79,3 Prozent Prozent der Kaibinger wollen keine Fusion mit einer anderen Gemeinde
Graz - In einer Volksbefragung haben sich am Sonntag 79,28 Prozent der Gemeindebürger von Kaibing (Bezirk Hartberg) gegen eine Zusammenlegung mit Nachbargemeinden ausgesprochen. 318 Personen waren wahlberechtigt, 233 gaben ihre Stimme ab. ÖVP-Bürgermeister Josef Lind beurteilte das Ergebnis als "eindeutig und klaren Auftrag", Kaibing als eigenständige Gemeinde zu belassen.
Lind hatte sich im Vorfeld gegen eine Fusion ausgesprochen, weil man in der Kleinregion ohnedies eng kooperiere und - im Unterschied zu einigen Nachbarn - schuldenfrei bilanziere. Die SPÖ kritisierte vor allem den Zeitpunkt der Befragung als verfrüht, zumal noch keine sachlichen Grundlagen vorlägen, gab aber offiziell keine Stimmempfehlung ab.
Die "Reformpartnerschaft" der SPÖ und der ÖVP in der Landesregierung hat von allen Gemeinden verlangt, bis Ende Jänner ihre Vorschläge in Sachen Gemeindereform vorzulegen. In den Regionen waren Fusionierungspläne zum Teil auf heftigen Widerstand gestoßen. So hatten sich im November bereits sechs Gemeinden des Bezirks Hartberg in Volksbefragungen klar gegen Zusammenlegungen ausgesprochen. (APA)