Interview Catherine Trautmann

"Solidarität wird mit Füßen getreten"

Interview | Thomas Mayer, 15. Jänner 2012, 17:10
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    Catherine Trautmann im Gespräch mit STANDARD-Korrespondent Thomas Mayer.

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    Ihr Mitbewerber Hannes Swoboda bleibe "unter den Fittichen" des künftigen Parlamentspräsidenten Martin Schulz, meint Catherine Trautmann.

Hannes Swobodas Rivalin um den Chefsessel bei Europas Sozialdemokraten über ihre Ziele

Catherine Trautmann oder Hannes Swoboda: So lautet das Match bei Europas Sozialdemokraten um den Chefsessel in der Fraktion im Europäischen Parlament, wenn der Deutsche Martin Schulz am Dienstag in Straßburg zum Parlamentspräsidenten gewählt wird. Im Gespräch mit dem Standard erläutert die französische EU-Abgeordnete, langjährige Bürgermeisterin von Straßburg und frühere Kulturministerin (1997 bis 2000) unter Premierminister Lionel Jospin ihre Ziele und Beweggründe.

Die Sozialdemokratie stecke in einer tiefen Vertrauenskrise, weil sie "die Menschen, für die wir uns engagieren und uns bei den Wahlen ihr Vertrauen geschenkt haben, nicht geschützt haben". Der dritte Weg, das Schlagwort vom Sozialliberalismus habe ihre Partei viel Zustimmung gekostet. Eine Stärkung sei aber nur möglich, wenn die Ideen von Europa und von der Sozialdemokratie zusammengeführt werden. Über die deutsch-französische Zusammenarbeit zeigt Trautmann sich besorgt, ebenso über die Lage der Demokratie in Ungarn: "Es gibt ein Abbröckeln."

***

Standard: Warum wollen Sie Fraktionschefin von 180 sozialdemokratischen Abgeordneten im Europaparlament werden?

Trautmann: Mein erstes Motiv ist die Situation in Europa, die Krise. Man muss dabei an seinen Überzeugungen sehr stark festhalten, muss Einfallsreichtum demonstrieren, was Lösungen angeht, und im politischen Kampf entschlossen sein. Für mich ist das eine Herausforderung von derselben Natur wie auf nationaler Ebene, aber langfristig betrachtet noch viel bedeutender. Was auf nationaler Ebene auf dem Spiel steht, ist zentral auch für die Linke in Frankreich. Ich werde meinen Teil dazu beitragen. Ich bin unter anderem durch die Entdeckungen in meiner Stadt Straßburg und in meiner eigenen Familie politisch geprägt worden, durch Spaltungen.

Standard: Durch den alten Konflikt dies- und jenseits des Rheins, die Feindschaft zwischen Deutschen und Franzosen?

Trautmann: Entscheidend ist heute die Notwendigkeit des gemeinsamen Europa. Das ist ja heute fast zu einer Frage der Bequemlichkeit geworden. Die Union wird nicht mehr als Ziel betrachtet. Für mich geht es darum, Europa erneut als Ziel ins Auge zu fassen, in einer Perspektive, die Europa eigen ist und auf Solidarität gegründet ist. Diese Solidarität wird momentan mit Füßen getreten. Das alles gilt auch in Hinblick auf die Vorbereitung auf 2014.

Standard: Da finden dann die nächsten Europawahlen statt.

Trautmann: Ja. Eine politische Fraktion ist ein Werkzeug. Sie muss organisiert sein, muss sich weiterentwickeln, muss offen sein, um demokratischer zu sein, um mehr das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Delegationen aus den verschiedenen EU-Ländern zu beachten. Ich will im Dienst eines kollektiven Projekts stehen. Meine Kandidatur ist nicht durch Anerkennung in einer bestimmten Funktion motiviert. Ich habe viele Funktionen ausgeübt.

Standard: Ich bin etwas überrascht, dass Sie Europa als ersten Grund nennen, und nicht das Ziel, die sozialistische Idee zu stärken.

Trautmann: Das eine und das andere steht für mich ganz auf einer Stufe. Um die europäische Idee zu verstärken, muss man die Sozialdemokratie erneuern. Man muss das zusammenführen.

Standard: Sind Sie einverstanden mit der Diagnose, dass die Sozialdemokratie in Europa derzeit in einer tiefen Krise steckt?

