Libanesische Hisbollah-Miliz will Waffen nicht abgeben

14. Jänner 2012, 18:03

Ban Ki-moon "zutiefst beunruhigt" über Waffenarsenal

Beirut - Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Forderungen der UNO nach einer Entwaffnung zurückgewiesen. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah sagte bei einer Ansprache am Samstag in der ostlibanesischen Stadt Baalbek, die Hisbollah halte an ihrem Waffenarsenal fest, um sich im Falle eines Angriffs verteidigen zu können. "Der Widerstand wird fortgesetzt und wird sich in seiner Kraft und seiner Kapazität sogar steigern", sagte er. Die Ansprache vor tausenden Anhängern wurde live auf einem Großbildschirm übertragen.

Besuch von Ban Ki-moon

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte bei seinem Besuch im Libanon am Vortag gesagt, er sei "zutiefst beunruhigt" wegen der militärischen Ausstattung der Hisbollah und dem mangelnden Fortschritt bei der Entwaffnung im Land. "Waffen außerhalb der Kontrolle des Staates sind nicht hinnehmbar", sagte Ban. Er habe den libanesischen Präsidenten Michel Sleimane aufgefordert, den seit 2010 ruhenden Dialog für eine nationale Verteidigungsstrategie wieder aufzunehmen. Bei diesem Dialog ging es vor allem um das Waffenarsenal der Hisbollah.

Die schiitische Hisbollah wird von den USA als terroristische Organisation eingestuft. Unterstützt vom Iran dominiert sie die libanesische Regierung. Die Hisbollah weigert sich, ihre Waffen niederzulegen, um nach eigenen Angaben für einen möglichen israelischen Angriff gerüstet zu sein. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 36
1 2
Panter
72
15.1.2012, 22:24
!

Ban und die UNO erfüllen immer ausschließlicher die imperialistischen Ziele von USA und Konsorten.Erst werden die Wiederständler entwaffnet und dann zerbomt!

ministry
00
18.1.2012, 16:23

genau!!! also wieder her mit dem Schutzbund und der Heimwehr!!! wir wollen auch schiessen!!!

Dani B.
12
16.1.2012, 10:30

bewaffnete milizen kann kein staat hinnehmen. sollte dir klar sein. deshalb sagt ban nur das, was eigentlich klar und selbstverständlich ist. die "wiederständler" sind schlicht hochverräter (und schreiben sich erst noch ohne "ie"). was lieben die wiederständler nicht? etwa bomen? oder doch eher bomben? was maanst? nix g'scheit's, gell.

der Rabe
1211
15.1.2012, 13:52
Man kann die Hisbollah mögen oder nicht,

aber im letzten Krieg haben sie an den Grenzen die israelische Armee erfolgreich zurück geschlagen.
Als Verteidiger des Libanons haben sie damit eine gewisse Legitimität erworben.
Mindestens so viel wie die UN.

dr mike
21
21.1.2012, 22:00

Als Angreifer aus dem Libanon ist die hizbollah an all den Toten Verletzten und Zerstörungen im Libanon schuld die im Zuge Israels Reaktion entstanden sind.

IOVIS
11
18.1.2012, 23:36
Legitimität? Man kann nicht zur Hizbollah stehen wie man will, kennt man deren machtpolitischen Hintergrund.

Was Sie schreiben ist Geschichtsverdrehung. So wie sie es darstellen, wirkt es, als ob Israel einen Eroberungskrieg geführt hätte, dessen Ziel die Eroberung Beiruts war. Das stimmt in keiner Weise.

Nach der Ermordung und Entführung israelischer Soldaten (auf israelischem Staatsgebiet!!) durch die Hizbollah war Libanon nicht gewillt, oder in der Lage, den Waffenstillstand einzuhalten und für eine Lösung des Entführungsdilemmas zu sorgen.

Nachdem Israel 2000 den Südlibanon geräumt hatte, verabsäumt L. dort eine staatliche Sicherheitsstruktur aufzubauen und erlaubte Hizbollah einen Staat im Staat zu errichten, der militärisch gegen Israels Armee und Zivilbevölkerung vorgeht. Dagegen hat Israel gekämpft 2006.

ministry
11
18.1.2012, 16:25

aber was genauso interessant ist, ist die Tatsache, dass es seither von der Hisbollah kaum raketenangriffe auf Israel gibt....das war das hauptziel der IDF....

Totaler Durchblicksstrudel
22
15.1.2012, 19:53

Gegen die IDF haben nicht nur Kämpfer der Hisbollah gekämpft!
Ohne die UN und insbesondere Frankreich hätten die Israelis Beirut wieder erobert. Nachhaltigen Widerstand zu leisten war weder die Hisbollah, noch die anderen Gruppierung dort imstande.
Der Libanon hat sein Gewaltmonopol verloren, aber die Hisbollah wurde von mehreren Seiten darauf hingewiesen, dass sie sich an das Völkerrecht halten muss.
Heute stehen 15.000 UN-Soldaten im Südlibanon und 15.000 Soldaten der lib. Armee.

denny crane1
23
15.1.2012, 18:43
tja,

natürlcih übersehen, Sie, dass der Auslöser dieses Krieges die Hisbollah selbst war. Ganz feine Menschen sind das.

Plagiator
54
15.1.2012, 11:40

Was ist der Ban Ki-moon nur für eine US-Marionette?
Klar ist diese Region ein Pulverfass, nur wer hat sie dazu gemacht? Wer rüstet Israel auf und verhindert somit Friedenslösungen? Wer führt dort Krieg und destabilisiert die Staaten?

