Parlamentarier nennen zwar keine Zahlen, betonen aber die Notwendigkeit der Einigung zum Haircut bis Ende der Woche
In Griechenland wird es (innenpolitisch) ruhiger. Parlamentarier nennen zwar keine Zahlen, betonen aber die Notwendigkeit der Einigung zum Haircut bis Ende der Woche. Aus dem Kreis um Regierungschef Lukas Papademos wird auf die deutlich zurückgegangenen Querelen der Koalitionspartner angesichts des Ernstes der Lage hingewiesen: "Die drei Parteien, die die Regierung unterstützen, haben auf lautlos gestellt." Die Politiker hätten eingesehen, dass der Staat in Konkurs geht, wenn sie weiter auf Neuwahlen drängten.
Nach Abbruch der Schuldenschnittverhandlungen am Freitag und elf Wochen nach der Entscheidung für den zweiten Hilfskredit gibt es Aussicht auf Revisionen. "Wir haben für den Haushalt 2012 gestimmt, wir stimmen für die Finanzplanung bis 2015. Wir glauben aber, dass bestimmte budgetpolitische Entscheidungen verändert werden müssen", so Christos Staikouras, finanzpolitischer Sprecher der mitregierenden Nea Dimokratia. Im Klartext: keine Steuererhöhungen, dafür Anreize zur Konjunkturbelebung. Der IWF ist dafür, die EU ist dagegen. (Markus Bernrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.1.2012)