Nicol s S rkozy: Der degradierte Präsident

Stefan Brändle aus Paris, 15. Jänner 2012, 18:09
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    foto: libération
    Aufmachertitel als Kürzestkommentar: Die Pariser Libération nach der S&P-Entscheidung.

Frankreichs Medien machen Sarkozy für die Blamage verantwortlich

Frankreich fällt ein A aus der Krone - und Sarkozy aus dem Namen. Die Zeitung Libération nennt den französischen Präsidenten nur noch "Srkozy". Er wird von den Medien generell für den Verlust des Triple-A verantwortlich gemacht. Aus vielen Kommentaren dringt das Bedauern durch, dass Frankreich mit der Topbonität auch ein Stück Nationalstolz verliere. Das wiege schwerer als die ökonomischen Folgen, welche die Finanzmärkte in den letzten Monaten weitgehend antizipiert hätten.

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande resümierte die Reaktionen mit dem lapidaren Kommentar, Frankreich spiele "nicht mehr in der ersten Division". Um zu präzisieren: "Nicht Frankreich wurde zurückgestuft, sondern eine Politik, eine Strategie, eine Ethik, eine Regierung - ein Präsident."

Sarkozy äußerte sich nicht dazu. An seiner Stelle versuchte Premierminister François Fillon gegenzusteuern, indem er der Linksopposition vorwarf, sie lasse es an "nationaler Solidarität" mangeln und freue sich insgeheim über die Abstufung. Er forderte Hollande auf, sein eigenes Wahlprogramm, das nur Ausgaben- und Steuererhöhungen vorsehe, den Ratingagenturen vorzulegen.

Diese Aufforderung hat einiges für sich: Das sozialistische Wahlprogramm wäre wohl so wenig wie Sarkozys Politik in der Lage, den Negativtrend zu wenden, den S&P der französischen Konjunktur bescheinigt. Ganz allgemein steht Sarkozys Rechtspartei UMP dem Ansatz der Ratingagenturen viel näher, da sie traditionell für mehr Budgetdisziplin einsteht.

Bloß vermasselte Sarkozy diese günstige Ausgangslage selbst. Nach seiner Wahl 2007 machte er Gutverdienenden milliardenschwere Steuergeschenke; zugleich erhöhte er die Staatsausgaben massiv. Als ein Jahr später die Finanzkrise ausbrach, war die Staatskasse leer. Trotzdem muss Sarkozy noch dutzende Milliarden für die EU-Rettungspläne mobilisieren. Die Linksopposition wirft ihm vor, er habe alles in allem 500 Milliarden Euro verjubelt.

Als S&P vor einigen Monaten mit der Rückstufung drohte, erklärte Sarkozy vollmundig, die Wahrung des Triple-A sei nicht nur sein "Ziel", sondern eine "Verpflichtung". Jetzt steht der Präsident einmal mehr als unglaubwürdiger Wahlversprecher da.

Verschiedene Minister erklärten am Wochenende, die Rückstufung sei für Frankreich "keine Katastrophe". Kurzfristig mag dies zutreffen. Die Zinsschere zu Deutschland dürfte sich aber vergrößern. Ökonomen gehen davon aus, dass auch Großunternehmen wie die Eisenbahn SNCF höhere Zinsen zahlen müssen - und damit gezwungen sein werden, die Fahrpreise zu erhöhen. (DER STANDARD-Printausgabe, 16.01.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
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kurt haenel
 
00
17.1.2012, 09:26

standard und poor das waren doch die, die LB und Madorf seinerzeit eine Super Note gaben. Ca ein Monat vor deren Bankrott

kurt haenel
 
00
16.1.2012, 17:24

frage mich welcher Politiker es besser gema

Tarkovskis Knie
01
16.1.2012, 16:29
ws sgt der

Feymnn dzu?

FinalDestinati0n
00
16.1.2012, 15:39

I see what you did there...

Cavaliere Austriaco
01
16.1.2012, 14:46
In Österreich

würde das zu einer "Jetzt erst Recht" Stimmung führen.

Gibt es in Frankreich keine Kronen Zeitung, in der man inserieren kann?

Hannes Kartnig
14
16.1.2012, 12:48

Komplett lächerlich, das an einer person aufzuhängen.

RS100
01
16.1.2012, 12:40

a a

her wig
02
16.1.2012, 11:52
Dafür sind sich jetzt

ustria und Ungarn näher gerückt...

mario kainz
 
02
16.1.2012, 14:16
also

ustri und ungrn?

kurt haenel
 
00
17.1.2012, 09:23
@ mario kainz

also bei Ungarn wird bald nur mehr ngr bleibn,wenn's dort so weitergeht.

Aber so wie ich die Ungar beobachtet habe, werden die den Orban vvald wieder wegfotzen und da kann der noch so viele Weichen stellen

MichèleZ
23
16.1.2012, 11:45
Du bleibst doch immer, was du bist:

ein Winkeladvokat aus Neuilly-sur-Seine!

Während die Sozial, Gesundheits- und Bildungssysteme vor die Hunde gingen, gingst du auf einen Ego-Trip nach Libyen, der die Republik täglich 1.2 Millionen Euro kostete!

Au diable s'envolera!

sven hühnerjager1
24
16.1.2012, 10:51
Sarkozy sollte wieder gewaehlt werden!