IOVIS
03
18.1.2012, 23:49
Herr Redakteur: "Lernen Sie Rüstungsökonomie!" ;)

Tja, zwar wäre es schön zu wissen, dass es den einen Schuldigen gibt (sie meinen Israel!), und sie haben auch Recht: die Waffenindustrie hat größtes Interesse an der Aufrechterhaltung des Nahostkonflikts:

Europas Waffenexporte gehen zu 75% in den Nahen Osten. Es sollte ihnen aber bewusst sein, dass die Israelis einen Großteil ihrer Waffen selber bauen/exportieren. Dazu gehören Schusswaffen, Off.- und Def.-Raketen, Spionagesatelliten, Panzer, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge etc.

Der kleine Rest (v.a. Kampflugzeuge) werden aus den USA beschafft und "gepimpt". U-Boote kamen aus Deutschland, als Reperationszahlung.

Also, wenden Sie sich gefälligst an die ach so friedlichen Europäer mit ihrem Jammer, wer da wen mit Waffen beliefert.

Der Kluge
22
15.1.2012, 01:09

Warum rüsten die Christen nicht auf? Ist ja nur eine Frage der Zeit, bis sich die Waffen wieder gegen sie richten.

Hört auf mich
107
15.1.2012, 00:30
"Die schiitische Hisbollah wird von den USA als terroristische Organisation eingestuft."

Die USA werden von mir als terroristische Organisation eingestuft!

kurt haenel
 
68
15.1.2012, 10:48
@ Hört auf mich

Wissen Sie wie wurscht mir das ist, wie Sie die USA einstufen ?

NONE
114
14.1.2012, 22:10

Das Problem mit der Hisbollah ist nicht der Kampf gegen Israel. Israel hat auf den besetzten Gebieten nichts verloren.

Das Problem mit der Hisbollah ist das sie ein Staat im Staat mit eigenen Interessen ist.

Das ist bei den direkten Gegnern, den Salafisten, natürlich genauso. Für einen kleinen Staat wie den Libanon ist es aber ein gewaltiges Problem, denn man gibt die Souveränität auf wenn man ein so gewaltiges Milizheer wie die Hisbollah akzeptiert.

Wenn die Libanesen nicht für ein eigenständiges Land kämpfen wollen dann können sie Wahlen sofort abschaffen und der Hisbollah den Libanon schenken.

In letzter Konsequenz ist Hisbollah genauso wie die Hamas und Israel Verräter an eigenständigen, souveränen Staaten.

Allesamt Verräter.

Jailex
03
14.1.2012, 23:48

Es rührt sich was im Staate Libanon, nur ist das von aussen nicht immer so sichtbar. Das Land ist auf jeden Fall zweigeteilt.
Als ich diesen März in Beirut war, war ich Zeuge einer Protestveranstaltung der antisyrischen Allianz, die gegen den "Putsch" der Hisbollah demonstriert hat. Zigtausend Leute waren dabei. Und nach dem Gespräch mit einem Einheimischen habe ich erfahren, dass das auch das erste Mal war, wo man wirklich öfters die Flagge des Libanons als die der verschiedenen Parteien gesehen hat.
Es tun sich wirklich positive Dinge im Libanon und man kann nur hoffen, dass sich die demokratischen Kräfte wirklich entgültig durchsetzen (der Libanon ist wohlgemerkt trotz seiner Fragilität seit Jahrzehnten eine Demokratie).

Leckereien
1121
14.1.2012, 19:02
"Waffen außerhalb der Kontrolle des Staates sind nicht hinnehmbar"

Herr Ban Ki-moon Sie Sagen es,

ich würde mal an Ihrer Stelle gleich bei der vom Westen mit Waffen geförderten Opposition in Syrien anfangen.

denny crane1
02
15.1.2012, 18:46
das ist so geil.

Die vermeintliche Linke - immer und überall Verschwörungen des Westens. Anbiederungen an die blutverschmierte Diktatoren ist ok, solang es gegen die USA geht.

Honzo1122
74
14.1.2012, 22:23

Sie sehen keinen Unterschied zwischen Libanon und Syrien?
In Syrien wird die "staatliche" Gewalt GEGEN die Bevölkerung eingesetzt. Exzessiv.
Es gibt das Recht auf Selbstschutz.
Das ist in Syrien höher als das Gewaltmonopol des Staates, da dieses missbraucht wird.

Syrer22
177
14.1.2012, 21:04
Haben wir hier ein Assad freund?

1. besitzt die Syrische oposition keine waffen
2. die waffen besitzer sind soldaten bzw besateure die sich weigern auf die friedrich demonstranten bzw zivilisten zu schiesen.

Anstatt das brutale Regime zu kritisieren, kritisieren sie demontranten die nach freiheit rufen, SCHANDE

Peace 4 Libya
37
15.1.2012, 10:59

Syrer 22, Lust auf die Libysierung, Irakisierung, ...

jetzt auch Syriens? Natürlich alles streng im Namen der Menschenrechte und wenn dabei Hunderttausende Syrer das Leben verlieren?
Können Sie das böse Spiel nicht erkennen?

ministry
40
15.1.2012, 14:14

stimmt, aber die sterben sowieso....so sterben sie durch das Assad regime und den Protest, aonsonste durch die einmischung von aussen.....für den toten kein unterschied.

h 90
26
15.1.2012, 07:08

Waffenlieferungen nach Syrien und Libyen zu friedlichen Demonstranten sind nachgewiesen.

Wie auch immer man zu den Diktatoren steht, die Waffenlieferungen sind Fakten.

NONE
37
14.1.2012, 22:11

Seine Aussage ist korrekt.

Warum lügst du ergo?

Aber du hast so viel rot das man sich eh das kommentieren zu dir sparen kann.

Honzo1122
83
14.1.2012, 22:25

Die Aussage von Leckereien ist falsch.
Syrien ist nicht Libanon.
Aber den Unterschied scheinen auch Sie nicht zu verstehen.

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