Trautmann: Absolut.

Standard: Warum?

Trautmann: Wir sind in einer Situation des Misserfolgs, wirtschaftlich und sozial. Wenn unsere Analyse richtig ist, wird uns Sozialdemokraten vorgeworfen, die Menschen nicht genug geschützt zu haben, für die wir uns engagieren und die uns bei den Wahlen ihr Vertrauen geschenkt haben. Es gibt eine politische Vertrauenskrise, ganz einfach. Wenn es darum geht, für ein besseres Leben zu sorgen, dann verlangt man von uns nicht nur, dass wir gute Verwalter sind, sondern vor allem Politiker, die die ganz konkrete Lage der Menschen verstehen und in Betracht ziehen. Da gibt es große Spaltungen in der Sozialdemokratie. Es fehlt an einer wirtschaftlichen und sozialen Strategie. Dieser Mangel ist uns teuer zu stehen gekommen.

Standard: Die französischen Sozialisten sind seit mehr als zehn Jahren weg von der Macht. Wie kam es dazu aus Ihrer Sicht?

Trautmann: Als wir in Europa die Mehrheit hatten und in vielen Regierungen vertreten waren, da gab es viele Debatten über den dritten Weg und über andere Wege, die wurden als antimodernistisch betrachtet. Die, die Erfolg hatten, das waren die Modernen. Man hat das schreckliche Wort vom Sozialliberalismus als Leitbild erfunden. Heute versuchen wir ganz einfach Sozialdemokraten zu sein.

Standard: Und der dritte Weg?

Trautmann: Ich war damals beim Labour-Parteitag (nach dem Wahltriumph von Tony Blair). Man hat dort gesagt: „the better way", wir gehen den besseren Weg, den dritten Weg. Das hat mir damals gut gefallen. Suchen wir ihn gemeinsam. Diesmal kann man sich aber in der europäischen Sozialdemokratie nicht erlauben, getrennt zu handeln. Für mich als Französin ist eines ganz wichtig: Wir haben 2005 eine der größten Schwierigkeiten verursacht in der Debatte um den Verfassungsvertrag für Europa mit einem Nein, für das eine Mehrheit in Frankreich votierte.

Standard: Die SP war gespalten, ein großer Teil der Partei rief dazu auf, mit Nein zu stimmen, um den Konservativen innenpolitisch zu schaden.

Trautmann: 2012 sollten wir unseren positiven Beitrag liefern, auch wenn wir die Lage nicht allein verändern können. Ich denke, dass 2012 mit den französischen Wahlen die Möglichkeit gegeben ist, sich für eine politische Vereinbarung der Sozialdemokraten in Sachen Europa zu engagieren. Es gibt die Möglichkeit, eine neue Etappe zu eröffnen, vor der SPD in Deutschland, wo 2013 gewählt wird, vor anderen Parteien. Durch die Dänen wurde uns eine neue Chance gegeben. Es gibt für mich keine großen und kleinen Länder, auch keinen Unterschied zwischen Gründungsmitgliedern und anderen, jetzt sind wir alle in der Krise, und ich bin nicht für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten.

Standard: Im Norden, in Deutschland, in Finnland, spielt man gerne mit dem Gedanken von Kerneuropa.

Trautmann: Das Risiko ist das Auseinanderbröckeln. Ich habe mich diesbezüglich engagiert, als ich Bürgermeisterin in Straßburg wurde und ins europäische Parlament kam, das war 1989, im Jahr des Mauerfalls. Da habe ich mich eingesetzt für die neuen Länder, die Gemeinwesen der neuen Abgeordneten. Ich habe über Gesetzesentwürfe gearbeitet, über Kooperationsprogramme, habe selber welche vorgeschlagen.

Standard: Sie kommen ja aus der Kommunalpolitik, übrigens wie Ihr wichtigster Gegner um den SP-Fraktionsvorsitz, Hannes Swoboda. Kann es sein, dass die Europapolitik zu abgehoben ist, den Bürgern eben nicht sehr nahe?