Sarkozy sollte so lange an der Macht bleiben bis er Frankreich zu einem Entwicklungsland degradiert hat! Die Franzosen verdienen ja nichts besseres!

sociovation
00
16.1.2012, 14:31
...und für D und Merkel gilt dasselbe?

OK, da hat eigentlich schon Schröder die meiste Arbeit geliefert, Merkel vollendet nur...

h 90
00
16.1.2012, 11:40

LePen?

Mister Magister
 
57
16.1.2012, 08:33

Sarkozy macht einen grossen Fehler...er schert sich um das Rating von S&P.

Die einzig richtige Reaktion wäre eine Rede zu halten und zu sagen: "Wir sind eine der grössten und gesündesten Volkswirtschaften der Erde, sind souverän, neben Deutschland der biggest Player im mächtigsten Staatenbund der Erde, geniessen Sicherheit, hohen Lebensstandard, Politische Stabilität und sind militärisch in der Lage unsere Interessen weltweit zu vertreten. Was genau kümmert mich die zusammengelogene Aussage einer Bande von hirnlosen Erbsenzählern in schlecht sitzenden Anzügen jenseit des Atlantiks? Was kümmert sie jeden Franzosen? Vivé la France!"

Und genau so sollte die ganze EU reagieren. S&Ps Meinung ist sowas von egal das es raucht.

robert rittersmann
11
16.1.2012, 12:53

leider werden viele Franzosen und natürlich auch der Präsident genauso denken, wie Sie schreiben.
Und genau deswegen werden auch keine echten Reformen geschehen und keine echte Demokratie entstehen.
Wie eben auch bei uns und in vielen anderen Staaten der Welt.
Das ist auch genau der Grund, warum alles zusammenbrechen muss. Es gibt dann einfach keine andere Lösung.

Hans Hansen
01
16.1.2012, 13:32

Reformen sind sicher nötig aber S&P macht die Bewertung nicht weil sie jetzt zu dieser Einsicht gelangen. Es macht den Anschein, dass S&P einfach selbst in die Schlagzeilen will oder bestimmte Interessen vertritt (Vermutung). Warum spielt eine Ratingagentur so eine große Rolle? Warum hat sie nicht schon vor Jahren gewarnt oder die Krise vorhergesagt? Hängt nicht eine Ratingagentur von Anteilseignern ab? Vielleicht kennt sich jemand aus.

Mister Magister
 
01
16.1.2012, 13:27

Ich gratuliere zum dümmsten Posting des heutigen Tages. Nichts von dem was du geschrieben hast ergibt auch nur den geringsten Sinn, weder im Kontext dieser Diskussion, noch dem allgemein logischen Denkens. Wie der Amerikaner sagen würde: "What a bunch of Bulls***."

p c2
00
17.1.2012, 09:16

na ja, ihre postings strotzen ja auch voller ahnungslosigkeit, was letzlich in bullsh...t endet.

all die jahrzehnte davor, als f und andere die warmen aaa strahlen der bösen rating agenturen genossen haben, gab es merkwürdigerweise keine kritiken.
im gegenteil, dumpfbacken haben sogar darauf verwiesen um diese unsäglich bürokratische und sozialistische missgeburt aufzubauen.

jetzt kommt die quittung - pleite.

und was ist die reaktion? man lese ihren schwachsinn. das gröbste daran ist, dass sie dann auch noch das wort logik in den mund nehmen.

Master Commander
00
25.1.2012, 15:28
na endlich

danke, war schon kurz vorm verzweifeln. alles heuchler da... kapierens echt die wenigen..

Mister Magister
 
00
17.1.2012, 13:43

Parlamentarische Demokratie ist per Definition ein behäbiges System, dass auf Fehler im Design erst reagiert, wenn diese offenbar werden. Man könnte auch von einem System mit hoher Akzeptanz sprechen, frei nach dem Motto "Never Touch a running System"

Das ist der Grund meines Postings.

Hast du eigentlich ausser Beleidigungen auch irgendwelche Argumente zu bieten, die meine Ansicht logisch widerlegen können? Falls ja, bitte poste sie. Falls nicht, sieh davon ab dich noch weiter der Lächerlichkeit preiszugeben und schweige.

Klaus Woltron
00
16.1.2012, 07:30
.....bei uns daham....

...ists wohl der Osterhase gewesen. Ausserdem ist ja gar nichts passiert....

Sodern
39
15.1.2012, 21:15

Etwas skurril fand ich die ersten Reaktionen aus Frankreich schon. Da schien es mal keine Rolle zu spielen, dass die Zinsen steigen und der Rettungsschirm in Gefahr kommen könnte. Nein, dass man nicht mehr auf "Augenhöhe" mit Deutschland steht sorge für den ärgsten Katzenjammer.

Somit hat die Abstufung wenigstens etwas Gutes. Die Franzosen hams jetzt offiziell, dass ihr Wunschtraum von der Augenhöhe mit Deutschland ausgeträumt ist. Inoffiziell schon seit gut 20 Jahren.

Halbmond
01
15.1.2012, 20:46
Eine zeitungsüberschrift war perfekt diese woche...

S RKOZY.......

Joschi100
01
16.1.2012, 10:44
Für Österreich

F ym n.

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