Italiener feierte Triple-Sieg in Frankreich - Bieler auf Rang neun - Stecher erlitt nach Sturz im Probedurchgang Knöchelblessur
Chaux-Neuve - Alessandro Pittin war an den drei Tagen beim
Weltcup der Nordischen Kombinierer in Chaux-Neuve der Mann der
Stunde. Der Italiener machte am Sonntag nach seinen Siegen an den
Vortagen den Hattrick perfekt und siegte 16,5 bzw. 17,5 Sekunden vor
den Norwegern Jörgen Graabak und Mikko Kokslien diesmal klar. Der
nach dem Springen fünftplatzierte Christoph Bieler sorgte mit Rang
neun für den einzigen Top-Ten-Platz der ÖSV-Kombinierer an diesem
Schauplatz.
Chaux-Neuve war in diesem Jahr - im Gegensatz zum tollen
Vorjahresergebnis mit den Rängen 1, 3, 5 und 7 - keinesfalls ein
guter Boden für Österreichs Kombinierer. Bernhard Gruber musste wegen
einer Verkühlung in den ersten beiden Bewerben passen und verzichtete
aus diesem Grund am Sonntag nach dem dritten Sprung-Zwischenrang auf
den Langlauf. Und Mario Stecher stürzte am Sonntag und zog sich eine
Knöchelblessur zu.
Der Steirer verletzte sich im rechten Sprunggelenk und hat
Schürfwunden am linken Unterarm. Zwar wird es eine genauere Diagnose
erst am Montag geben, aber Stecher ist nicht besorgt. "Das rechte
Sprunggelenk schmerzt ein wenig, ich denke aber nicht, dass mehr als
eine Verstauchung passiert ist. Ich bin sicher, dass ich in einer
Woche wieder trainieren kann", glaubt der Eisenerzer.
Bieler beschrieb den Frankreich-Trip letztlich mit einem Lächeln:
"Ich bin mit dem Wochenende nicht unzufrieden. Heute habe ich gut
mithalten können, aber in der letzten Runde hab ich einige Plätze
verloren, weil Bill Demong vor mir stürzte. Der Sprung war wieder
richtig gut, wir haben es also noch nicht verlernt", scherzte der
Tiroler im Ziel. Gute Leistungen in der Loipe zeigten Lukas Klapfer
(Verbesserung von 31 auf 21) und Tomaz Druml (von 42 auf 22).
Weltcup-Punkte gab es auch für Willi Denifl als 24. und Carlos
Kammerlander als 30.
Besonders für die angeschlagenen Athleten im ÖSV-Team kommt die
nun bevorstehende, fast dreiwöchige Weltcup-Pause bis zum 3. Februar
gar nicht ungelegen. Wegen der Absage der Zakopane-Bewerbe hat
ÖSV-Cheftrainer Bard Jörgen Elden vom 23. bis 27. Jänner einen
Trainingskurs in Predazzo angesetzt. Dort gehen vom 3. bis 5. Februar
die nächsten Weltcup-Bewerbe in Szene, vor allem wird dies auch die
Generalprobe für die Weltmeisterschaften 2013 im Fleimstal sein. (APA)
Einzel - Großschanze/10 km: 1. Alessandro Pittin (ITA) 22:18,1
Min. (4. im Springen/18. im Langlauf) - 2. Jörgen Graabak (NOR) +
16,5 (10./12.) - 3. Mikko Kokslien (NOR) 17,5 (24./1.) - 4. Sebastien
Lacroix (FRA) 18,1 (12./9.) - 5. Eric Frenzel (GER) 19,0 (7./20.) -
6. Bill Demong (USA) 19,5 (21./3.). Weiter: 9. Christoph Bieler 27,9
(5./28.) - 21. Lukas Klapfer 1:02,1 (31./14.) - 22. Tomaz Druml
1:02,4 (42./7.) - 24. Willi Denifl (alle AUT) 1:12,8 (12./32.) - 25.
Jason Lamy Chappuis (FRA) 1:15,9 (29./22.) - 30. Carlos Kammerlander
(AUT) 1:29,1 (35./24.). Im Langlauf nicht gestartet: Bernhard Gruber
(3. nach dem Springen/wegen Verkühlung); Mario Stecher im
Probedurchgang gestürzt (Knöchelblessur)
Weltcup-Gesamt (12 von 23 Bewerbe): 1. Lamy Chappuis 756 Punkte -
2. Pittin 648 - 3. Akito Watabe (JPN) 528 - 4. Tino Edelmann (GER)
443 - 5. Kokslien 404 - 6. Frenzel 383. Weiter: 12. Gruber 292 - 16.
Stecher 242 - 17. Bieler 231 - 19. Denifl 194 - 28. Druml 90 - 34.
David Kreiner 41 - 37. Klapfer 34 - 49. Carlos Kammerlander 10 - 50.
Tobias Kammerlander 9 - 55. Harald Lemmerer (alle AUT) 1
Nationencup (14 von 27): 1. Norwegen 2.709 - 2. Deutschland 2.299
- 3. Frankreich 1.908 - 4. Österreich 1.594 - 5. Italien 1.361 - 6.
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