Medien-Tycoon findet per Twitter scharfe Worte - Bei MySpace habe man "jeden erdenklichen Fehler gemacht"
All den Wirrungen rund um Abhörskandale und fehlgeschlagene Investitionen zum Trotz: News-Corp-Chef Rupert Murdoch bleibt einer der mächtigsten Akteure im Nachrichtengeschäft. Entsprechendes Gewicht hat sein Wort - und das gibt es seit kurzem relativ ungefiltert und regelmäßig. Einen vor wenigen Wochen eingerichteten, offiziellen Twitter-Account nutzt Murdoch, um seine Meinungen zu diversen Themen kundzutun - und nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund.
SOPA
So zeigt er sich aktuell etwa über die vor kurzem kundgetane Opposition des "Weißen Hauses" zum US-Zensurgesetz SOPA erzürnt. Obama habe offenbar dem Druck jener "Silicon-Valley-Zahlmeister" nachgegeben, die alle Softwarehersteller mit Piraterie und blankem Diebstahl gefährden, so Murdoch.
Googles Piraten
Wen er damit mein, führt der Medienmogul im Folge-Tweet aus: Google sei der "Anführer der Piraten", der die Filme anderer anbiete und mit Werbung rundherum Geld mache, heißt es in Anspielung auf Youtube. Insofern sei es kein Wunder, dass das Unternehmen Millionen in das Lobbying gegen Gesetzesverschärfungen stecke.
MySpace
Schon einige Tage zuvor hatte ein Tweet von Murdoch für einiges Aufsehen in der Branche gesorgt. Zeigt er sich doch darin ungewohnt selbstkritisch, dies in Hinblick auf eine spektakulär fehlgeschlagene Übernahme durch sein Medienkonglomerat. Bei MySpace habe man "jeden erdenklichen Fehler gemacht", in Folge zahlreiche, sehr kostspielige Lektionen lernen müssen. (red, derStandard.at, 15.01.12)