Präsidentschaftswahl

Peking lobt Entscheidung der Taiwaner

15. Jänner 2012, 18:51

Präsident Ma Ying-jeou klar wiedergewählt - China sieht "neue Möglichkeiten"

Taipeh/Peking - Mit rund 52 Prozent der Stimmen ist Taiwans Präsident Ma Ying-jeou (61) am Samstag überraschend deutlich wiedergewählt worden. Weniger als vier Stunden nach Schließung der Wahllokale verkündete die regierende Kuomintang-Partei in Taipeh den Erfolg, der auch als Bestätigung von Mas Annäherungspolitik zu China gewertet werden konnte.

"Es liegt viel Arbeit vor uns", sagte Ma Ying-jeou in einer Siegesrede vor seinen jubelnden Anhängern. Er rief zur Aussöhnung mit der Opposition auf, deren Kandidatin Tsai Ing-wen von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) mit rund 45 Prozent der Stimmen klar unterlegen war. Der Vorsprung des Präsidenten betrug 700.000 Stimmen, bei 18 Millionen Wahlberechtigten - deutlich mehr als von der Regierungspartei selbst erwartet. Die Wahlbeteiligung, die in Taiwan traditionell hoch ist, lag bei rund 80 Prozent.

China begrüßte die Wiederwahl Mas. Sein Sieg biete "neue Möglichkeiten" für den Ausbau der Beziehungen zwischen beiden Seiten, hieß es am Sonntag in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Mit gemeinsamen Bemühungen, das gegenseitige Vertrauen zu stärken, werde es "weitere Fortschritte" im Dialog, Austausch und in der Kooperation zwischen China und Taiwan geben. Der Kommentar warnte aber auch davor, dass die Unabhängigkeitskräfte in Taiwan die Beziehungen auch in Zukunft weiter belasten könnten. Tsai Ing-wen steht Mas Annäherungspolitik kritisch gegenüber. Peking betrachtet Taiwan bis heute als festen Bestandteil Chinas, obwohl die beiden Länder seit dem Jahr 1949 getrennt regiert werden.

EU-Außenministerin Catherine Ashton zeigte sich nach der Wahl zufrieden und rief zu einer weiteren Verbesserung der Beziehungen zwischen Taiwan und China auf. Die US-Regierung gratulierte Ma zum Wahlsieg. Taiwan habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zu "einer der großen Erfolgsgeschichten in Asien" entwickelt, erklärte das Weiße Haus. (dpa, AFP, DER STANDARD-Printausgabe, 16.01.2012)

Verdad
01
23.1.2012, 13:29

FREE TIBET !

FREE TAIWAN !

*space
10
30.1.2012, 08:56

Tibet ist frei, vom Feudalismus!

Panda123
11
17.1.2012, 01:52
China gratulierte ...

... aber nicht für die Wiederwahl des Präsidenten der Republik China, sondern für die Wiederwahl des Vorsitz' der "Region Taiwan".
Wollte ich nur mal hinzufügen.

quo_vadis_austria
10
16.1.2012, 07:16

"Taiwan habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zu "einer der großen Erfolgsgeschichten in Asien" entwickelt ..."

Der einzige "Erfolg" Taiwans der das Aussenministerium der "Vereinigten Kriegstreiber von Absurdistan" interessiert sind dessen Reibungspunkte mit China! Man braucht Ansatzpunkte für die Daumenschrauben und die Kriegspropaganda während die POTUS-Marionette gleichzeitig "Bussi-Bussi-Diplomatie" mit mittelalterlichen "Vorzeigedemokratien" wie Saudiarabien pflegt ...

meresi
00
15.1.2012, 20:43

hallo andreas von me

Meerwelle
00
15.1.2012, 19:53

Taiwaner?
Ich hätte Taiwanesen gesagt.
Aber keine Ahnung.

Panda123
00
17.1.2012, 01:50

Soweit ich richtig informiert bin, stimmt an sich beides. Sofern aber etwas "korrekter" sein kann, wäre das "Taiwaner", da "Taiwanese" vom Englischen abgeleitet wurde.
Könnte mich aber auch irren :">

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