Ägypten

Grab einer Sängerin im Tal der Könige entdeckt

15. Jänner 2012, 18:29

Archäologen machen Fund aus der 22. Dynastie

Kairo - Mit dem 64. Grab im berühmten Tal der Könige haben ägyptische und Schweizer Archäologen ein ganz besonderes Exemplar entdeckt: Bestattet wurde darin eine Sängerin, und es ist das einzige jemals im Tal der Könige gefundene Grab einer Frau, die nicht mit den altägyptischen Herrscherfamilien verwandt war.

Die Sängerin soll den Namen Nehmes Bastet getragen haben (der zweite Namensteil eine Zuweisung zur katzenköpfigen Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe) und während der 22. Dynastie im 10. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Tempel von Karnak gesungen haben. Der Sarkophag zumindest gehört der Tochter eines Hohepriesters aus jener Ära, das Grabmal selbst hingegen ist deutlich älter: Aufgrund der darin gefundenen Artefakte glauben die Archäologen, dass es ursprünglich 400 Jahre zuvor für jemand anderen errichtet worden war und später wiederverwendet wurde.

Freude über den Fund

Das Grab sei zufällig gefunden worden, sagte die Ausgrabungsleiterin von der Universität Basel, Elena Pauline-Grothe. "Wir haben nicht nach neuen Gräbern gesucht." Das gefundene Grab sei ganz in der Nähe eines anderen, das vor 100 Jahren entdeckt worden war.

Der Sarkophag der Sängerin sei in erstaunlich gutem Zustand, sagte Mansur Boraik, Chef der ägyptischen Altertumsbehörde, am Sonntag in Luxor. In den kommenden Tagen sollte er geöffnet werden. Die Archäologen erwarten, dass die Mumie der Bestatteten noch darin enthalten ist.  (APA/red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
Nayan
00
23.1.2012, 20:46
ganz in der Nähe

So lieb - ein Wink mit dem Zaunpfahl: "Das gefundenen Grab sei ganz in der Nähe eines anderen, das vor 100 Jahren endeckt worden war."
Na, wer weiß was?! ;)

Zinsenfeger
00
25.1.2012, 15:11

Das ist im Tal der Könige nichts ungewöhnliches. Die Gräber liegen fast schon aufeinander und es werden immer wieder neue entdeckt.

Nayan
00
25.1.2012, 17:18

Das weiß ich doch - ich meinte ja auch das vor hundert Jahren endteckte Grab : 1922 Howard Carter Tutanchamun

Mr. Byte
01
19.1.2012, 11:30

sorry, aber so viel schrott wie in den u.a. postings habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen

Gandalfino
00
17.1.2012, 06:57
Was denn ?

Gar nicht Sawi Hawass, dr sich vor den Journalisten in Pose wirft? Ist er krank ?

Zinsenfeger
00
18.1.2012, 16:50

naa, der hod si müssn schleichn

pox vobiscum
00
16.1.2012, 13:03

Was hat sie gesungen?
Fand man Texte oder hieroglyphische Noten?

Nick Tameer
00
16.1.2012, 23:32

Der Unterschied zwischen Hieroglyophen und Noten ist mir persönlich leider nicht nachvollziehbar, weshalb ich zu dieser zweifellos interessanten Frage nicht viel beitragen kann.

Nick Tameer
00
16.1.2012, 23:32

Der Unterschied zwischen Hieroglyophen und Noten ist mir persönlich leider nicht nachvollziehbar, weshalb ich zu dieser zweifellos interessanten Frage nicht viel beitragen kann.

woifee 0.0
00
16.1.2012, 11:54

Gab es damals schon Musik?

;)

Zinsenfeger
00
16.1.2012, 12:38

Wie soll man das wissen, die Hieroglyphen klingen nach nichts :-X

woifee 0.0
00
16.1.2012, 13:13

Wenn die Hieroglyphen fürSie nach nichts klingen rauchen Sie eindeutig das falsche Zeug.

soamist
00
16.1.2012, 11:52
wieso sängerin?

hat man ein mikrofon gefunden?

EquinoxOmega
02
16.1.2012, 16:30

Es ist in altägyptischen Gräbern üblich, die Wände neben religösen Blabla, auch mit den (geschönten) Lebenslauf der dort begrabenen Person zu schmücken.

Nick Tameer
01
16.1.2012, 22:13

Dass der Lebenlauf geschönt sein dürfte, ist ein Gedanke, der sich aufdrängt - dass die peinlichen Momente im Leben des Verblichenen grell heraustellt würden, entzieht sich zumindest jeglicher Plausibilität - aber leider kann man allenfalls bei den höchsten Würdenträgern die Schummelei in Umrissen nachvollziehen, denn die Quellenage gibt meist doch wenig her (z.B. über das Konzert in Memphis, wo sie indisponiert, vielleicht auch betrunken war, überdies ihren Text vergaß und ausgebuht wurde!). Ach, über alle diese Histörchen wurde breitet die Historie zu unserem Verdruss gnädig den Mantel des Vergessens.

LCD
00
16.1.2012, 09:58
Bin gespannt

ob als Grabbeigabe ein Musikvideo auf Beta Kassette oder 8mm beigelegt wurde. Wem würden wohl die Rechte daran gehören? Schließlich will ja die Musikindustrie dass der Copyright bis 5000 Jahre nach dem Tod des Künstlers gilt.

cipf
 
00
16.1.2012, 09:27

Die Königin der Sänger???

BK W. Shoyssel
00
16.1.2012, 12:12

singin hooker?

obstbau1
02
16.1.2012, 08:49
Amy?

paul_voss
00
16.1.2012, 08:15
Ehrengrab?

Eventuell ein Ehrengrab?

Wie wird das dann sein, wenn in ein paar tausend Jahren ArchäologInnen unsern Zentralfriedhof umgraben u. als wissenschaftlich interessante Ausgrabungsstätte betrachten werden?

Zinsenfeger
00
16.1.2012, 12:37

Aber sie werden den Zentralfriedhof auch in tausend Jahren nicht als "Grablege der Könige" betrachten. Ganz anders in der Kapuzinergruft: DAS wäre ein Knaller, wenn man da eine Sängerin oder Tänzerin entdecken würde.

Herzerzog Johann
00
16.1.2012, 05:43
Staatskünstlerin?

Ein Leser
08
16.1.2012, 09:16
Kammersaengerin - oder Sarkohagistin

Nick Tameer
03
15.1.2012, 22:27

Der Starkult der alten Ägypter.

Ob sie wohl auch in der legendären Bar "Zum Krokodil" aufgetreten ist?

Nick Tameer
00
25.1.2012, 21:13

Andernorts muss ich lesen, es sei eine Priesterin gewesen, die den Titel "Sängerin des Amun" führen durfte. Ich bin enttäuscht, weil ich mir einen höheren Entwicklungsstand des altägyptischen Entertainments erhofft hatte.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.