Trautmann: Politik muss, egal auf welcher Ebene, auf der Basis des Lebens der Menschen beurteilt werden. Ich habe das in der Fraktion erklärt: Der Leitfaden ist das Leben der Menschen. Wenn man auf europäischer Ebene über große Investitionen diskutiert, zum Beispiel im Transportwesen, wenn man über die Effizienz der Energie diskutiert, über die nachhaltige Entwicklung, das sind Entscheidungen, die Folgen haben für das Leben heute und in der Zukunft. Aber die Jugendbeschäftigung, die Beschäftigung der Arbeitslosen, die älteren Menschen, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen bei der Beschäftigung, das alles ist heute die erste Herausforderung für die Sozialdemokraten. Was ist für mich die wichtigste Arbeit in diesem Jahr? Das ist einerseits, eine bessere und ausgewogenere, gerechtere Lösung als Antwort auf die Krise zu finden. Die Sparmaßnahmen allein genügen nicht, man muss eine Antwort bringen mit einem System der Verwaltung der Schulden, sodass die Schwierigkeiten für unsere Länder nicht noch größer werden, sondern wir sie noch mehr entlasten können, ohne die notwendigen Anstrengungen zu vermeiden.

Standard: Die deutsche Kanzlerin erklärt dazu, dass es einfache Lösungen aus der Krise aber nicht gibt.

Trautmann: Ich teile nicht die Position einer Angela Merkel, aber ich verstehe auch, dass jeder sich anstrengen muss, auch mein eigenes Land. Und wir sind dazu bereit. Aber wir brauchen auch Solidarität, also finanzielle Lösungen, für die Schulden, aber auch die soziale Frage darf eben nicht vergessen werden. Man wird zusammenbrechen in meinen Augen, wenn es solche Unterschiede gibt wie zwischen Frankreich und Deutschland. Das sage ich als jemand, der aus diesem Grenzgebiet kommt. Aber wir arbeiten in dieser Grenzregion momentan auch an Maßnahmen, die das ausgleichen, damit man ermöglicht, die Arbeit gemeinsam zu verwalten. Es ist klar, dass es in Deutschland nicht genug Lohn- und Gehaltsempfänger, nicht genug Arbeitnehmer gibt, nicht genug Angebot, wir dagegen haben Arbeitslose. Wie soll man das angehen? Man muss Wege finden zu den Arbeitsplätzen.

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Zur Person: Catherine Trautmann (61) war Bürgermeisterin von Straßburg und französische Kulturministerin (bis 2000). Seit 2004 ist sie Abgeordnete im EU-Parlament.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2
Promille Prolet
00
19.1.2012, 08:53
solidarität hat ihre grenzen

einige wenige sitzen im elfenbeinturm, haben alles und reden dort von solidarität.

wir hier haben gar nichts, dürfen das alles zahlen, und kriegen salbungsvolle wortspenden.

eine revolution ghört da her, wie sie die welt noch nicht gesehen hat.

Steak vom Milchlamm
00
16.1.2012, 20:57

Selten sowas Nachvollziehbares von einer/einem Linken gelesen. Die steckt unseren Swoboda aber von sowas von in die Tasche.

Hannes, hoffentlich gibt es kein Hearing, sonst schauts schlecht aus für Dich!

Doktor Jörg Haider
10
16.1.2012, 17:18
Die Schwäche der Sozialdemokratie läßt sich in drei Worten sagen:

...
bla bla bla
...

Moondancer
10
16.1.2012, 17:04
Schwachsinn

Zu wenig Arbeitnehmer in Deutschland? Träum weiter, Lady...bei Tony Blair gelernt? Na dann viel Spaß mit ihr an der Spitze verliert die rote Fraktion Europas die nächsten Wahlen und jedes Konzept...

toni hungerer
10
16.1.2012, 10:01
mit 18.000 Euro im Monat läßt es sich leicht reden

ruthwinkler
11
15.1.2012, 23:04

"Ich bin etwas überrascht, dass Sie Europa als ersten Grund nennen" - tja, das ist eine typisch österreichische Frage, auf die es eine unösterreichische Antwort gab.
Swoboda hätte wohl nicht für solche Überraschung gesorgt.

Walter J. Ferstl
16
15.1.2012, 22:23
Trautmann wirkt sehr überzeugend, authentisch.

