Berufsheer

Darabos präsentiert Ende Jänner drei Pilotprojekte

15. Jänner 2012, 18:49

Rossauer Kaserne mit dabei

Wien - Ende Jänner will Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) seine drei Projekte präsentieren, die vorexerzieren sollen, dass das Bundesheer künftig auch ohne Grundwehrdiener gut auskommen kann. Bei dem Termin wird Darabos verkünden, in welchen Kasernen und Dienststellen der Probelauf für ein Berufsheer stattfindet und welche Milizkompanie sich daran beteiligt. Dem Vernehmen nach sollen neben dem steirische Truppenübungsplatz Seetaler Alpe auch Bereiche der Wiener Rossauer Kaserne ohne Rekruten als Systemerhalter auskommen, also der Sitz des Verteidigungsministeriums selbst.

Das Sparpaket, im Zuge dessen auch Darabos' Ressort tiefe Einschnitte vornehmen muss, wird die Pilotprojekte nicht gefährden, heißt es aus dem Ministerbüro - und auch nicht der Verlust von Österreichs Triple A. Denn mit dem Verkauf von zwei Dritteln der Panzer spare man fünfzehn Millionen Euro ein, und die Projekte seien als Investition in die Truppe zu verstehen. Mitte des Jahres sollen sie starten.

Vor exakt einem Jahr hat der Minister seine Vorstellungen von einer Armee nach schwedischem Vorbild skizziert, die freilich einen Fall der Wehrpflicht bedingen würde. Demnach würden 9500 Berufs- und 5500 Zeitsoldaten sowie 10.000 Milizionäre und 7000 Zivilbedienstete reichen. Der Rest wäre Miliz in Reserve, die Mobilmachungsstärke bliebe bei 55.000 Mann. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.1.2012)

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15 Postings
Lünz
01
17.1.2012, 20:57
Die Rossauerkaserne ist ja der ultimative Härtetest.

Warum wundert es mich nicht, daß kein Pionierbataillon ohne GWD auskommen muß?

politint
01
17.1.2012, 18:35
Rekruten/Rossau

Wieviel Rekruten versehen in dieser Tintenburg Rossau eigentlich überhaupt ihren Dienst?

aiuto
00
17.1.2012, 09:08
ich habe schon Angst davor,

was für REFORMIDEEN der burgenländische Zivi wieder ausgeheckt hat.

Ritter von Beerlauch
00
16.1.2012, 17:47

Wenn ich mich recht erinnere, waren am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe 10 GWDs stationiert.

Martin Rosenkranz
03
16.1.2012, 14:29
Fehlr noch Projekt 4

welches vorexerzieren sollen, dass das Bundesheer künftig auch ohne Norbert Darabos gut auskommen kann.
Ein voller Erfolg von P4 scheint schon im Vorfeld unausweichlich....

ceiberweiber.at
20
16.1.2012, 16:00
projekt 4

ist doch der verzicht auf die kritik von ihnen und einigen anderen :-)

Cyber Motzer
01
16.1.2012, 12:46
und wie gross ist

die “echte“ Kampftruppe ?

Snoopy47
01
16.1.2012, 09:42
Nicht zu Ende gedacht

Darabos denkt wie die meisten Minister nur an die Rettung seines Projektes (oder ist es das Projekt von Häupel?).

Dass im Zuge der Umstellung auf das Berufheer der Zivildienst fällt ist ihm wurscht. Wer soll diese Leistungen, zu normalen Gehältern, übernehmen? - und vor allem bezahlen? Irgendwie wird man das wieder dem Staat (uns) umhängen.

Schon mal was davon gehört, dass keines der Länder die auf Berufsheer umgestellt haben genug Freiwillige findet?

suboptimal
 
12
16.1.2012, 13:11
die Sklavenarbeit der billigen Zivis

kann aber nicht wirklich ein Argument gegen ein Berufsheer sein. Die gehört unabhängig davon sowieso abgeschafft.

K 3
30
16.1.2012, 01:28
Genosse Norbert !

Eine Regel aller Militärs in der ganze Welt ist es, daß man zum augenblicklichen Rückzug fähig ist und daß man zum augenblicklichen Stop aller Kampfhandlungen fähig ist. Jedoch, wieso dauert es bei den österreichischen und deutschen Unternehmen in allen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens länger, als befohten, daß es sogar nur wenige Stunden nach diesem Artikel dauert, bis folgender Artikel verlautbart wurde ? : http://www.defensenews.com/story.php... =FEA&s=INT

Der Ruhestifter
 
10
16.1.2012, 02:28
Interessant, was es da so für regeln gibt!

Sind sicher jahrhunderte alt. Deswegen gab es ja auch auf jedem schiff der spanischen armada mindestens ein medium, welches in ständigem parapsychotischem kontakt mit einem anderen medium im haputquartier stand. Und wenn die admiralität dann die sofortige einstellung der kampfhandlungen beschlossen hätte, wäre im admiralspalast ein gong geschlagen worden, und alle medien hätten miteinander übersinnlich kommuniziert, die flotte hätte abgedreht und nelson wäre nie berühmt geworden!

K 3
00
16.1.2012, 10:33

Nein, das war nichts Übersinnliches, sondern der Botschafter Neville hatte sich in Venedig mit dem Keglevic abgesprochen, während Zrinski und Frankopan mit dem osmanischen Botschafter verhandelt hatten.

Hackbrett Schorsch
23
15.1.2012, 22:40

Eine kleine Berufsarmee mit wirklichen Spezialisten, halbjährlichen Leistungsüberprüfungen (bei zweimaliger Verfehlung der Ziele unmittelbare Kündigung) und ohne Beamtenstatus.

Defacto können wir aber die gesamten verbeamteten Vizeleutnants gar nicht los werden und echte Reformen kannst vergessen. Wahnsinn, wie dieser elendige Beamtenstatus diesen Staat lähmt.

Folgendes...
 
00
22.1.2012, 23:14
Hmm...

"mit wirklichen Spezialisten" - ich glaube durchaus, dass es diese beim BH gibt.

"halbjährlichen Leistungsüberprüfungen (bei zweimaliger Verfehlung der Ziele unmittelbare Kündigung) und ohne Beamtenstatus. " - also sowas wie Sklaven?

Clemo
01
15.1.2012, 21:29

Wenn ich der Minister wäre, würde ich den Milizteil betonen. Da macht die ÖVP keine Opposition, und auch die freiheitlichen und das BZÖ haben da nichts dagegen...
Wie viele und welche Milizsoldaten, tja, das wäre auch interessant. Aber man kann ja dessen ungeachtet wirklich einmal so einen Test machen. Wobei, wenn er da schon mit den 5.000 Prämie arbeiten will, wird er sicher genug Freiwillige finden. Die Gretchenfrage ist ja, ob er für diese 5.000 EUR dann auch 10.000 und mehr Milizsoldaten findet.

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