Prediger als Drahtzieher des Komplotts von 2007 verurteilt
New York - Die US-Justiz hat ihre Aufarbeitung eines im Jahr 2007 aufgedeckten Plans für einen Anschlag auf den New Yorker Flughafen John F. Kennedy mit der Verurteilung des Drahtziehers abgeschlossen. Der 65-jährige Imam Kareem Ibrahim aus Guyana wurde am Freitag (Ortszeit) in New York als Drahtzieher des Plans zu lebenslanger Haft verurteilt. Die drei anderen Hintermänner der Anschlagspläne waren in getrennten Verfahren bereits zu Strafen von 15 Jahren Gefängnis oder lebenslänglich verurteilt worden.
Die vier Attentäter wollten den Ermittlungen zufolge Treibstofftanks sowie eine Versorgungsleitung am Flughafen in die Luft jagen, um gegen die aus ihrer Sicht islamfeindliche Politik der US-Regierung zu protestieren. Die Staatsanwältin Loretta Lynch sagte in ihrem Plädoyer während des letzten Prozesses, die vier Männer hätten damit die Anschlage vom 11. September 2001 in den Schatten stellen wollen.
Kareem Ibrahim ist ein schiitischer Würdenträger aus Trinidad. Er wurde dort mit den inzwischen ebenfalls verurteilten Mittätern Abdul Kadir und Abdel Nur im Juni 2007 gemeinsam festgenommen und an die USA ausgeliefert. Die Idee zu dem Anschlag stammte von dem Flughafenangestellten Russel Defreitas aus Guyana. Der JFK-Airport ist der größte der drei New Yorker Passagierflughäfen. Jährlich werden dort rund 45 Millionen Passagiere abgefertigt sowie 1,5 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. (APA/AFP)