Ihr und Thomas Mayer mein Kompliment zu dem interessanten Interview.

ubu roi
11
15.1.2012, 22:02

schönes gespräch - interessante politikerin, ausführlich, gute fragen. eine schwere wahl, swoboda ist ja auch nicht übel.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
77
15.1.2012, 21:35
in Österreich wird seit den späten 80-Jahren nur mehr: GESPART GESPART GESPART

... und dies federführend selbstverständlich von der SPÖ. 2000 waren sie froh, die Drecksarbeit nicht selber machen zu müssen - sie haben das Volk ausgeliefert an den KAHLSCHLAG KAHLSCHLAG KAHLSCHLAG.
Die Zwangsarbeit für Erwerbslose (vor allem für die Frauen, die ja prinzipiell als Schmarotzerinnen verunglimpft werden, von der SPÖ wie von den Schwarzen und den Blauen) wurde radikal durchgesetzt. Lohndumping und Leute mit Sperrandrohungen einschüchtern, sodass sie jeden Drecksjob annehmen müssen. und das bis demnächst 70?
Seit 20 Jahren hören wir nichts andres als: Es muss gespart und gestrichen werden.
WAS GLAUBEN DIESE VOLKSVERRÄTERiNNEN EIGENTLICH WIE LANGE DAS NOCH SO WEITERGEHEN KANN? WER GESTALTET EIGENTLICH DEN SOZIALEN FRIEDEN?

Liberaler Atheist
73
15.1.2012, 22:14

Echt? Wie hoch wäre de unsere Staatsschuld, wenn wir NOCH mehr geprasst hätten mit den Steuermitteln? Wenn es nach Ihnen gegange wäre, wären Österreich u d wohl ganz Europa schon vor 10 Jahren bankrott gewesen.

Promille Prolet
00
19.1.2012, 08:55
ihr habts beide unrecht

es wird vom sparen geredet, damit man uns möglichst viel abknöpfen kann.

gleichzeitig wird 24/7 geprasst wie es nur geht.

so schauts aus.

Angela Engel
01
16.1.2012, 09:06

Wenn man den Steuerzahlern die unzähligen Zwangskurse für Arbeitslose erspart hätte, wäre das noch mehr prassen gewesen?

sawi48
23
16.1.2012, 07:21
@Atheist

WER hat geprasst ?

styx12
33
16.1.2012, 08:21

Natürlich die ÖVP, wer sonst? Wir sind ja hier schließlich im Standard-Forum. ;-)

sawi48
35
16.1.2012, 08:27
@styx

Ich denke, beim Prassen gehts nicht nur um Parteien, sondern um Bevölkerungsgruppen.

Also: WER hat geprasst ?

Familien mit Kindern ?
Pensionisten ?
Arbeitslose ?
Prekär Beschäftigte ?
Beschäftigte ?
Kinder ?

Oder waren es Bevölkerungsgruppen mit exorbitanten Gehältern, die sie nicht verdient, sondern bekommen haben - trotz Verlustbau ?

Oder waren es die Börsezocker ?

Oder waren es die Politzocker, die ein Jahrzehnt in die eigene Tasche gewirtschaftet haben - und zwar so offensichtlich - und trotzdem ist es nicht möglich, sie zur Verwantwortung geschweige denn zum Schadenersatz heranzuziehen ?

Oder waren es die Gambler, die mit virtuellen Geld Milliarden Gewinne gemacht haben und diese jetzt in reellen Werten ersetzt haben wollen ?

styx12
30
16.1.2012, 09:18

Hm?

"Bevölkerungsgruppen mit exorbitanten Gehältern" - Solange es die Privatwirtschaft betrifft, hat das den Staat bzw. die Allgemeinheit gar nichts anzugehen. Abgesehen haben diese auch massig Lohnsteuer und Abgaben dafür bezahlt.

"Börsenzocker" - detto

"Politzocker, die ein Jahrzehnt..." - Ich nehme an, hier werden Sie parteipolitisch, wobei das Jahrzehnt gar nicht stimmt.

"Gambler" - wie oben.

Was das Ganze mit "prassen" zu tun hat, verstehe ich nicht. Wenn schon jemand geprasst hat, dann waren dies Politiker mit Wahlzuckerl, diversen unnötigen Projekten, Seilschaften, Freunderlwirtschaft und einem übergroßen Füllhorn, das sich Sozialsystem nennt und mit dem man sich Wählerstimmen und damit eigene Macht erkaufen wollte.

