Pornoskandal in Tschechien

10. Juni 2003, 12:55
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Armee Eliteeinheit ließ sich für Sex-Seiten ablichten

Prag - In der Prager Burgwache, die für den Schutz des Sitzes des tschechischen Staatspräsidenten verantwortlich ist, ist ein Skandal um Porno-Fotos ruchbar geworden.

Obwohl sich um eine Eliteeinheit der Armee und eines der Symbole der Macht des Staatsoberhauptes handelt, wurden einige ihrer Angehörigen bei einem nicht standesgemäßen "Nebenjob" erwischt: Die Soldaten ließen sich in Uniformen für Schwuleseiten im Internet fotografieren, berichtete die tschechische Tageszeitung "Mlada fronta Dnes".

Organisiert haben soll die Aktion ein Berufssoldat, der insgesamt neun Soldaten der Burgwache zur Teilnahme überreden konnte. Die Fotos, die Anfang Mai hergestellt worden sind, wurden im Internet mit einem Hinweis veröffentlicht, der mit dem offiziellen Logo der Burgwache versehen war. Die höchsten Kommandeure der Einheit erfuhren drei Wochen später von der Sache und ließen die Internet-Seiten sofort sperren.

Die Soldaten haben sich in ihrer Freizeit fotografieren lassen und für jede Aufnahme bis zu 500 Kronen (16 Euro) kassiert. Die Affäre wird Juristen zufolge kein strafrechtliches Nachspiel haben. Der Chef der Burgwache, Jaroslav Pekar, sagte gegenüber der Zeitung, er werde alle Betroffenen im Rahmen seiner Kommandeur-Vollmachten bestrafen. Der Urheber der Fotoserie hat unterdessen freiwillig die Entlassung beantragt.(APA)

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