Offenbar Racheakt für Tötung von Taliban-Kämpfern
Islamabad - Mutmaßliche Taliban-Rebellen haben bei einem Angriff auf eine Polizeistation in Nordwest-Pakistan mindestens vier Menschen getötet. Dies bestätigte ein Sprecher der Rettungskräfte am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, hieß es. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Es handelte es sich dabei vermutlich um einen Racheakt. Die Polizei hatte kürzlich mehrere Taliban-Kämpfer getötet.
Wie ein Polizist am Angriffsort berichtete, sprengte sich einer der etwa zehn Angreifer am Eingang zum Polizeihauptquartier im Bezirk Dera Ismail Khan in die Luft. Dann eröffneten die Taliban das Feuer und stürmten in das Gebäude. In der Stadt brach nach dem Angriff Panik aus, berichteten lokale Medien. Geschäfte und Büros wurden geschlossen und die Menschen suchten in ihren Häusern Schutz.
Extremisten-Angriffe auf die pakistanischen Sicherheitskräfte mehren sich wieder. Am Freitag starben drei Polizisten bei einem Angriff auf eine Polizeistation nahe der Stadt Peshawar. (APA)