Promille Prolet
00
19.1.2012, 09:02
leider nein

es hat die allgemeinheit deswegen etwas anzugehen, weil sie dafür brennen muss, wie ein luster. oder wie würden sie managergehälter, boni und golden handshakes sehen von banken, die bailouts gebraucht haben?

aufsichtsräte in unternehmen, die nichts als pleiten fabrizieren, angeblich weil der typische österreichische arbeiter leider nicht so fleissig und billig ist wie der chinesische arbeiter. (in wirklichkeit aber weil manager nur eins im sinn haben, nämlich ihren bonus zu maximieren, was nur auf eine weise geht, nämlich den shareholder value in die höhe zu treiben, was nur auf eine weise schnell genug geht, nämlich so viel personal wie möglich zu entlassen.

raubbau an der zukunft des ganzen landes und des eigenen betriebs.

Mäander
00
16.1.2012, 14:17
Genau das haben diese steuerpriviligierten Gruppen eben NICHT müssen!

Der Unschuldsvermutete und seine Freunde von der SPÖ haben schon dafür gesorgt, dass sie immer weiter aus der Steuerpflicht genommen wurden.
WIR haben rund um die Uhr schwer gearbeitet und hatten hohe Sozial- und Steuerabgaben! Da blieb am Monatsende nie etwas zum Prassen oder Ansparen, wenn man nicht als Bankenförderer in der Schuldenfalle landen wollte.

Hört doch mal mit den dummen Lügen auf und hört auf zu glauben, jeder der hier ausgebeutet, benutzt, gemobbt oder wegrationalisiert wird, wäre augenblicklich nicht mehr des Denkens, Rechnens, Lesens und Schreibens fähig! So schwer sind Umverteilungs- und Steuerstatistiken auch wieder nicht zu erfassen.
Von dem Füllhorn, das sich Sozialsystem nennt, ist keine Spur, wenn man es braucht!

Der Kluge
00
15.1.2012, 21:29

Würde einmal nichts schaden, wenn nicht die üblichen Verdächtigen aus F, D oder Benelux einen Job ergattern.

Wäre schon ein toller Erfolg für Swoboda.

s33ka
01
15.1.2012, 20:45
gutes interview

Liberaler Atheist
93
15.1.2012, 22:15

Auf mich macht sie eher denEindruck des typischen sozialiatischen Apparatschiks.

Mäander
05
15.1.2012, 20:37
Die Sozialdemokratie stecke in einer tiefen Vertrauenskrise, weil sie "die Menschen, für die wir uns engagieren und uns bei den Wahlen ihr Vertrauen geschenkt haben, nicht geschützt haben".

Ja, genau darum gehts! Um den Vertrauensmissbrauch an Arbeitenden und Arbeitslosen, an Familien, Frauen und Jugend. Und um alle inakzeptablen Methoden der sozialen Ausgrenzung, die von "Sozialdemokraten" und Gewerkschaften ohne Unrechtsbewusstsein propagiert, mitgetragen und durch Sparprogramme für die sozial Benachteiligten noch verstärkt wurden.
Die größten Problemfelder sind die von allen verleugneten. Die einseitigen Deregulierungen und Zerregulierungen der Arbeitswelt zugunsten von Unternehmen, ein vollkommen untaugliches, faschistoides Arbeitsmarkt-Zwangssystem zwecks Lohndumping, der haarsträubend menschenverachtende Umgang mit Kranken bei der Invaliditätspension - für Privilegien bei Hacklerpension, Teuerung, etc.

Bessert euch!

byron sully
01
16.1.2012, 14:22

so ist es. die sozialdemokratie macht seit jahren bei diesem menschenverachtenden turbokapitalismus brav mit, anstatt ein gegenkonzept zu entwickeln. so wird das nichts.

system1
01
16.1.2012, 10:11
naja, als sozialistischer sozialminister

im dienst-bmw mit ledersitzen verliert man halt leicht den bezug zur realität.... tuns nicht die armen armen unternehmen so diskreditieren. die schaffen doch die arbeitsplätze. angeblich.....

Fritz Meyer
01
16.1.2012, 18:16
Guten Morgen übrigens!

Sozialdemokratie und Sozialismus sind übrigens zwei klar voneinander getrennte Begrifflichkeiten.

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