New York - Der Elektronik-Konzern Apple hat erstmals
eine Liste seiner Zulieferer veröffentlicht. Das Unternehmen war
bisher extrem geheimniskrämerisch, was seine Lieferanten angeht. Die
Liste der 156 Unternehmen, die der iPhone- und iPad-Hersteller am
Freitag neben einem Bericht über die Arbeitsbedingungen bei seinen
Partnern ins Internet stellte, fiel jedoch wenig überraschend aus.
Neben vielen nur Spezialisten bekannten Firmen finden sich dort die
meisten großen Namen der Elektronik-Branche.
Darunter sind - wie schon oft berichtet - der deutsche
Chip-Spezialist Infineon und der südkoreanische Samsung-Konzern, mit
dem Apple in einem erbitterten Patentstreit verwickelt ist. Ebenfalls
zu Apples Zulieferern gehören unter anderem auch Sharp, Panasonic,
TDK oder Western Digital.
Dem Bericht zufolge erhöhte Apple die Zahl der Inspektionen bei
Zulieferern im vergangenen Jahr um 80 Prozent auf 229. Dabei seien in
einigen Betrieben Kinderarbeit, unbezahlte Überstunden und noch
häufiger gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen entdeckt. Apple
habe Maßnahmen ergriffen, um die Missstände zu beenden, hieß es.
Unter anderem dem weltgrößten Auftragshersteller Foxconn, der auch
Apple-Geräte produziert, wurden immer wieder schlechte
Arbeitsbedingungen vorgeworfen, insbesondere nach den Selbstmorden
mehrerer Arbeiter. (APA)