dort verwertete Unterluggauer
ein perfektes Zuspiel von Damon zum Siegestreffer eines kämpferisch starken
Teams. (APA/red)
Ergebnisse der 42. Runde der Erste Bank Eishockey
Liga (EBEL) vom Sonntag:
- Olimpija Ljubljana - Moser Medical Graz 99ers 4:2 (1:1,2:0,1:1). Ljubljana,
Hala Tivoli, 2.200, SR Bogen.
Tore: Fraser (15.), Sachl (24.), Hotham (30./PP),
Hocevar (60./EN) bzw. Lembacher (11.), Dahlman (54./PP).
Strafminuten: 17 bzw.
25
- Medvescak Zagreb - VSV 1:2 n.V.
(0:0,0:0,1:1/0:1). Zagreb, 15.200, SR Potocan.
Tore: Truchno (44.) bzw. Craig
(46./PP), Unterluggauer (64./PP).
Strafminuten: 20 bzw. 25 plus
Spieldauerdisziplinar Kaspitz
- EHC Liwest Black Wings Linz - EC Red Bull Salzburg 4:3 (1:1,2:0,1:2). Linzer
Eishalle, 3.650 (ausverkauft), SR Falkner/Gebei.
Tore: Irmen (14., 32./PP),
Scholz (28.), Murphy (46./PP) bzw. Abid (20.), Trattnig (41.) Williams (54.).
Strafminuten: 8 bzw. 10 plus 10 Disziplinar Earl
- HCO Znojmo - KAC 3:2 n.P. (0:0,1:0,1:2-0:0/1:0). Znojmo, 2.315, SR
Erd/Kamsek.
Tore: Podesva (39./PP), Havlik (52. und entscheidender Penalty) bzw.
Pirmann (44.), Scofield (58./Penalty).
Strafminuten: 0 bzw. 6
- Fehervar - Jesenice 3:1 (1:1,2:0,0:0)