Gemeindenah

Wiener Stiftung bei Vermögen und Bilanz auf Irrwegen

13. Jänner 2012, 22:47

Wien - Eine Tochter der Gemeinde-Wien-nahen Stiftung hat 2009 und 2010 wie berichtet Wertpapiere (mutmaßlich der UniCredit) im Volumen von mehr als 700 Millionen Euro verkauft, über die Verwendung der Mittel schweigt sie. Auch der Umstand, warum 2005 plötzlich Schulden von 1,4 Milliarden Euro entstanden sind und Wertpapiere im Umfang von 350 Mio. Euro verpfändet wurden, wird nicht erläutert.

Einen Konzernabschluss legt die betroffene Gesellschaft als "kleine GmbH" nicht und verweist auf jenen der Mutter "Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten", die mit einer Haftung der Gemeinde Wien ausgestattet ist. Die wiederum beruft sich auf die Befreiung für Stiftungen. Doch mit der Auffassung steht sie im Widerspruch zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2005 (6 Ob 254/05d), wie aus dem Handelsgericht verlautet. Das Firmenbuchgericht verhängte damals wegen der unterbliebenen Offenlegung des Konzernabschlusses Zwangsstrafen und gewann gegen die Berufung der Stiftung in letzter Instanz. Die Umgehung der Publikationspflichten via Stiftung "kann dem Gesetzgeber nicht zugesonnen werden", heißt es in dem Erkenntnis. Der Gesetzgeber habe wohl "diese Problematik übersehen". (as, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 14.1/15.1.2012)

Briefmarkenkleber
00
16.1.2012, 11:11
Schwarze Wirtshaftspolitik heißt

Im Osten mit Raika, Hypo, Erster und Uniqa unter Wasser stehen. Die Gemeinde Wien hat ihren Bankensektor hingegen systemanalytisch richtig abgestoßen.
Klar, dass die Raika-Medien kein gutes Haar an den Nicht-Schiffbrüchigen lassen...

Zukunftsoptimist1
00
14.1.2012, 08:03
Heißt das, dass die Justiz

der Stadt Wien den Hobel ausblasen kann?

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